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Auswahl für das Feld.

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Bibliographic data

Full text: Auswahl für das Feld.

Monograph

Persistent identifier:
treitschke_feld_1917
Title:
Auswahl für das Feld.
Author:
Treitschke, Heinrich von
Editor:
Freytag-Loringhoven, Hugo Friedrich von
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
S. Hirzel
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1917
Scope:
313 Seiten
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Zum Gedächtnis des großen Krieges
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Auswahl für das Feld.
  • Cover
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Ein Lied vom schwarzen Adler
  • Die Freiheit
  • Das deutsche Ordensland Preußen
  • Fichte und die nationale Idee
  • Die Völkerschlacht bei Leipzig
  • Die Schlacht bei Belle-Alliance
  • Zum Gedächtnis des großen Krieges
  • Das Heerwesen
  • Die goldenen Tage von Weimar
  • Friedrich Hebbel

Full text

So war dem kräftigen Manne doch gelungen, das Echte seines 
Wesens der Mitwelt zu offenbaren, und auch sein letztes Werk 
gab ein Zeugnis von der Läuterung dieses Geistes. Er nahm 
die Fabel des Schillerschen Demetrius wieder auf; doch Schillers 
Drama einfach fortzusetzen kam ihm nicht bei: „ich könnte ebenso— 
gut da zu lieben anfangen, wo ein anderer aufgehört hat“. In 
seinen jungen Jahren wäre ihm unzweifelhaft der verzwickte Charakter 
eines tugendhaften Betrügers ein reizender Vorwurf gewesen; jetzt 
stand er anders zu den sittlichen Fragen. Sein Sinn war jetzt 
so ganz auf das einfach Edle gerichtet, er empfand so lebhaft die 
Gemeinheit, die in jedem Betrüger liegt, daß ihm sogar Schillers 
Idealismus nicht mehr genügte. Schiller wäre, erklärte er oft, 
mit seinem Betrüger nicht zu Ende gekommen. Er faßte den 
Demetrius als den Betrogenen, der erst ganz zuletzt, da er nicht 
mehr zurück kann, seine eigene Schuld erfährt, und stellte den Usur- 
pator so rein und edel hin, daß ich fast zweifle, ob nicht das voll- 
endete Werk an dramatischem Interesse ebensoviel verloren hätte, 
als der Held an Tugend gewann. Hebbels realistischer Sinn zeigt 
sich diesmal nur in der drastischen Schilderung des slawischen Volks- 
lebens, die unser deutsches Gefühl fremdartig berührt. Uberhaupt 
liegt über dem tief durchdachten Werke eine seltsame Kälte; unter den 
vielen, welche sich an dieser erhabenen Schicksalstragödie versucht 
haben, reicht keiner an Schillers feurige schwungvolle Weise heran. 
Das Gedicht abzuschließen war dem Dichter nicht vergönnt. Eben 
jetzt begann die Welt dem lange Verkannten zu danken, da warf 
ihn eine tödliche Krankheit nieder. Er hörte noch auf dem Kranken- 
bette, seinen Nibelungen sei der große Berliner Dramenpreis zu- 
erkannt worden. Die Antwort, die er dem Boten gab, ist wie 
der letzte Pinselstrich zu dem Charakterbilde des düsteren schwer 
kämpfenden Mannes, der die helle Lust am Leben niemals ganz 
gekostet hat. Er sagte trüb: „Das ist Menschenlos. Bald fehlt 
uns der Wein, bald fehlt uns der Becher“. — 
  
  
Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig.
	        

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