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gewichen und leistete nur noch bei Sabac, welches in der Nacht vom 1. auf
den 2. November von unseren tapferen Truppen erstürmt wurde, hart-
näckigen, aber vergeblichen Widerstand. Potiorek, Feldzeugmeister.
„W.T. B.“, 4. November.
Die „Karlsruhe“ arbeitet weiter.
W.T. B. London, 3. November. Wie „Lloyds“ aus Para (Brasi-
lien) gemeldet wird, hat dort der deutsche Dampfer „Assuncion“ die
Passagiere und die Mannschaft des belgischen Dampfers „Van Dyck“ und
der englischen Dampfer „Hurstdale“ und „Ganton"“ an Land gesetzt. Diese
Dampfer waren von dem deutschen Kreuzer „Karlsruhe“ erbeutet worden.
Deutschland und die Londoner Deklaration.
Eine offiziöse Erklärung.
Die „Kölnische Zeitung“ meldet, „wie „W.T. B.“ telegraphisch be-
richtet, aus Berlin vom 2. November. Nach einer Blättermeldung soll
die englische Regierung nach Besprechung mit den verbündeten und neu-
tralen Mächten beschlossen haben, die Londoner Deklaration von 1909
nicht mehr als Grundlage für ihre Handlungsweise in Angelegenheiten
des internationalen Rechts anzusehen. Eine Bestätigung für diese Los-
sagung Englands von der Londoner Deklaration scheint noch nicht vor-
zuliegen. Es wird aber wohl festgestellt werden müssen, ob eine solche
Lossagung erfolgt ist. Sollte dies der Fall sein, so würden wir daraus
den selbstverständlichen Schluß zu ziehen haben, daß England gegenüber
auch Deutschland an die Londoner Deklaration nicht mehr gebunden wäre.
Englisch-franzöfischer Angriff.
Franfurt a. M., 3. November. Die „Frankf. Ztg.“ meldet aus
Konstantinopel: Heute früh nach Sonnenaufgang eröffnete ein aus neun
Schiffen bestehendes englisch-französisches Geschwader aus einer Entfer-
nung von 15 Kilometer ein Bombardement auf die Dardanellenforts. Die
Beschießung, die von den türkischen Werken erwidert wurde, dauerte 20
Minuten. Sie richtete keinerlei Schaden an.
Englische Kreuzer vor Jaffa.
Sofia, 2. November. Nach Privatnachrichten aus Konstantinopel
haben zwei englische Kreuzer sich dem Hafen von Jaffa genähert, um
denselben zu bombardieren, sie sind jedoch durch das Feuer der Küsten-
geschütze vorscheucht worden.
Der Aufstand Dewets.
London, 3. November. „Morningpost" meldet aus Kapstadt: Die
Gefahrenzone ist im nördlichen Teil des Orvanjefreistaates, wo Dewet im
Felde steht. Er zwang tatsächlich Engländer dazu, sich seinem Kommando
anzuschließen. — Da die Eisenbahnen bekanntgaben, daß sie die Güter-
beförderung nach dem Rand nur auf Gefahr des Absenders ausführten,
beschloß das Schatzamt infolge von Vorstellungen der Handelskammer in
Johannesburg, die Bahnen gegen das Risiko der Gefahr durch die Auf-
ständischen zu entschädigen. Hierdurch wurden die normalen Raten
wiederhergestellt. (Voss. Ztg., 4. Nov.)