Full text: der Weltkrieg 1914. Band 2. (1)

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Wieder zwei englische Kriegsschiffe vernichtet! 
Rotterdann, 4. November. Reuter meldet: Gestern früh wurde 
in der Nordsee das englische Kanonenboot „Halcyon“ von der deutschen 
Flotte angegriffen und vernichtet. Andere englische Kriegsschiffe eilten 
herbei und verfolgten die deutschen Kriegsschiffe, die Minen streuten. 
Das englische Unterseeboot „D 5“ stieß auf eine Mine und versank. Wie 
groß die Gesamtverluste der Engländer bei dem Untergange der beiden 
Schiffe waren, verrät das Reuterbureau nicht. 
„Deutsche Tagesztg.“, 5. November. 
Unruhen in Angola. 
Mailand, 4. November. Nach dem „Secolo“ find in Lissabon 
Nachrichten über den Ausbruch ernster Unruhen in Angola eingetroffen. 
Die Aufständischen bedrohen bereits Lunda. Die Portugiesen beschuldigen 
die Deutschen, die Eingeborenen mit Waffen versehen zu haben. Sie ver- 
fügen nicht über genügende Truppen, um die Aufständischen zu bekämp- 
fen. Die Regierung hat beschlossen, ein Marinebataillon zur Hilfe zu 
senden. 
Der englische Konsul in Basra verhaftet. 
Kristiania, 4. November. In London wurde heute offiziell mit- 
eteilt, daß die Türken den britischen Konsul und Kaufleute in Basra in 
aft genommen haben. „Berl. Tgbl."“, 5. November. 
Das Eiserne Kreuz für die Helden der „Emden“. 
Dem Kommandanten S. M. kleinem Kreuzer „Emden“ ist das 
Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse, allen Offizieren, Beamten und Deckoffi- 
zieren, sowie 50 Unteroffizieren und Mannschaften der Besatzung das 
Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen worden. 
Die Kämpfe der Oesterreicher und Ungarn in Polen, Galizien und 
Serbien. 
W.T. B. Wien, 4. November. Amtlich wird verlautbart: 
Die Bewegungen unserer Truppen in Russisch-Polen wurden gestern 
vom Feinde nicht gestört. Eines unserer Korps nimmt aus den Kämpfen 
auf der Lysa-Gora 20 Offiziere und 2200 Mann als Gefangene mit. An 
der galizischen Front ergaben sich bei Podbuz südlich Sambor über 200, 
heute früh bei Jaroslau 300 Russen. 
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. 
v. Hoefer, Generalmoajor. 
Vom südlichen Kriegsschauplatze wird amtlich gemeldet: 
In weiterer Vorrückung sind unsere Truppen südlich und südwestlich 
Schabatz neuerdings auf den Feind gestoßen. Der sofort angesetzte Angriff 
schreitet günstig fort. Während der Kämpfe auf der Romania wurden 
insgesamt 7 Offiziere und 647 Mann gefangen, 5 Geschütze, 3 Munitions- 
wagen, 2 Maschinengewehre, viel Munition und Kriegsmaterial erbeutet. 
Den Montenegrinern wurden über 1000 Stück Vieh, das sie aus Bosnien 
mitnehmen wollten, abgenommen. 
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