weiter folgende Anfragen an die Regierung:
1. Wie gestalteten sich Bierverbrauch und Bierpreis
im Felde und in den besetzten feindlichen
Gebieten? 2. Welche Mahnahmen gedenkt die
Kal. Staatsregierung zu ergreisen, um das
Mißverhältnis, das zwischen fortschreitender
Bierpreiserhöhung. und sinkender Güte des
Bieres bei zum Teil recht beträchtlichen Gewinnen
vornehmlich der Großbrauereibetriebe
obwaltet, abzustellen? 3Z. Wie weit sind die
von der #Agl. Staateregierung bereils zugesagten
Maßnahmen gediehen, welche geeignet sind,
die aus dem Art. 5, des Malzausschlaggesetzes
für jene Brauereien sich ergebenden
Härten zu beseitigen, die nach einer mehr als
zweijährigen, durch die Kriegsurmrkungen veranlaßten
Stillegung des Betriebes infolge der
Wiederaufnahme der Biererzeugung von einer
25 prozentigen Erhöhung der Malzausschlagsätze
betroffen werden? Ju dem Einnahmeposten
aus dem Malzausschlag behält sich der Berichterstatter
Antrag vor.
Die militärische Erziehung der
Jugend.
In seinem Bericht über den Kultusetat, Ausgaben
auf Erziehung und Bildung, äußert sich
der Berichterstatier Abg. Dr. Wohlmuth auch
über die Frage der militärischen Erziehung der
Jugend und ventiliert diese Frage hinsichtlich
des Unierschiedes zwischen der miltärischen Ju--genderziehung
während des Krieges und näch
dem Kriege. Eine militärische Jugenderziehung
gemäß den Bestimmungen der Ministerialenlschliehung
während des Krieges hält der Berichterstatter
für eine eiserne Notmendigkeit. Ihr
gegenüber können und müssen auch andere Ause
gaben der Schule zurücktreten, und es lam
recht wohl einer Beschränkung des wissenschaftlichen
Unterrichtostofjes mährend dieser Zeit
das Wort geredet werden. Hingegen ist die
mililärische Jugenderziehung nach dem Kriege
oder in Friedenszeiten zwar eine von manchen,
aber keineswegs eine allgemein erhobene Forderung,
und von nornherein ist festzustellen, daß
die Gründe, welche eine militärische Jugenderziehung
während des Krieges erbeischen, nicht
angeführt werden können fur eine militärische
Jugenderziehung in Friedenszeiten. In Friedenszeiten
besteht kein unabwendbarer Zwang,
die militärische Ausbildung in abnorm abgekürzter
Zeit und Form zu vermitteln. Die Notwendigkeit
einer militärischen Jugenderziehung
im vormilitärpflichtigen Alter zu Friedenszeiten
ist nicht erwiesen, und ein dahingehender
Zwang wäre darum jedenfalls nicht am Platz.
Das wirklich Noluendige und Zuveckdienliche
für die lörperliche Ausbildung vermögen die
verschiedenen Schularten zu leisten. Der Krieg
hat bisher keineswegs gelehrt, daß wesentliche
Weiterungen notwendig sind. Die freiwilligen
Jugendvereine werden es gern übernehmen, der
körperlichen Ausbildung, der Bewegung im
Freien, dem Wandern und Spielen im Freien
ein erhöhtes Augemmerl zuzuwenden.
Jur Sicherung der Lebenemttel,
Erhöhung der Kartoffelhöchstpreise.
Berlin, 18. Jan. Im Laufe der letzten
Tage waren im preußischen Landwirtschaftsministerium
die Vertreter sämtlicher deutschen
Landwirtschaftekammern versammelt, um die
Frage der Kartoffelversorgung Deutschlands zu
erörtern. Es wurde klargelegt. daß wohl genug
Kartoffeln in Deutschland vorhanden seien, daß
aber die Landwirte mit der Herausgabe ihrer
Vorräte zurückhalten. Die Gründe dafür sind,
daß den Landwirten das Füttern mit Kartoffeln
bei den jetzigen hohen Futterpreisen mehr Gewinn
sichert, als die Lieferung von Kartoffeln
an die Bevölkerung, nachdem die Höchstpreise
der Kartoffeln festgesetzt worden lind. Es wurde
ferner darauf hingewiesen, daß eine Steigerung
der Preise um 1 Mk. bis 1.20 Mk. für eine
starke Familie bis zur Neuernte eine Mehrausgabe
von etwa 7 Mk. bedeutet, was als nicht
erheblich angesehen werden könne. Der Vertreter
des preußischen Landwirtschaftsministeriums
erkannte die von den Landwirtschaftskammern
ins Feld geführten Gründe im allgemeinen
an und sagte zu, daß eine Erhöhung der Kartoffelhöchstpreise
in Erwägung gezogen werden
solle. Wie hoch die Erhöhung sein wird, soll
so bald als möglich bekannt gegeben werden.
Auch die Spannung zwischen Produzenten= und
Kleinhandelspreis, die jetzt 1.30 Mk. beträgt,
soll erhöht werden. Man hat eine Spannung
von 1.75 Mk. vorgeschlagen.
Neue Bestimmungen über den Verkehrmit
Brotgetreide.
Berlin, 18. Jan. Die Anordnungen des
Direktoriums der Reichsgetreidestelle über anderweitige
Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide
sind nunmehr an die Kommunalverbände
ergangen. Es wird hiernach bestimmt:
1. Zur Herstellung von Wehl ist vom 16. Januar
1916 ab Nogen b. is zu 82 Prozent und
Welzen bis zu 80 Prozent auszumahlen. Die
Herstellung von Kommißbrot und Schrotmehl
14 Brotkereitung ist hiervon nicht berührt.
Diese Vorschrift gilt für alles Brotgetreide, das
den Mahlen zum Auzmahlen gbergeben wird,
listorische
also auch für Brotgetreide von Selbstlversorgern.
2. Hinterkorn darf von den Kommunalverbänden
nom 16. Jannar 191 zur Verfütlerung
nicht mehr freigegeben werden. Alle
leim Dreschen und Reinigen absfallenden Mengen
an zerschlagenen und verkümmerten Körnern
u#u. müssen an den Kommissionär der
Reichsgetreidestelle oder des Kommunalverbandes
al eliefert werden. Es darf also von den
Landuwirten kein Hinterkorn mehr zurückbehalten,
verschrotet oder rerfüttert werden, neder ohne
noch mit Erlaubnis des Kommunalverbandes.
Z. Die Mehlmenge, die täglich auf den Kopf
der versorgungsberechtigten Zirilbevölkerung
verkraucht werden darf, wird wie im Vorjahre
vom 1. Februar 1916 ab auf 200 Gramm festgesetczt.
4. Die Menge, die von Seldsftversorgern
unter den von den Kommunalverbänden
vorgesc, riebenen Kontrollmaßregeln verwendet
merden darf, nird ebenfalls vom 1. Februar
1916 ab auf den Kopf und Monat wieder auf
neun Kilogramm Brotgetreide sestgesetzt. Dabei
entspricht vom 1. Februar 1916 ab ein
Kilogramm Brotgetreide 8010 Gramm Mehl.
Ein Selbstversorger darf hiernach für die Zeit
vom 1. Februar bis 15. August 1916, also
für 61: Monate, insgesamt 58.5 Kilogramm
Brotgetreide auf den Kopf zurückbehallen.
Sollte bei einem Selbstversorger schon eine
Aussonderung des Brotgetreides nach dem
Monatesatz von 10 Kilogramm erfolgt sein,
so ist von ihm die überschießende Menge Getreide
sofort an den Kommissionär der Reichsgetreidestelle
alzuliefern.
Zur hunderisahrfeler der Tiroler
K serjäger.
Zunsbruck. 13. Jan. Der Berg Jsel, die
Stätle der Tiroler Freihritstähnpfesah
gestern ein einfaches, würdiges Fest: T e
Tiroler Kaiserjäger, das ruhmreiche Regiment
der Landeskinder aus Tirol und Vorariberg,
legingen bie Gedenkseier an den 11#/ jährigen
Bestand des Gründunge Negiment:, des „Kai
serjäger Regiments“, dessen Inhaber nach der
Stistungeurkunde der jeweilige Herrscher der
öfterreichischungarischen Monarchie ist. Die
Straßen der Tiroler Landeshauptstadt durchzog
früh die Militärmusik mit llingendem Spiele,
dann fand auf dem Berg Isel in der Kreuztapelle,
welche die Gruft des Tiroler Heldengenerals
Fenner v. Feunberg birgt, eine Feldmesse
stait, zelebriert vom Erbland-Hoflaplan
Prälaten Zacher, dem Abt des Stiftes Wilten.
Hierauf hielt der Ergänzungs. Wezirlokommandant
von Innol ru# C Oberstleutnant Weißlopf.
der die Geschichte der Tiroler Kaiserjäger bis
in die neuere Zeit schreil.. eine Ansprache vor
der Generalität, demn Of fiiziertorpo und den
Festgästen, die in ein Hoch auf den allerhöchsten
Kriegeherrn und Regimentsinhaber ausllang.
Am Denkmal der gesallenen Kaiserjäger,
am Monument Andrä Hofers, im Militärfrieddof
und am Grabe des Obersten
Potschla, der die ältere Geschichte der Kailerjager
versaßt hatte. wurden Kränze niedergelegt.
Am Abend veranstaltete die Regiments-Ersatmusik
ein Konzert zugunften des Kriegsinralidensonds
des Regiments. Das eigentliche
Fest der Grundung ist der Friedenzzeit
rorkehalten, wenn unsere Kaiserjäger siegreich
heimgele##ert sein merden. Die „Tiroler Soldatenzeitung“
bringt in ihrem amtlichen Teil
einen Armeelefehl des Landesverteidigungokommandanten
von Tirol, r. Daull, in dem es
heißt: „Ströme Tiroler Blutes sind geflossen
und in Treue und Ehrfurcht neigen wir uns
im Angedenten dieser Helden. Aber das kostbare
Opfer iit nicht umsonst gebracht; denn
wol#in uir heute unseren Blid menden ringsum
slatiern unsere Fabnen im Glanze des Sieages,
und am hundertsten Jahreslage stehen.
die Kaiserjäger als treue Wächter auf den
Bergen der geliebten Heimat. Baid, Kaiserjäger,
wird die Stunde schlagen, in der wir
den heimtückischen Feind endgültig niederzwingen
für immer, zum Heile des Vaterlandes.
zum Ruhme unseres erhabenen Kaisers und
önigs, des allerhöchsten Inhabers Franz
Joseph J.“
Seeschiedene Nacbeichies.
Mainz. 18. Jan. Auf dem Truppenübungsplatz
bei Gosenheim stürzte ein Flugzeug mit
zwei Insassen, das sich zum Flug nach Darmstadt
erhoben hatte, ab. Der eine Insasse, Oberleutnant
Schröder, verbrannte, sein Begleiter,
Bizefeldwebel Zimmermann, ist schwer verletzt.
(Z.)
Künchener Neulsteulen.
München, 18. Jan.
lerger (Lederfabrik in München) haben dem
Magistrat den Betrag von 250000 Mark in
5 oiger Reichsanleihe zur Errichtung einer Stiftung
überwiesen, deren Zinsen zur Unterstützung
von hilfsbedürftigen, würdigen Kriegern, Invaliden,
sowie deren Wituen und Waisen ohne
Untersch ied der Konfession verwendet werden sol-
Die Gebrüder Hessellen.
Die Stiftung soll den Namen: „Gebrüder-Per
n "/tragen.
te M
nete m 8 der —— t e
"
bahnunglück. Ein Wagen der Linie 30 stieß
mit einem die Straße überquerenden Kohlenwagen
zusammen. Ein auf der vorderen Plattform
des Straßenbahnwagens stehender Fahrgast
wurde schwer verletzt. Der Wagen selbst
ist arg beschädigt, dien vordere Plattform vollständig
eingedrückt. Die Schuld soll an dem
Führer des Kohlenfuhrwerkes liegen.
Bcyerische Nachrichler.
Dinkelsbühl, 18. Jan. Der Bauer Georg
Müller aue Nestelberg begab sich diele
Woche auf den Viehmarkt nach Ellwangen zum
Ochsenkauf. Dort riet ihm ein Fremder, den
Kauf in Eggenrot zu betätigen, wohin er den
Müller auch begleitete. Auf dem Wege übersiel
der Fremde plötzlich den Bauersmann und
nahm ihm seine Barschaft mit 1600 Mk. ab.
Der Beraubte verständigte sofort die Gendarmerie
in Ellwangen, von wo aus telephonisch
das Signalement des Räuters, der in der
Richtung auf Eagenrot entflohen war, nach
Rosenberg gegeben wurde. Dem Landjäger in
Rosenberg gelang es auch, den Straßenräuber
bei seinem Eintreffen in diesem Orte sestzunehmen.
Hier entpuppte sich der Täter, der
nach längerer Vernehmung das Verbrechen mgesland,
als der verheiratete Biehtreiber Felir
Blau aus Hall. Er wurde ins Landgerichtsgefängnis
eingeliesert.
TLandshut, 18. Jan. Eine Garnison sollte
Geiselböring in Niederbayern erhalten. Wie
verlautet, war schon eine militärische Abordnung
dort, um Erhekungen zu pflegen. Die Gemeindevern
altung hat aber jetzt beschlossen, wegen der
hohen Rosten auf den Plan zu verzichten.
Bamberg, 18. Jun. Am Monlag brach
in der Dessauerschen Pechsabrik Feuer aus, das
durch die großen Robmaterialienvorräle reiche
Nahrung fand. In laum zwei Stunden war
die ganze Fabrikanlage eingeäschert. Große
Peck-, Harz" und Oelvorräte sind mitverbrannt,
elenso für etma 10u/01000 Mkl. Leder, das in
einer angel auten Halle untergebracht war. Der
Gesamtschaden beträgt 600110 Mk. Die Entsiehungsursache
ist unbekannt.
h on
Bad Aibling, 18. Jan. Am Montag siel
der Gärtner Schönfuß des Kurhotels Ludwigobad
am Badehause infolge Bruches von Sprossen
in ansehnlicher Höhe von der Leiter kopfüber
zu Boden. Er erlitt nelen anderen Verlehungen
einen Oberarmbruch und eine Zersplitterung
des Fersenbeines.
Au b. Aidling, 18. Jan. Die Versammlung
des Vollsvereins für das tath. Deutschland
am letzten Somtag nahm einen erfreulichen
Verlauf. Zahlreich haben sich Männer und
Frauen, auch aus den umliegenden Gemeinden
eingefunden. Landtagsabgeordneter Scharnagl
berichtete über die wirtschaftliche Lage Deutschlands
über die Aushungerungspolitik Englands,
über das Verhältnis von Produzenten
und Konsumenten und über die Aussichten nach
dem Kriege. Er erntete reichsten Beifall. Patriotische
Lieder und Gedichte sanden ebenfalls
allseitigen Anklang.
Willing. 18. Jan. Wie verlautet, stehen
die Triebu#erlbesitzer der hiesigen Gemeinde zurzeit
mit einem Großtraftner! wegen Verlaufs
ihrer Wasserlraft in Verllandlungen. Ec ist ein
Werl für Licht und Kraft bei Willing geplant.
eerenn“
Rosenheim, 19. Jan.
Auszeichnungen im Felde. Der Unterofsizier
Fritz Schropp im 1. Jus.-Reg.,
Schmiegersohn des Rathausvernalters Winter
in Rosenheim, wurde mit dem Eisernen Kreuz
ausge: eichnet. Die Auszeichnung wurde ihm
im Felde vom König selbst überreicht.
ie Verwundeten im Kaiserbad
nehmen an Frend und Leid der Stadt regen
Anteil. Auch wenn ein tapferer Mitlämpfer in
heimischer Erde zur letzten Ruhe gebettet wird,
geben sie ihm das letzte Geleite. Auch am
letzten Samstag fehlten sie nicht, als Herr
Kaufmann Alois Reich zu Grabe getragen
wurde. Sie folgten mit ihrer Führung dem
Sarge und widmeten dem Verewigten ein trauerndes
Gedenken. Ehre den Wackeren, die ihres
eidenden, Zustandes nicht achten und also Pielät
üben
Krie *• Zehnerl. Die bayerische Münze
hat vom Reichsschatzamt die Prägung von eisernen
Zehnpfennigstücken zugewiesen erhalten.
Wann mit der Prägung begonnen wird, steht
noch nicht sest, zumal das Prägematerial noch
nicht in München eingetroffen ist und zudem
von den kewiesenen eisernen Fünferln erst ein
Teil ausgeprägt ist.
Der erste Balkanzug in der Richtung
nach dem Westen ist am Dienstag Mittag in
Konstantinopel abgefahren. Die Abfahrt gehalten
sich sehr festlich unter Hae Teilnahme
der Bevöllerung. Der Zug ist voll besetzt. E
wird morgen Donnerstag u 9.15 Uhr bende
in München eintreffen, also etwa um 8.15 Uhr
durch Rosenheim fahren.
Nach schwerer Krankheit geht Herr
ferschmiedmeister J. Voggenauer in Rolenheim
leiner Genesung entgegen. Er erkrankta
an Blinddarmentzündung und mußte sich
einer Operation nach München begeben. E
Justand war bereits bedenklich, doch nahm
Operation einen sehr guten Verlauf, sodaß
Voggenauer bald wieder völliger Genesung
erfreuen dürfte. Zu diesem guten Ausgang
glückwünschen mir ihn bestens. Seine zahlrei
Geschäftöfreunde, die bisher nur gewohnt
ren, ihn steis rastlos tätig zu sehen, werden
freuen, wenn Hr. Voggenauer die Leitung
nes umfangreichen Betriebes bald selbst wie
wird führen können.
Der Pensionistenverein Rosenhe
hielt jüngst seine gut besuchte ordentliche Ge
ralversammlung. Bei Erstatiung des Jahrn
berichts wurde darauf hingemiesen, daß infe
seinerzeitigen Beschlusses der Pensionisten-L
desverband und damit auch der hiesige Or
verein mit Rücksicht auf die durch den Krieg
schassene Lage sich jeder öffentlichen Agitat
um Aufbesserung der Altpensionisten enthal
habe, ein Alt der Entsagung, der gewiß die
erkennung der Regierung und der Oeffentlich
verdienen dürste. Freilich sei infolge der fur
Laren Kriegoteuerung die Eristenz vieler P
sionisten und Staatsdienermwituen, deren Bez
schon vor dem RKriege ganz unzulänglich war
aufs äußerste erschuert und gefährdet. Es
darum dankbar anzuertennen, daß die cht
lichen Gewerlschaften und der Bayer. Post--EisenLahnerverband
in ihrer Eingabe um #
nmährung von Teuerungszulagen auch für
Pensionisten eingetreten seien. Der Pensionist
verein Nosenheim habe durch den Beitritt ei
Anzahl Traunsteiner Pensionisten einen erfr
lichen Mitgliederzuwachs belommen. Die w
schaftliche Tätigleit des hiesigen Vereins sei a
im versflossenen Jahre nach Möglichleit z
Nutzen der Mitglieder sortgesetzt worden. 1
Vereinolassier erilatiele sodann Kassabericht!
erhielt Entlasiung. Es murde beschlossen,
die ganze Dauer des Krieges nur die hal!
Jahresbeiträge zu erkeben und dem Verein
Namen „Pensionistenverein Nosenheim Tra
stein“ unter entsprechender Statutenänd''#n
leizulegen. Nach Erörlerung mirtschaftlicher?
gelegenheiten und Wiederwahl des bisherit
Vorstands schloß der Vorsitzende mit einer
triotischen Huldigung die Versammlung.
Krauten-Unterstützungs-Vere
„Concordia'. Die am verflossenen So
tag im Flötzinger Löchl abgehaltene orde
liche Generalversammlung, die das 33. J.
des Bestehene des Vereins binter sich hat, wu
vom eriten Vorstand, Herrn Ziegler, eröfft
Eingango warf er einen Rückblid auf das. 1
den des Welttrieges, dem leider auch von
57 im Felde slehenden Mitgliedern won"
zum Opfer gefallen sind, und zwar die H#r
Mascher, Brannreuther und Sterzl. Der A
sorderung, sich zum Zeichen der Trauer ###
den Sitzen zu erbeben, wurde bereitwilligst Fo
geleistet. In Erledigung der Tagesordm
wurde der vom Kassier Widemann mustergül
geführte Kassabericht der Unterstützungske#
verlesen, der über bas Wirken des Vereins!#
seine Tätigkeit sehr erfreuliche Resultate zeis
Bei einem Mitgliederstand von 254 orde
lichen und 5 Ehrenmitgliedern sind im verst
senen Vereinsjahre 2128.20 Ml. Einnahn
und 1669.98 M.. Ausgaben zu verzeichn
Der Barbe#tand beträgt 82.3.31 Mk., sor
sch lieht die Kasse mit 5423.33 Mk. ab, wo#
460XK Mi. verzinslich angelegt sind. Auch
Krieger und deren Familien murde in weit
gehendem Maße gedacht, um ilnen ihr Los
erleichtern. An Familiennnterilützungen w
den 237.20 Mk. und für Liebesgaben 82
Mark verausgabt, somie 570.00 Mk. fur s#
lausende Beitrage der im Felde stehenden r
glieder. Auf Vorschlag des Vorflandes Zi
ler murden neuerding? 3—50 Mk. für Un
slützung der verheirateten Familienangehöri
an Barmitteln und der ledigen an Liebesga
zugewiesen. Dem Kassier wurde ein jährlit
Betrag von 200 Mk. als Manlogeld bewill
Der Kassabtericht der Fierbelasse zeigte eb
falls segensreiches Wirlen. In sieben Ster
sällen wurden 2384.30 Mk. ausbezahlt.
Eimahmen weisen einen Betrag von 2636
Mark auf, so daß ein Ueberschuß von 251
Mark zu verzeichnen ist. Das verzinslich
gelegte Stammkapital beträgt 11 951.92 ?.
Somit steht der Sterbekasse ein Barvermö
von 12 103.84 Mk. zur Verfügung. Das Ga
zeigt, daß auch das verflossene Vereinsjahr
beiden Kassen bereicherte und somit der
kunft unbesorgt entgegengesehen werden ka
Hierauf wurde der schön und ausführlich
gesaßte Jahresbericht durch den 1. Schriftfüh
Stöckl verlesen. Der Punkt Neuwahl fand
durch rasche Erledigung, daß der Gesamta
schuß durch Akklamation wieder gewählt w’n.
und er sich bereit erklärte, die Leitung des *#
eins für das Jahr 1916 zu übernehmen.
ein im Felde stehendes, zurzeit in Urlaub,!
weilondes Mitglied wurde eine Sammlung
anstaltet, die einen ansehnlichen Betrag für
tapferen, Vereits zweimal verwundeten ul
der hergestellten Mitkämpfer eintrug. Auch
dachte der Vorstand des Mitgliedes Kellh
welches mit dem Ludwigs-Kreuz ausgezei
murde. Der 2. Vorstand Mörtl dankte im!
men des Ausschusses und der Mi lie l
1. Vorstand Jiegler für seine — iche
tigkeit im Vereine, worauf die so schon
lausene Versammlung gelschlolsen wurde.