Full text : Preussisches Hebammen-Lehrbuch.

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Die  Bewegungen  des  Kindes  fühlen  sich  für  die  flach
aufgelegte  Hand  stoßend,  schlagend,  zuckend  an.  Mit  den
Bewegungen  der  Gedärme,  welche  die  aufgelegte  Hand  ebenfalls
  wahrnimmt,  sind  sie  für  den  geübten  Beobachter  nicht
leicht  zu  verwechseln.

Gleich  wie  der  Herzschlag,  so  sind  auch  die  Bewegungen
des  Kindes  erst  in  der  zweiten  Hälfte  der  Schwangerschaft
wahrnehmbar.

Oft  vergeht  eine  längere  Zeit,  bis  von  dem  Kinde  eine
Bewegung  ausgeführt  wird.  Bisweilen  gelingt  es  dann  durch
Hin=  und  Herschieben  des  kindlichen  Körpers  eine  Bewegung
desselben  zu  veranlassen.

8.  78.

Die  deutlich  gefühlten  Teile  des  kindlichen
Körpers  erkennt  die  Hebamme  meist  erst  im  sechsten  bis
siebenten  Monat  der  Schwangerschaft.

Der  Kindesteil,  welcher  sich  am  leichtesten  herausfinden
läßt,  ist  der  Kopf.  Man  fühlt  ihn  innerlich  bei  Erstge—
bärenden  vom  siebenten  Monat  an  über  dem  Scheidengewölbe
  wie  eine  im  Wasser  schwimmende  Kugel,  die  auf  die
Fingerspitze  zurückkehrt,  wenn  man  sie  in  die  Höhe  gestoßen
hat.  Auch  äußerlich  gelingt  es  oft  schon  mehrere  Monate
vor  der  Entbindung  den  Kopf  oberhalb  der  Schamfuge  in
der  früher  besprochenen  Weise  zu  fühlen.

Etwas  später  gelingt  es  außer  dem  Kopf  auch  die  kleinen
Teile  des  Kindes,  die  Gliedmaßen,  äußerlich  mit  den  aufgelegten
  Händen  herauszufühlen.

S.  79.
Nur  wenn  die  Hebamme  eines  der  3  besprochenen