Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei der Heeresgruppe des Generals v. Linsingen
wurden das Dorf Liniewka (westlich von Sokul) und die südlich des Dorfes liegenden
Stellungen mit sjürmender Hand genommen.
Sonstk keine wesentlichen Zeränderungen.
Balkankriegsschauplatz. Außer Artilleriekämpfen zwischen dem Bardar und
dem Doiransee ist nichts zu berichten.
Oberste Heeresleitung. (W. T. B.)
Wien, 28. Juni. Amtlich wird verlautbart.
JKussischer Kriegsschauplatz. Bei Kuth wiederholte der Feind seine Angriffe
mit dem gleichen Mißerfolg wie an den VBortagen. Sonsfi in der Bukowina und
in Ostgalizien nichts Neues.
Südwestlich von Nowo-Hoczasew schlugen unsere Vorposten fünf Nachtangriffe
der Kussen ab. Wesilich von Torezyn brach ein starker russischer Angriff in unserem
Artillerie, und Infanteriefeuer zusammen. Wesilich von Sokul ersfürmten deutsche
Truppen das Gehöft von Liniewka und mehrere andere Stellungen.
Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern griffen die Italiener zwischen Etsch
und Brenta an mehreren Stellungen an; so im Val di Fokxi, am Dasubio, gegen
den Monte Rasta und im Vorterrain des Monte Zebio. Alle diese Angriffe wurden
blutig abgewiesen: bei den von stärkeren feindlichen Kräften geführten Vorstößen
gegen den Monte Rasta fielen 530 Gefangene, darunter 15 Offiziere, in unsere Hände.
An der Kärntner Front wiederholte der Feind seine fruchtlosen Anstrengungen
im Plöckenabschnitt. Seine Angriffe richteten sich hauptsächlich gegen den Freikofel
und Großen Dal. Stellenweise kam es bis zum Handgemenge. Die braven Ver-
teidiger blicben im festen Besitz aller ihrer Stellungen. An der küstenländischen Front
war der Artilleriekampf zeitweise recht lebhaft. Unsere Flieger belegten die Bahnhöfe
und militaärischen Anlagen von Treviso, Monte Belluno, Vicenza und DHadua sowie
die Adriawerke von Monfalcone mit Bomben.
Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalskabes.
v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. (W. T. B.)
Lusikämpfe über dem Rigaischen Meerbusen.
Berlin, 25. Juni. Am 26. Juni zwang eines unserer Marineflugzeuge am
westlichen Eingang zum Rigaischen Mcerbusen im Kampf mit fünf russischen Flug-
zeugen eines derselben zur Landung.
Im Berlaufe eines weiteren Tustlampfes, der sich zwischen fünf deutschen und
ebenso vielen russischen Flugzeugen in derselben Gegend abspielte, mußten zwei feind-
liche Flugzeuge schwer beschädigt landen. Eines unserer Flugzenge ging infolge