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Oestlicher Kriegsschauplah und moazedonische Front. Keine größeren
Kampfhandlungen.
Italienische Front. Nordöstlich von Asjago wiederholte der Feind seine erfolglosen
und verlustreichen Angriffe, um die verlorenen Höhen zurückzugewinnen.
Zwischen Brenka und Diave brachten die letzten Tage den verbündeten Truppen
in schwierigem Gebirgskampfe neue Erfolge. In vorbereiteten, von Natur aus *
starken Stellungen suchte der Italiener uns jeden Fußbreit Zodens streitig zu machen. 3
Neu herangeführte Kräfte warf er den vordringenden Truppen entgegen. Der unüber- *5
windlichen Angriffskrast unserer Infanterie waren sie nicht gewachsen. Schritt für
Schritt, zähe sich wehrend, wich der Feind zurück.
In besonders erbitterten Kämpfen wurden Quero und der nordwestlich vorgelagerte
Monte Cornella erstürmt und der Feind in seine stark ausgebauten Stellungen auf
dem Monte Tomba zurückgeworfen. Deutsche Sturmtruppen und das boenisch-
herzegowinische Infanterieregiment Nr. 2 zeichneten sich hierbei besonders aus.
1100 Italiener fielen in die Hände der Sieger.
An der unteren Diave schwoll der Feuerkampf zeitweilig zu großer Hestigkeit an.
Der Erste Generalquartiermeister.
TLudendorff. (W. T. B.)
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Erfolgloser italienischer Gegenangriff am Monte Tomba.
Großes Hauptquartier, 20. November.
Uestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz RKupprecht: Der
Artilleriekampf in Flandern nahm gestern nachmiltag vom Houtholster Walde bis
Zandvoorde bedeutend zu und hielt auch die Nacht über mit unverminderter Hestigkeit
an. Starkes Zerstörungsfeuer lag auf dem Kampfgebiete bei Doellapelle und
Dasschendaele.
Auch im Artois beiderseits der Scarpe, bei Zullecourt und Quesant lebte die
Gefechtstätigkeit auf. Feindliche Aufklärungsabteilungen wurden im Nahkampf
zurückgeworfen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: Nördlich von Soissons und auf dem östlichen
Maas-lser war das Feuer gegen die Vortage erheblich gesteigert; ihm folgte gegen
den Chaume-Wald der Angriff eines französischen Bataillons; er wurde mit schweren
Verlusken und unter Einbuße von Gefangenen abgewiesen. Anser Vernichtungsfeuer
zerschlug den noch mehrfach am Abend zur Wiederholung der Angriffe sich rüftenden
Feind in seiner Bereitstellung.
Unternehmungen eigener Abteilungen nördlich und östlich von Berdun hatten Erfolg.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine größeren Kampfhandlungen.
Mazedonische Front. Auf dem westlichen Wardar-ser drangen bulgarische
Stoßtrupps in die französischen Gräben ein und machten Gefangene.
Italienische Front. Starke Gegenangrisse der Italiener gegen die von uns
eroberten Stellungen am Nordhange des Monte Tomba führten gestern zu erbitterten