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Sest dem 15. Juni büßte der Italiener über 50 000 Nann an Gefangenen ein, darunter
eiwa 1100 Offiziere. Die Gefsamiverluste des Feindes sind — bei strengster Schähung — mit
150000 Mann zu berechnen. Der Chef des Generalstabes. (W. T. B.)
ZReichskanzler Graf Hertling und Staatssekretär v. Kühlmann
Über Friedensbereitschaft und Siegeszuversicht. — „Einige
Mißverständnisse.
Berlin, 25. Juni. In der heutigen Reichstagssitzung erklärte der Reichskanzler v. Herkling *
u. a.: Es liegt mir daran, einige Mißverständnisse aus mräumen, die, wie mir scheint, bei der 9r
Betrachtung des zweiten Teiles der gesirigen Rede des Staatssekretärs v. Kühlmann obgewaltet *
haben. Die Tendenz dieser Ausführungen des Staaissekrefärs war lediglich, die Verantworiung *
an der Fortsetzung und unabsehbaren Dauer des enisetzlichen Krieges den feindlichen Mächten .
zuzuschreiben, ganz in dem Sinne, wie ich das hier am 24. Februar getan habe. Demnn von
einer Erlahmung unseres energischen Willens, von einer Erschütterung unserer Siegeszuversscht
kann ja doch selbstverskändlich nichi die Kede sein. (Lebhaster Beifall.) Kaiser und Reich,
Fürsk und BZolk arbeiten vertrauensvoll zusammen. (Erneuter Beisall.) Dieses Vertrauen
gründet sich auf unsere unvergleichlichen Truppen, auf ihre genialen Führer, auf das einheitlich
und unerschätterlich zusammenstehende Zolk, das so Großartiges in den hinter uns liegenden
vier Jahren geleistet hat. Wir dürfen hoffen, daß der Allmächtige, der uns bisher geholfen,
der uns von Sieg zu Sieg geführt hat, diese Treue des deutschen Bolkes belohne. (Stürmischer
Beifall.) Leber Einzelheiten wird nunmehr Staatssekretär v. Kühlmann selbst sprechen, um
Mißverskändnisse aus dem Wege zu räumen.
Stcatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Kühlmann sagte darauf: Grasf Westarp hat am
Schlusse der gestrigen Zerhandlungen mir den Gedanken zugeschrieben, ich wollte nicht die
Entscheidung durch die Waffen, sondern nur Verhandlungen herbeiführen. Dagegen muß ich
auf das enischiedenste proteskieren. Graf Westarp hat selbst gesagt, er könne sich nicht denken,
daß ich eine solche Meinung gehadt hätte. Der Sinn meiner Zede war direkt und klar.
Dabel lag der Schwerpunkt auf den militärischen Ersolgen, und die diplomatischen Zerhand,
lungen wurden nur als sekundär gekennzeichnet. Wir vertrauen auf die Siege der Vergangenheit
und hoffen auf die Siege der Zukunft, und an die Siege wird sich die diplomatische Arbeil
anschließen müssen. (WB. T. B.)
Vergeblicher englischer Angriff südlich der Scarpe.
Großes Hauptquartier, 26. Juni.
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Sübdlich
der Scarpe griff der Engländer gestern früh mit mehreren Kompagnien in breiten
Abschnitten an. Bei Feuchy und Neuville-Vitasse wurde er im Gegenstoß zurück-
geworfen. In den Nachbarabschnitten scheiterten seine Vorstöße in unserem Feuer.
Am Abend lebte die Artillerietätigkeit fast an der ganzen Fronf auf. Zwischen
n Arras und Albert und beiderseits der Somme blieb sie auch während der Nacht
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lebhaft. Mehrfach stieß der Feind zu starken Erkundungen vor. Er wurde abgewiesen
und ließ Gefangene in unserer Hand.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: Zwischen Aore und Marne zeiltweilig auf-
lebende Gefechtstäligkeit. Wesilich der Oise erbeuteten wir in Vorfeldkämpfen
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