Full text : Lehrpläne und Lehraufgaben für die höheren Schulen.

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Sphärische  Trigonometrie  nebst  Anwendungen  auf  mathematische
  Erdkunde.

I  A.  5  Stunden  woöchentlich.

Elementare  Theotie  der  Maxima  und  Minima.  Der
binomische  Satz  für  beliebige  Exponenten.  Dazu  an  Oberrealschulen
  die  wichtigsten  Reihen  der  algebraischen  Analysis;
ob  und  inwieweit  dieses  Gebiet  auch  an  Realgymnasien  zu
behandeln  ist,  bleibt  dem  Ermessen  des  Fachlehrers  überlassen.

Analytische  Geometrie  der  Ebene.

c.  Mekhodische  Bemerkungen.

Bezüglich  des  Rechenunterrichtes,  welcher  auf  den
Realanstalten  in  der  Regel  in  der  Untertertia  seinen  Abschluß
findet,  wird  auf  die  Bemerkungen  zu  dem  Lehrplane  der
Gymnasien  verwiesen.
Der  Umfang  des  mathematischen  Unterrichts  ist  nach
Stundenzahl  und  Lehraufgabe  im  Wesentlichen  ungeändert
eblieben;  nur  ist  eine  Verschiebung  in  der  Vertheilung  des
brstoffs  zu  dem  Zwecke  eingetreten  den  aus  Untersekunda
abgehenden  Schülern  eine  na  Möglichkeit  abgeschlossene  Vorbildung
  zu  gewähren.  Hinsichtlich  der  Gestaltung  des  Unterrichts
  in  dicher  Klasse  finden  die  zum  Lehrplane  der  Gymnasien
emachten  Bemerkungen  entsprechende  Anwendung;  die  größere
tundenzahl  ermöglicht  vor  allem  eine  ausgedehntere  Uebung
im  Einzelnen.  Die  Verminderung  der  wöchentlichen  Lehrnden
  in  der  Obertertia  der  Oberrealschule  um  eine  wird
ie  Bewältigung  der  Lehraufgabe  nicht  in  Frage  stellen,  sobal
die  gewährte  Zeit  gtt  ausgenutzt  und  der  Lehrstoff  auf  das
Fichlte  beschränkt  wird.
er  weitere  Ausbau  der  einzelnen  Gebiete  in  den
oberen  Kassen  wird  nach  den  Jahrgängen  der  Schüler  etwas
verschieden  sein,  und  zwar  in  den  Oberrealschulen  bei  der
rsr-  Stundenzahl  weiter  gehend  als  in  den  Realgymnasien.

m  Allgemeinen  ist  aber  darauf  zu  achten,  daß  überall  auf
icherheit  der  Kenntnisse  und  Gewandtheit  in  deren  Anwendung
das  Hauptgewicht  zu  legen  ist,  und  daß  dieser  Gesichtspunkt
bei  der  Auswahl  und  Ausdehnung  des  Lehrstoffs  maßgebend
sein  muß.  So  ist  z.  B.  bei  der  spharischen  Trigonometrie  nicht
ie  Herleitung  und  Einübung  der  in  den  meisten  Lehrbüchern
F  ebenen  Formeln  erforderlich,  sondern  es  genügt,  wenn  die
Küler  die  ersten  Sätze  richtig  ausgefaßt  haben  und  dadurch
ur  Berechnung  einfacher  Aufgaben  der  mathematischen  Erdunde,
  wenn  auch  auf  etwas  unbequemerem  Wege,  befähigt
werden.  Es  ist  ferner  darauf  zu  achten,  daß  der  Unterricht
auch  auf  der  obersten  Stufe  nicht  einen  ausschließlich  rech-