Metadata : Sagenbuch des Königreichs Sachsen

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bei  Batilly  mit  Granatfeuer  begrüßt,  das  indessen  über  uns
hinwegging.  Zwei  Batterien  der  Avantgarde  rasselten  an  uns
vorbei  und  nahmen  das  Feuer  auf,  während  Regiment  52
gegen  le  Pierre  Percé,  einen  nördlich  gelegenen  Weiler  mit
vorliegender  Waldparzelle,  vorging,  um  den  tapferen  Vertei—
digern  zuerst  im  Norden  Luft  zu  schaffen,  und  dort  sofort
kräftig  in  den  Kampf  eingriff.  Wir  folgten  indessen  auf  der
Chaussee.  Etwa  um  3  Uhr  kam  uns  unser  Brigade-Komman—
deur,  General  v.  Schwerin,  entgegen  und  rief  uns  zu:  „Nun
vorwärts,  Zwölfer,  löst  die  52er  ab  bei  der  Arbeit!“  „Jawohl,
  Herr  General!“  tönte  es  aus  den  Reihen  und  schneller
und  schneller  wurde  das  Marschtempo.  Bald  darauf  sprengte
auch  der  Chef  des  Generalstabs  des  III.  Korps,  Oberst  v.  Voigts-Reetz,
  an  unseren  Kommandeur  heran  und  rief  ihm  zu:  „Das
12te  Regiment  so  schnell  als  möglich  avancieren  gegen  die
Westseite  von  Beanne,  dringend  nötig!“  Eile  brauchte  er  uns
nicht  mehr  zu  empfehlen,  doch  bogen  wir  nun  rechts  von  der
Chaussee  ab,  marschierten  in  Angriffskolonne  auf,  wurden  dann
in  Halbbataillone  auseinandergezogen,  und  nun  begann  ein
Avancieren  über  ein  Terrain,  das  so  schwierig  wie  wohl  kein
zweites.

In  der  ganzen  Beauce  wird  außer  auf  den  Abhängen
der  Berge  der  Wein  auch  auf  dem  freien  Felde  gebaut.  Zu
diesem  Zwecke  ist  das  Feld  mit  lauter  parallelen  Gräben  versehen,
  an  deren  Rand  die  Weinstöcke,  dicht  gepflanzt  und  kurz
gehalten,  an  niedrigen  Drahtzäunen  gezogen  werden.  Dazwischen
  laufen  tiefe  Gräben  mit  steilen  Rändern  zum  Abführen
  des  Wassers.  Ein  solches  Weinfeld  bietet  das  wirksamste
  Annäherungshindernis,  und  durch  solche  Weinfelder  ging
unser  Marsch  bis  nach  Beaune.  Dazu  der  schwere  aufgeweichte
Boden,  in  dem  man  bei  jedem  Schritt  ausglitt  und  fast
stecken  blieb.

Unsere  Leute  aber,  die,  wie  man  nicht  vergessen  darf,  doch
zum  Teil  aus  Rekruten  bestanden,  die  erst  vor  kurzem  vom
Ersatzbataillon  zu  uns  gekommen  waren,  avancierten  bewunderungswürdig,
  wie  auf  dem  Exerzierplatz.  Einzelne  schlechte
Subjekte,  denen  bei  solchen  Gelegenheiten  die  Luft  zu  ungesund
wird,  gibt  es  natürlich  überall,  und  so  fiel  auch  von  meiner

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