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SULLY, von denen die drei letzteren ja auch schon in der pazifistischen
Literatur vor LAngE eine wichtige Rolle gespielt haben. CoMENIUS’ reli-
giös-sentimentale Humanität bildet die letzte Darstellung des vorliegenden
Buches, das in einer Betrachtung des Westfälischen Friedens ausklingt.
Der Verfasser verspricht in seinem Vorwort, daß dem ersten Band in
weniger langem Abstand ein zweiter folgen soll, der die Zeit von 1648 bis
1815 zum Gegenstand haben wird. Der Schlußband soll dann von 1815
bis zur Gegenwart reichen. Man muß im Interesse der Wissenschaft von
ganzem Herzen wünschen, daß uns LANGE diese besonders wichtigen Teile
seines standard works recht bald vorlegen möge ! Dr. Karl Strupp.
Zeitschriften:
Zeitschrift für öffentliches Recht, herausgegeben v. EDMUND BERNATZIKT,
MAx HUSSAREK, Hans KELSEN, HEINRICH LAMMASCH }, ADOLF MENZEL,
1919, Franz Deutike, Wien und Leipzig.
Diese Zeitschrift bildet die Fortsetzung der nach Abschluß des 3. Ban-
des infolge des staatlichen Umsturzes in der alten Form eingegangenen
„österreichischen Zeitschrift für Öffentliches Recht“. Neben der Bearbei-
tung des engeren deutschösterreichischen Rechts soll dem öffentlichen
Recht der süddeutschen Gliedstaaten, vor allem auch dem des Deutschen
Reiches erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet werden. Auch die Verbin-
dung mit dem Öffentlichen Recht der neuen auf dem Boden der alten
Monarchie entstandenen Staaten will die Zeitschrift pflegen.
Band 1, enthält außer einem Vorwort „zum Geleite“ und einem Nachruf
auf EDMUND BERNATZIK u. HEINRICH LAMMASCH folgende Abhandlungen:
Heft 1 und 2: MERKL, Die Organisation der Gesetzgebung in
der deutsch-österreichischen Republik; NAWIASKY, Der Aufbau der Regierungs-
und Vollzugsgewalt Deutschösterreichs nach der Gesetzgebung der provisori-
schen Nationalversammlung; KELSEN, Die Organisation der vollziehenden Ge-
walt Deutschösterreichs nach der Gesetzgebung der konstituierenden National-
versammlung; WITTMAYER, Zu den Voraussetzungen und Grundproblemen
der provisorischen Verfassung von Deutschösterreich; KuLsEn, Die Stellung
der Länder in der künftigen Verfassung Deutschösterreichs; MANNLICHER,
Die Stellung der Gemeinde im künftigen Aufbau der Verwaltung; SANDER,
Das Faktum der Revolution und die Kontinuität der Rechtsordnung.
Heft 3 und 4: PRIBRAM, Erkenntniskritische Betrachtungen zum Streit
über die Länderautonomie in Oesterreich ; TECKLENBURG, Die Staats-
willensbildung; SCHILDER, Die Zollvereinigungen und das Völkerrecht.
Heft 5 und 6: BrıIcHTA, Aufgaben und Wege einer Verwaltungs-
reform; FROEHLICH, Die Wirkungen des Staatsvertrags von St. Germain
auf unsere Verfassung; NEUMANN-ETTENREICH, Landesgesetz oder Land-
tagsbeschluß?; Txsar, Die Dienstpragmatik in der Judikatur des Verfas-