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Nr. 170.
Trageweise der Epaulettes. Achselstücke für Hauptleute, Rittmeister und Subaltern-Offiziere —
6S ausschließlich der Husaren-Dfsiziere —. z
Auf den Mir gehaltenen Vortrag bestimme Ich:
1. Mit dem Aufhören der für des verewigten Kaisers und Königs Friedrich Majestät von Mir
befohlenen Armee-Trauer werden Epaulettes wieder angelegt. Dieselben sind indessen von den
Offizieren aller Grade fortan nur zu tragen zur Gala, zum Paradeanzuge und in der bisher
üblichen Weise zum Gesellschaftsanzuge. Die Offiziere der Ulanen-Regimenter legen zum Dienst
stets Epaulettes an, sobald die Mannschaften mit solchen erscheinen.
Die Epauletthalter sind demgemäß auf den Ueberröcken nur noch von letztgenannten Offizieren
zu tragen, sowie von den inaktiven Offizieren mit den für dieselben vorgeschriebenen Abzeichen.
An Stelle der durch Allerhöchste Ordre vom 7. Juni 1866 für Hauptleute, Rittmeister und
Subaltern-Offiziere eingeführten Achselstücke sind fortan bei Neubeschaffungen die von Mir für
die gleichen Chargen genehmigten Proben maßgebend.
Marmor-Palais den 12. Juli 1888.
Wilhelm.
An das Kriegsministerium. Bronsart v. Schellendorff.
Kriegsministerium. Berlin den 23. Juli 1888.
Vorstehende Allerhöchste Kabinets-Ordre wird mit dem Hinzufügen zur Kenntniß der Armee gebracht,
daß die Ausgabe von Proben der erwähnten Achselstücke noch vorbehalten bleibt.
No. 399/7. 88. B. 3. Bronsart v. Schellendorff.
Kriegsministerium. Berlin den 23. Juli 1888.
Nr. 171.
Veränderte Bezeichnung Königlich Bayerischer und Königlich Württembergischer Truppentheile.
Nachstehende Allerhöchste Entschließungen Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Luitpold, des Königreichs
Bayern Verweser, bz. Seiner Majestät des Königs von Württemberg werden hiermit zur Kenntniß der
Armee gebracht: 4 · »
1. Das Königlich Bayerische 1. Ulanen-Regiment Kaiser Friedrich, König von Preußen führt
künftig die Benennung: „1. Ulanen-Regiment Kaiser Wilhelm II., König von Preußen“.
Das Königlich Württembergische Infanterie-Regiment Kaiser Friedrich, König von Preußen
(7. Württembergisches) Nr. 125 führt diesen Namen weiter; Offijiere und Mannschaften des
Regiments tragen den Namenszug des verewigten Chefs in der hierfür bestimmten Weise.
Zum Chef des Königlich Waritembergisseen Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm, König
von Preußen (2. Württembergisches) Nr. 120 ist Seine Majestät der Kaiser und König ernannt.
ie 13. Artillerie-Brigade (Königlich Württembergische) führt nunmehr die Bezeichnung:
„13. Feld-Artillerie-Brigade (Königlich Württembergische)“, «
das 2. Königlich Württembergische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 29 die Bezeichnung:
„2. Württembergisches Feld-Artillerie-Regiment Nr. 29 Prinz-Regent Luitpold von Bayern“.
No. 631/7. 88. A. 1. Bronsart v. Schellendorff.
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Kriegsministerium. Berlin den 15. Juli 1888.
Nr. 172.
Stimmung der Signaltrompeten.
Die Signaltrompeten der Kavallerie, Feldartillerie und des Trains sind — bei den erstbezeichneten beiden
Wahsen nach Maßgabe der Ueberführung der Musilinstrumente in die Pariser Stimmung — aus Mitteln
der Truppentheile auf den neuen Normalton umzustimmen.
88. B. 3.
No. 334/5. Bronsart v. Schellendorff.