Campagne
Landmann. -agne (-änf), f.; —, —: s. Cam-
pagna: 1) Feld; Landaufenthalt: Maison lmäsöng!
de c. od. C., Lanrhaus c.; Die C—nn. L##ewald Genf.
99; 102 ½. —2) Felrzug. G. 2 5, 1 2c.; C.-Dienst.
Hatl, 21, 289; Spielhagen Pr. 3. 154 c.; Gefahren
einer Winter-C. 8, 131 2c.; Übrtr.: Während der
Wahl-C. [des Wahlkampfs 2c.] veranstalteten die
meisten Blälter Separatausgaben, welche die C.-Aus-
gaben genannt werden. Volksz. 16. 261 2c. — 3)
(l. 2) bei Gewerben, wo es darauf ankommt, daß
der begonnene Betrieb bis zu seiner Beenigung
möglichst ununterbrochen in Gang bleibt, — die
Zeitdauer od. Periode eines solchen Betriebs, z. B.:
die Zeitdauer eines Ofens in einer Eisen= (Karmarsch
1, 575), Glas= (2, 136) Hütte 2c.: Während vieler
Berriebs-Cn wirdt bier ein gutes Roheisen erzeugt.
DVittitlj. 18, 333; In der Brenn-C. lder Spiritus-
brennereien! 1866—67 2c. U 13. 20, 280 2c. — 4)
(seem., vgl. Caranne, Capanje) das Verdeck über
der obersten Kaju#lte: Die C. stumm, der Mastkorb
leer. Kreiligrath SW. 1, 357 2c.; Die „Kampanje“
reicht vom Besabnmast bis zum Heckbord. Vorn bat sie
ein zierliches Geländer, den Kampanjebogen. Bobrik
365; Kampanje= lod. National--) Flagge. edd.
290 ꝛc.; bei Heyle: Das Campän, vgl. ferner: Das
Kamärsje ist der Name eines schmalen Ganges ober-
halb der Kafüte des Kapitäns. v. dem aus derselbe seine
Befehle ertheilt. Banner Rebell v. Lüleck 1, 25. — 5)
als Spielausdr.: Ein Paroli (s. d.) de c., ein be-
trügerisch gebognes Paroli; Eine case (kaf'] de c.,
beim Tricktrack, ein unberechtigt gemachtes (d. h.
mit 2 Damen besetztes) Neld c. agnuole (it.
—anj-), m., —; -n: Landmann: Bei der Hürte des
Cn. PHtyst N. 127 2c., in ganz it. Form: Cam-
pagnuol-o, Mz.: -i. -än, n.: s. Camragne 3.
äng (it.), f.; -äne: 1) s. Campagna. — 2) Glocke
(s. d. Ss.), z. B.: Die C. del defünti, die Torten=
glocke, läutete. Zank Bild. 1, 349 2c.; Das Herz ist
bier so unbrauchbar, wie eine Lunge unker der luftleeren
C. lder Luftrumpel. Häleis Bul. 192 2c. äne,
f.; —m: Campana; auch: Keffelgewölbe unterm
Festungswall mit Schießlöchern nach dem Graben
binaus. anella, f.; elle: Glöckchen, Schelle,
Klingel 2c.; auch als Name von Wirthshäusern:
Der Abend wurde bei einer Foglietta Orvieto in der
Palombella od. C. zugebracht. Bodenstedl E. 1, 207;
Die „Goetbe-Kneipe“ Goethe's C. Gutzkow 3Z. 8,
32. anctla, f.; étte: Glockenspiel. -aniförm,
a.: glockenförmig. -anile, m., —; —8, kli:
Glockentburm: Der C. des Kreml. Ualß. 20, 197
(s. Kolokolnik), auch: Art Wendelschnecke, Türbo
iẽrebra. -anje: s. Camragne 3. anolög (lat.=
gr.), m., -en, —s; -en: Einer, der den Glockenguß
lehrt. Dazu: C-ie, f.; c-isch, a. -änula, k.;
—8, len [/§ 24, 1!: „Glöckchen“, Glockenblume:
Violblaue Kampanulen. Berlepsch 56; C—s umschlingen
die Sihlütze. ISohl Par. 2, 22; die ganze Gatt.:
Camranulacekn. ärius (mlat.), m. I§ 24, 21:
Feld-, Flur-Hüter, = Schütz. ed ör (span.), m.,
—# z;-es: Kämre, Kämpfer 2c.: Von dieser Sitte führte
der Cid den Namen Barraz od. C., d. h. Herausforderer.
Campu 601
Scho 2, 109. — Campeche (frz. kangpäsch'): s.
Kampesche. — Campelogie (gr.), f.; —(eyn: Lehre,
Lehrbuch von den Krümmungen, Kurven (s. d.),
Kampylogrammik. — Campement! (krz. kang’'mäng),
n., —; —: das Lagern v. Truppen; Feldlager 2c.:
Häuser, die nebst mebrern hölzernen Kasernen ein ansehn
liches C. bilren. Junghuhn Java 67. — Kampemeter
(gr.), m., —#; uv.: Krümmungslhalbymesser. —
Kamposche: Stadt u. Bai in Meriko. Daber:
Kl(-n)-Hotz. Blauholz, s. Hämator#lin. — Campest-
er llat., § 24, 3, risö); -risch, a.: zum Feld
gehörig, nam.: dort wachsend 2c. — (Kampf-),
Kämphl-er (ar. 2c.), m., —#; uv., zöre: eine von
den fluchtigen Olen sich hauptsächl. nur durch die
Nichistüssigkeit unterscheidende Gattung Pflanzen-
stoffe, darunter nam. der aus dem K.-Baum,
Läürus ccmphora, gewonnene, v. durchdringen-
dem Geruch, als Arznei angewandt rc., s. Kormoarsch
2, 338. vgl. Ohen 2, 114 ., s. auch: Bambus-K.
od. Tabaschir (s. d.); Daryl 2c., auch: Das Haar,
sonst moschusschwarz, will werden k.-weiß,! der Busen
k.-kalr, der sonst war moschusheiß. Rücher! BrE. 330 rc.;
K.-Aster, Tarchonänthus camphorälus; = Essig,
Lösung v. K. in Efsig;-Geist,-Spiri#us; baltig;
Harz, nam. von Cinnämomum cämphora (K.=
Zimmt); Klisse, Unxia; = Krarv, Anuthosper-
mum; = Kraut, Camphorésme: = Milch, k.-haltige
Emulsion; -Ol, v. der K.-Neder Dryobälanops
cämphora; auch: eine Mischung von Ol u. K.;
Pflanze, Klisse = Spiritus, Auflösung v. K.
in Spiritus;-Zimme) , s. o. .Sarzc -erieren,
tr.: mit Kampher mischen: Das tampberierte Ter-
rentindl. folke Th. 1, 169. in, u., —(e)s; 0:
höchst gereinigtes Terpentinöl: Die v. W. M#ung er-
fundene K.= od. v. ihm s. g. Vesta-Lampe. Karmorsch 1, 411.
Sora, f. 18 24, 1): Kampher. — Kämphu, m.:
Art feiner chines. Thee (Campoe, Camroy, Cancho,
Campn, Sumlo od. Semlo. Enkcykl. f. Kaufl. 730a,
vgl. Ohen 3. 1182). — Camp--feren (frz.), intr.
(baben): v. Truppen 2c.: im Feld liegen, lagern:
Campierpfabl, Standpfahl. - Aleting (engl.),
s. M. —o: 1) (span.) m., n., —#; —: a) Feld rc.,
nam.: sieprenartige Ebne. 3rehm Bild. 87; Sab.
400; Große C—z od. offne Ebnen. Slodus 7, 139b;
Ihr werdet einen armen Teufel bei solchem Weiter nicht
wieder in das C. hinansjagen wollen. Gertäcker WW.
20 :2c. — b) Art spanischer Wolle. — 2) (it.) m.,
n., —; -i: a) Feld 2c., z. B. auch von manchen
Plätzen in Städrten. Uat3. 20, 129; Resie, welche
das C. vaccino Jwatsch-, das Kuhfeld] umgeben.
Guhl 2. 146, v#gl. Forster It. 1, 190 2c.; nam. auch:
Beim Eintritt in den C. sáAnto (6—, Gottesackerl.
87; Die klassischen Campi santi v. Italien. Garunl.
16, 10a 2c. — b) „Acker“, als Feldmaß in Nord-
italien. — Camp-on, on#: s. Kamphu. —
Kämpong, n., —#; —s: auf Java — Dorf. Ausb.
39, 904a; 949a; 1244 a 2c.; Junghuhn 36; 17; 60;
70 2c. (s. Patok). — Kamptülikon (gr.), n., —;
0: Material, aus sein gemahlnem Kork u. Kaut-
schuf od. Guttarercha, stark zusammengerresst, zu
Fußböden 2c. Uaur 14, 218b. — Cämpu: s.