Metadaten : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Hummer  23

Eolsenheim̃elk  Anzelger

Dlenstag,  F0.  —  1017

 

Beförderungen  in  ber  Armee.

VBerlin,  26.  Januar  Zum  General  der
Infam#rie  wurde  der  bisherige  Generalleut.
nant  Kponprinz  des  usschm  s  u.  Kron  ·
prinz  von  Preuhen  befördert.  Der  General  der
Infamerie,  früher  Chef  des  GEeralstabes  v.
Fall  yhn,  wurde  zum  Chef  des  Deutsch  Or
dens-Infanterie-Regiments  Nr.  152  ernannt.

1  Ehrung  der  deutschen  Presse.

Berlin,  26.  Januar.  Der  Vorsitzende  des
Reichsverbandes  der  deutschen  Presse,  Hauptschriftleiter
  Panl  Marr  in  Berlin,  hat  das
Eiserne  Kreuz  2.  Klasse  am  weiß  schwarzen  Bande
  erhalten,  was  als  eine  Auszeichnung  der  gesamten
  deutschen  Presse  zu  betrachten  ist.

Das  Verdienstkreuz
für  Kriegs.  Hilfe.

Berlin,  28.  Januar.  Der  Kaiser  verlieh
mläßlich  seines  Geburtszestes  einer  Anzahl  Ar.
beiter  und  Arbeiterinnen  in  den  Kriegswerk.
stätten  Berlins  das  neugesstiftete  Verdienstkreuz
für  die  Kriegshilfe.  Die  Auszuezeichnenden,  darunter
  eine  64jährige  Frau  und  ein  70jfähriger
Mann,  erhielten  das  Kreuz  von  Exzellenz  Gröner
  persönlich  überrcicht.  Das  Verdienstkreuz  ist
ein  achtspitziges  Krenz  aus  grauem  Kriegs.
Metall.  das  auf  der  Vorderseite  die  Inschrift
„Für  Kriegshilfsdienst“  trägt  und  auf  der  Rückseite
  den  gekromen  Namenszug  des  Kaisers.
In  der  Ordensreihe  hat  es  seinen  Platz  hinter
der  Rettungemedaille.  doch  vor  den  Orden  3.
Klasse,  ist  also  eine  hohe  Auszeichnung.

Die  Hindenburg.  Spende.

Berlin.  28.  Januar.  Graf  Schwerin-Löwitz
richtete  in  seiner  Eigenschaft  als  Vorsitzender
der  Verwaltungsstelle  der  Hindenburg.  Spende
der  deutschen  Landwirte  an  den  Kaiser  ein  Telegramm.
  in  dem  es  heiße:  „In  der  kurzen  Zeit
von  eltwa  sechs  Wochen  bis  heute  sind  nach
den  bei  der  Verwaltungsstelle  der  Hindenburg-Spende
  der  deutscken  Landwirte  eingegangenen
  Meldungen  bereits  mehr  als  112  Mill.
Kilogramm  Sc„malz,  Speck  und  Fleischwaren
für  die  Rustungsarbeiter  der  deutschen  Industrie
gespendet  worden.“  Der  Kaiser  dankte  in  ei.
nem  Telegramm  für  diese  Mitteilung  u.  sagte:
„Die  Vaterlandsliebe  und  die  Opferwilligkeit
der  deutichen  Landwirisckaft  werden  auch  wei.
lerhin  bis  zur  siegreichen  Beendigung  unseres
Exiftenzkampies  nic##t  nachlassen  in  treuer  Mit.
urbeit  und  der  Hilfe  in  den  Nöten  unserer
Oeit.“  .n
Sasonow.

Petereburg.  28.  Jannar.  Die  Ernennung
Sasonows  zum  VBotschafter  in  London  ist  amtlich
bekan#gegeben  worden.

Zu  Englands  Lage.

Berlin,  28.  Jan.  Dr.  Karl  Peters  verbffentlicht
  in  der  Täglichen  Rundschau“  einen
Artikel  über  die  Niederringung  Englands,
worin  es  heißt:  In  London  lebt  man  noch  heute
ahnlich  wie  im  H.  Die  Ernährung  ist  reichlich
  und  gut,  knapp  ilt  nur  der  Jucker.  Die  Preije
sind  gewiß  gegen  die  Friedenspreise  gestiegen,
aber  nicht  wesentlich.  Die  Furcht  vor  den  Zeppelinen
  ist  geschwunden.  se  tgdie  Abwehrmaßnahmen
  so  gut  wirten.  Offenbar  hal  man  unsererjseits
  aus  u:  Brüniger!  Schonung  oen  richtigen
Augenblick  verraßt.  Der  Engländer  fürchtet  eingig
  und  allein  den  rücksichtslosen  U-Bootzkrieg,
siheim  aber  nicht  zu  glauben,  daß  Deutschland

 

 

 

VBergung  eines  in  ein  —  arfe  #  fearzößschen  —  vanued.

 

sich  hierzu  entschließen  wird.  Jedensalls  empfin
det  der  einzelne  Engländer  jedes  versenkte  Hangeori
  von  einiger  Größe  als  Stich  ins  Herz.

Er  ist  sich  eben  darüber  klar,  daß  eie  beste  Lebenomittelvorsorge
  nichts  helfen  kann,  wenn  oie
englische  Handelsflotte  zerstört  und  damit  auch
die  Munitionszufuhr  unterbunden
Der  heutige  Mrchsopsverbranh  gestattet  keine
endlose  Vorsorge,  und  die  Vernichtung  der  Handelsflotte
  würde  England  seiner  Erwerbsquelle
  für  die  Zukunft  berauben.  Das  sind  die
beiden  Stellen,  an  denen  England  für  oie  Kriegführung
  und  die  Zeit  nach  dem  Kriege  sterblich
ist.  Daneben  soll  nicht  übersehen  werden,  daß
die  erhöhten  britischen  Verlustlisten  von  der
Westfront  in  den  betroffenen  Kreifen  ein  gewisses
  Nachlassen  der  Kriegsstimmung  erzeugt  haben.
  Ick  teile  diese  Angaben  hier  öffentlich  miit,
weil  ich  dies  für  meine  vaterlänvische  Pflicht,
halte.  Es  lohnt  sich  nickht,  sich  nebelhaften  Vorstellungen
  binzugeben.  Politisch  am  törichtesten
isl  ein  nicht  auf  Tatsachen  begründeter  Optimismus.
  Es  unterliegi  für  mich  keinem  Zweifel,

wird.

d

daß  die  Engländer  durch  falsche  Veröffentli.

chungen  und  zugeschnittene  Parlamentsreden  am
unsfer  Denken  verwirrend  einwirken.  Zweifellos
mütt  die  nückterne  Anschauung  cines  klarblickenden
  Beobachters  mehr  als  alle  trüben  öfsentlichen
  Statistiken,  die  in  den  meisten  Fällen  dem
genaniiten  weck  dienen  sollen.  Man  meiß  in
England  ganz  genau,  daß  es  hier  einfiußreiche
Kreise  gibt,  die  ihr  Heil  darin  sehen,  Eugiano
nicht  zu  sehr  zu  reizen,  was  doch  bei  verschärftem
U-Bootskrieg  angesichts  einer  Lebenmittelknaxpheit
  der  Fall  wäre.  Man  will  damit  oden
Deutschen  vortänschen,  ihr  bisheriges  Untersee.
bootesystem  sei  schon  wirtsam  genug.  Zurzeit  hat
England  freien  Seeverkehr  nach  Amerila  und
seimen  Kolonien  und  unterhält  noch  z#emlich  regelmätigen
  Verkehr  in  der  Nordsee.

Ein  Bierverbot  in  England.

Amsterdam,  28.  Jan.  Der  oenglische
Nahrungesmitteldirektor  Lord  Devonport  bestimmte,
  zum  Zwecke  der  Vermehrung  der  Vorläte
  an  Gerste  und  Zucker  für  Er.
nährungszwecke  und  zwecks  Ersparung  von  Arbeitskräften,
  Feuerungsmaterial  und  Trans,
portmitteln,  daß  die  Erzeugung  von  Bier  vom
1.  April  ab  eingestellt  werden  mulz.  Eine  entsprechende
  Einschränkung  wird  auch  bei  Wern

 

und  Spiritus  herbeigeführt  werden.  Zur  Be-Kr#ndung
  seiner  Anordnung  sagte  der  Lord,  es
Hhandle  sich  dabei  keineswegs  um  sam.
kes  mahnahmen,  oder  um  Maßhnahmen  der
sorialen  Resorm.  Die  nackte  Tatsache  sei,  daß
Gerite,  mucker  und  andere  Bestandteile  der
Biererzeugung  als  Nahrung  gebraucht  werden.
Durch  die  Verfügung  wird  die  Bierprodukticn
auf  50  Prozent  der  Produktion  vor  dem  Kriege
herabgesetzt.

##scher.  —

Vorbereitung  einer  englisch
lranzösischen  Offensive?

London,  28.  Januar.  Seit  Anfang  dieses
  Jahres  herrscht  ein  lebhaftes  Treiben  an  der
Front  in  Frankreich  Augenscheinlich  ist  eine  Pe.
riode  angebrochen,  in  der  eine  gröhere  Zahl
Häftiger  Vorstöße  zur  Vorbereitng  der  #t
ben  Offensive  nmN]m  ee  werden  soll,  die  im

Lause  der  näcksten  zwei  Monate  durch  eine  der
beiden  Parteien  unternommen  wird.  Auch  in
England  wird  emsig  an  der  Verstärkung,  der  Ar.
mee  gearbeitet.  Ueberall  werden  neue  Lazarelle
errichtet  .  England  herrsct  großes  Vertrauen,
aber  auck  tieser  Ernst.  Man  wisse,  daß  man
vor  harten  Notwendigkeiten  stehe.

Oeimlicher  Kriegsschanioß.

Die  Kämpfe  nördlich  der  Mitau.

Verlin.  23.  Jannuar.  (Drahtbericht.)  In
der  Nack:  vom  23.  auf  25.  Januar  flaute  die
Gefechtstätgileit  beidersets  dier  Aa  etwas  ab,
aber  schon  in  den  ersten  Morgenstunden  begannen
  sich  die  Russen  zu  regen.  Sie  stürmien
an  verschiedenen  Stelien  mil  Einsatz  immer  neuer
Truppenmassen,  durch  heftiges  Artilleriefeuer
unterslützt,  gegen  unsere  Stellungen  vor.  Ihre
Reihen  wurden  von  unseren  zsähen  Verteidi.
gern  buc  flablich  niedergemäht.  Aber  immet
wieder  wurden  die  Lücken  durch  neue  Reserven
  auegefulit,  die  in  den  Tod  getrieben  wur.
den.  So  wurden  3.  B.  Letien.  Regimenter,  die
in  den  Kämpfen  Anfang  Januar  sast  ausgerieben
  und  decbal,,  aus  den  vordersten  Linien

 

E##3#  worben

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sie  mitenm  meit  Zoll  breit  Boben
#n  und  “*  d  zerie  von  u—  u.
eten  n.  Am  eestlichen  U#-¾v
  augen  *  Wö  6te  m  An  über
stürmten  mit  sn  zun  cher  u  en

ri  entgegen,  dich  achtend  des  kualtenen
Schnees,  der  zum  Teil  noch  offenen  Sumpf
stellen  und  der  kaum  zugefrorenen  Granattrich
ter.  Unaufhörlich  drangen  sie  vorwärts  und
ten  die  von  den  Nussen  eben  noch  zäh
verteibigte  Stellung.  Nur  in  einigen  Blockhhän
sern  konnte  sich  der  Feind  noch  halten.  Aber
auch  biese  fielen  nach  hartnäckigem.  Kampsfe  in
unsere  Hand.  Am  Abend  des  25.  Jannar  war
die  ganze  Hauptstellung  wieder  in  unserem
Vesitn.  Am  26.  Januar  wiederholien  die  Ru
sen  ihre  Angrifse,  wurden  aber  uberall  abgewiesen.
  Die  urigen  Verlustc  d#:s  Feindes  sins
duch  an  diesen  beiden  Tagen  sehr  erheblich;  die
eute  wuchs  auf  21  Maickhinengewehre  und  zuci
inenwerfer,  die  Zahl  der  Gefangenen  erhöhte
sich  auf  20  Offiziere  und  2100  Mann.

——.———..——.

J—.  —  zut  See

Neiche  U  Boot-Bente
im  Mittelmeer.
WIIN,  Berlin,  26.  Jannar.  (Amtlich.)  Ei
nes  uUnserer  Unterseeboote  hat  im  östlichen  Mit

telmeer  am  9.  Jannar  einen  bewaffneten  voll

beladenen  seindlichen  Frachidamrser  von  cn.
5000  Tonnen,  am  15.  Jamar  den  bewaffneten
englischen  Tank  Dampfer  „Garfield“  (3838
Truttoregistertonnen)  mit  einer  Ladung  Kohlen
und  Oel  von  Malta  nach  Port  Said  versenkt.
Der  Kapitän  des  Dampfers  „Garfield“  wur
de  gefangen  genommen.

Dasselbe  Unterseeboot  bat  am  25.  Jannar
(etwa  25)  Seemeilen  öitliä  von  Malta#  einen
östlich  steuernden  bewassnelen  feindlichen  Trup
pentransportdampfer,  der  von  einem  franzöfi
schen  Torpedoboot  begleitet  wurde.  durch  Torpedosciun
  versenkt.  Der  mit  Trupren  rollbe
sente  Dampfer  sonk  nach  11  Minnten.

Ju  den  Rolsaltn
Der  Heldenkamef
in

Berlin.  27.  Jannar.  Der  Kaiser  hat
an  den  Siaatssekretär  des  Reichskolonialamtes
solgenden  Erlaß  gerichtc!:  „Seil  30)  Monaten
stcht  die  Schuntruppe  für  Deutsch  Ostafrika,  abgeschnitten
  von  jeder  regelrechten  Verbindung
mit  der  Heimat,  in  ununterbrochenem  Kampfe
gegen  einen  an  Zahl  und  Kampfmit
leln  weit  überlegenen  Gegner.  In  troptschem
Klima  kämpfend  und  nur  mit  den  einfachiten
Mitteln  versehen,  hat  die  Schugtruppe  unter
ihrem  lafkeren  Kommandeur  Tuen  rollbracht,
die  den  Leistungen  der  Sneitkrafie  in  der  Heimat
  würdig  Seile  stehen.  Unter  den  denk.
bar  schwierigs  en  Verhältnissen  hat  sie  in  zahl.
reichen  Schlachten  und  Gefechten  die  gegen  bas
Schutzgebiet  aufgestellten,  englisckeon,  belgi
schen  und  portugiesischen  Streitkeäj  ie  geschla.
gen  und  den  Krieg  lange  Zeit  in  feindliches
Gebiet  getragen.  Im  weiteren  Verlauf  der
Kämpfe  hat  sie  jeßen  Fuß  breit  deutschen
Bodens  erst  nach  zähester  Gegenwehr  und  uber:
wältigender  Uebermacht  überlassen  und  heute

Deutsch-Ost.  Afrika.
VWII.

 

de  —  der  beimallosen.

Kriminaltoman  von  A.  Ostland.
(Nachdiuck  verdoten.)
Der  Theaterarzt  kam  perein.
„Herr  Mittermeier,“  sagte  er,  „da  sind  eln
paar  Herrschaften,  welche  mit  Ihnen  sprechen

12

wollen.  Es  ist  wegen  der  kleinen  Feel“
der-  Baron  trat  näher.  Ebenso  Martin
Großma

In  ödusem  Moment  bob  die  kleine  Fee  den
Kopf.  Voll  schaute  sie  den  beiden  Männern
die  Gesichter.  Ihre  blauen  Augen  hatten  enen
ganz  tränendunklen  Blick.

artin  Großmann  taumelte  beinaohe  zurück.
So  —  gerade  so  halte  ihn  selne  Marie  angeseben,
  damale,  als  er  sie  zwingen  wollte  zu
der  Heirat  mit  dem  reichen  Gutsbesitzerssohn!

MWäriet-  stöhnte  auf

t  alte  Man  schken  es  gehört  zu  haben,
denn  u  sagte  m  am:

„Nicht  Mariel  ‚Fee  heißt  das  kleine  Mädchen.
  Fellcitas.  Das  kommt  von  Felix,  hat
ihre  Mutter  gesagt.“

ie  Baronin  war  nun  auch  herangetreten.

er  —  wer  waren  denn  die  Eltern  der
Kleinen?“  fragte  sie,  und  dabei  fubr  ibre  Hand
s#ast  scheu  über  des  Kindes  EW½½  Die  kleine
Fee  sah  s  auch  sie  prüfend  ##

Und  plöglich,  einen,  nlähen  Inputse  "
gend,  cun  sie  hera  Diwan
snieg  sich  fest  ce  die  rs  Frorn  un

diese  kuiete  auch  schon  neben  ihr  auf  dem
dicen  Elobärensell  und  streichelte  40%  „  wieder
die  heißgeweinten  Augen,  küßte  diese  reine
Kinderfürne,  m—  sie  so  sehr  mabnte  an  den

langsloerschollenen  Sohn,  nd  den  roten  Mund,
der  so  ganz  war,  wie  sein  D  un
Jee“,  sagte  die  alte  Fra#  in  tiesem
Sinnen.  „Jelicitas!  Das  kommt  von  Felipx!"
Fast  batte  sie  in  der  7—  Gemütverschütterung,
  in  welcher  sie  sich  befand,
die  Antwort  des  kranken  Eluenst  enc  ihre  Frage
nach  den  Eltern  des  Kindes  überhört.  Sie
rafste  sich  aber  mit  Gewalt  zusammen.
„Eltern  ?“  wiederholte  Wolfgang  Mitter.
meier  in  einem  biliteren  Ton.  „Ach  —  Eltern
ban  sie  keine.  Die  Mutter,  das  war  ein  lue
Mädel  —  oder  war's  eine  Frau?  —  So
war  sie,  die  blonde  Marie,  9n  rrrn  ihr  0#
sicht,  so  fein.  und  gzart  die
o  bt  Ihr  sie  benbenglerntv-  sließ
Marlin  hrehse  beiser  hervor.
Ich?  —  Herr  —  das  ist  lang  aus.
Ich  glaube  rtr  als  sechs  Jahre.  Da  im  Un
gorischen  drunten  sind  wir  herumgezogen  mit
dem  jahrenden  Zirkus,  und  da  ist  sie  auf  einmal
  bei  uns  gewesen.  Auf  der  Sieche  ist  sie
gelegen,  halb  ohnmächtig.  Und  Basili  Calvieri
  hat  sie  ausgenommen  —  hat  sie  mitziehen
laßen.  Im  Wagen  ist  die  kleine  Fee  geboren,
auf  der  Landstraße.  Heimanos  ist  sie,  wie
ihre  Wintter  —  heimatlos  —“
weiße  Kopf  sank  zorück  Ein  Schwächeausai
  ichen  den  alten  Mann  zu  überwälk#igen.
Der  Arzt  kam  berbei.  Er  schuttelte  den  Kopi.
„Das  Flammchen  verlichte  ,  sagte  er.  „Ju
machen  ist  da  nichts  Ich  will  einen
Geistlichen  holen  lassen.  «
Ektvaktqumdkußsthalsdnulte  Mann
schon  wieder  die  Augen  aufschlug.  Seltsam
klar  und  kindlich  schtenen  sie  nun,  dieke  Grelsennnaden.
  Cs  war,  als  sei  alle  Haßuchken  und

 

 

—

Härre,  melihe  diese  -  iu  ein  Menschenleben
lann  mt  angesenen  haben,  mengewischt.  vergessen.
  Martin  Großmann  na:  ganz  nahe
Deran

#nd  Sie  haben  wirklich  leine  Ahnung,
wie  .  die  Mutiet  der  Kleiarn  geheißen
hai?“  magte  er  atemlos.  „Und  -#  und  ob

sie  —  gen  othen  isi?“

Dar  legre  klang  sast  unverständlich.  Aber
Woisgang  Mittermeiers  Ohren  wanen  sohon  gesmärfl,
  me  afle  Sinne  sich  schärfen,  wenn  der
Tod  an  em  Lager  trift.  Er  Dirttetee  den  Kapf.

„Ich  meiß  nichts.  Niemand  hat  was  ge·
wußt.  Der  Hans  Lechner,  der  Akrobat  —  ja
—  der  hat  sie  sortgetragen,  binaus  in  den
Wald.  Zum  Sterben.  Ja.  Unier  die  GEiche
hat  *  #sie  geleg#.  Sie  und  das  Kind.  Aber
eine  Sinudr  danach  —  la  —  du  war  nur  die
Kleine  alleim  mehr  da  —“

Seine  Gedanken  wurden  wieder  unklar.
Aber  seine,  Augen  ruhten  voll  Liebe  auf  der
lleinen

r„  #Kundi-  murmelte  er.  „Arme,  kleine
Fee!  Hat  niemand  mehr  gehabt,  wie  den
alten  Wolf  Mittermeler!  Aber  der  e  Bo
hat  sie  nicht  hungern  lassen!  Gelt,  ?  Hat
gearbeitet  für  seinen  Liebling.  v  *  c
chen  gemacht  und  dumme  Sachen.  Und  d
Leute  baben  lachen  müssen  über  den  7
Wols“  und  haben  ihm  Geld  gegeben“,  er  lacht-8
  selbst,  Ver-  es  wurde  nur  noch  eine  Eimasse,

nbe  zu  alsili  Caloteri  sind  wtr  uaL  mehr

t  Fee  7  Mie  mehr  I.  Wir  Und  in

*  Städten  gewesen  benn  ee  Heus  Mäden

  hat  dem  alen  lon  4  ebrache
Immer  schöne  Engagemenn.  on

lenten  Juhr  —  da  ging's  nimmer.  2  -

 

————
—  du  Da  hat  die  Kleine  Gee  gesagl

gesagt

Er  1oht  nach  Worten.  Und  jetzt  begann,
zum  ernrenma.,  oo  ###no  zu  sprechen,  ianger
und  usammenhän

a,“  sagte  Keunn:  mit  ihrer  lieben  Kin.
derstimmne,  durch  welche  die  zurückgehaltenen
Tränen  klangen.  „da  hab'’  ich  gesagt:  „Groß-.
dater,  ich  bin  au  genug!  Jetzt  werd’  ich  verdienen.“
  Und  hab'  alles  gelernt.  Das
Tanzen  auf  dem-  Seil  und  das  Tanzen  zwischen
den  Messern  und  alles.  Bis  dann  ein
tannter  die  Maschine  erfunden  hat.

Da  trat  wleder  in  ihre  Augen  in  Iedrua
don  Wgst  Aber  hapter  (rrel  sie  fo

Von  da  a  b'  ich  immer  gert  Tode-—
  üben  uhbebe,  das  ist  schwer.  8

G  „immer  so  gefürchtet,  daß
mich  h  5  fa
*  96  m

Der

„Voir  Mcht!  Jan  ausiu  niss  nicht,  daß  du
sguril-  Fee  !  Ich  had'  solche  8  Ich  mic's
n

„Sie  wird  ni  1.
es  ntel)  ne  W  r  e

starres  arentde  d#ss  ooschsohr-  .Ich  will
sorgen  für  die  Kleine.  -  gollt  fie  werden
en

hut  —.  En  auständt  er
te  soll  zidi  wis  ihre  Mutter!“  1
der  ###  *  und  se  l  lallt-I

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