Metadata : Die Lügen unserer Sozialdemokratie.

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Präsident  der  Menschheit  die  Erlaubniß  zu  dieser  Heldenthat  erhielt.
  Sicher  ist  nur,  daß  Schweitzer  unversehrt  blieb,  und  daß,
nach  Bernhard  Becker's  Versicherung  wenigstens,  „dieses  Gewitter
die  Luft  reinigte.“

Dafür  verdarb  aber  seine  kleinliche  Gesinnung,  seine  unerträgliche
  Eitelkeit  und  Großthuerei,  welche  jede  persönliche  vermeintliche
  Kränkung  als  unverzeihlichen  Hochverrath  an  der  heiligen
Sache  der  Menschheit  verfolgte,  sein  grundsätzlicher  Haß  gegen  das
seiner  Natur  allerdings  Feindseligste  und  Widerwärtigste,  nämlich
Geist  und  Bildung,  auf's  gründlichste  die  Eintracht  und  den  Zusammenhalt
  der  Partei,  welche  er  hätte  leiten  und  stark  machen
sollen.  Selbst  mit  der  Gräfin  Hatzfeldt,  Lassalle's  unzertrennlicher
Freundin,  überwarf  er  sich  vollständig,  und  schnitt  dadurch  der
ohnehin  schwachen  Gemeinde  Lassalle's  alle  Verbindungen  ab,  welche
diese  Dame  noch  in  aristokratischen  Kreisen  besaß  und  namentlich
ihre  reichen  Geldmittel.  Ebenso  unheilbar  überwarf  er  sich  mit
dem  Vereinssekretär  Wilms,  welcher  sofort,  ebenso  wie  später  die
Gräfin  Hatzfeldt,  einen  Gegenverein  gründete.  Jeder  persönlich  verletzte
  kleine  Lokalführer  folgte  diesem  berauschenden  Beispiel.  Das
Jahr  1864,  das  Todesjahr  Lassalle's,  war  noch  nicht  zu  Ende,  und
bereits  hatte  sich  der  sogenannte  „Allgemeine"“  Deutsche  Arbeiterverein,
  den  er  geschaffen,  in  unzählige  Atome  aufgelöst.

In  diesem  unbeschreiblichen  Wirrwarr  war  es  doch  nur  Einer,
von  Schweitzer,  welcher  das  einheitliche  Band  der  Partei  geistig
erneuerte,  indem  er,  gemäß  seiner  mit  Lassalle  getroffenen  Verabredung,
  am  15.  December  1864  die  Zeitung  „Der  Sozialdemokrat"
in  50000  Exemplaren,  mit  dem  Gelde  eines  wohlhabenden,  unbedeutenden
  und  verschrobenen  bayrischen  Exoffiziers,  von  Hoffstetten,
verbreitete  und  vom  1.  Januar  1865  an  regelmäßig  erscheinen
ließ.  Obwohl  die  Düsseldorfer  Generalversammlung  der  Lassalleaner
Ende  1864  Schweitzer  sogar  aus  dem  Parteivorstande  ausstieß  und
sich  weigerte,  dessen  Zeitung  als  Vereinsorgan  anzuerkennen,  ward
dieses  Blatt  doch  von  Tag  zu  Tag  mehr  die  einzige  Macht,  das
einzige  Band  jener  Arbeiterschaaren,  welche  die  geistige  Hinterlassenschaft
  Lassalle's  angetreten  hatten.  Von  1865  bis  1866  stieg  die
Abonnentenzahl  des  Blattes  von  400  auf  4000,  und  zwar  keineswegs
  durch  die  Fürsorge  und  Macht  der  geistigen  Gönner,  welche
im  Anfang  an  der  Spitze  als  Mitarbeiter  prangten:  Marx,  Engels,
Liebknecht,  Herwegh,  Rüstow,  Wuttke  u.  s.  w.  Denn  schon  im  Februar
1865  veröffentlichte  von  Schweitzer  fünf  Leitartikel  unter  dem  Titel
„Das  Ministerium  Bismarck“,  in  welchen  die  scharfe  klare  politische
Erkenntniß  des  Verfassers  zu  den  Schlußsätzen  drängte:  „Das  also
ist  unser  wichtiges  Ergebniß.  Der  Bundestag,  Oesterreich,  die  Mittelund
  Kleinstaaten  sind  schlechthin  ohnmächtig  der  Deutschen  Frage