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Norden ausgedehnt, um Szurmay zu stützen, der ihm am 2. April
unterstellt wurde und den Uszoker Haß immer noch hbielt. Gerok
kämpfte an der Kruhla Makla, bei Kalinowce und bis zum Czrak.
Das Korps Boffmann im Sentrum focht zu beiden Seiten des Oportotales
um die Böähenlinie I151—1026 und deckte Slapke und den
Beskidpaß. Der linke Flügel, der unter dem Grafen Bothmer zu
einem Korps vereinigt war, rüstete zum Sturm auf den Srinin.
Szurmay war wesentlich zurückgegangen und hatte seinen linken
Klügel zurückgebogen, um einerseits die Nordflanke des Uszoker
DHasses zu decken, andererseits den Susammenhang mit der 2. Armee
nicht zu verlieren.
So lagen die Dinge, als am 9. April die Russen 1), um sich dem
immer näher Berandrängenden Gegner gegenüber Luft zu schaffen,
zum Angriff von der Westkuppe des Swinin aus vorgingen. Bothmer
aber machte, trotz des am Anfang siegreichen Dordringens dieses Angriffs,
einen kühnen Gegenangriff auf die Ostkuppe des Berges, der
von Erfolg begleitet war. Der Swinin wurde genommen und es
wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Ende des Monats fiel auch
der Ostry nach äußerst blutigen Kämpfen in die Hand der rastlos vordrängenden
Süd-Armee. Die russischen Heere waren im Hentrum
durchbrochen. Daran vermochten auch Jwanows vereinzelte Stürme
nichts mehr zu ändern. Dergebens griff er am 21. und 22. April den
Uszoker Daß an, vergebens suchte er die rechte Klanke des Beskidenkorps
zu umfassen und ins Czirokatal einzubrechen. An der
Regetowka sah er sich selbst angegriffen. Dom 25. April an endlich
ist er endgültig auf die Verteidigung zurückgeworfen worden.
Jetzt, wo die russischen Angriffe im Torden und im Süden gebrochen,
wo die Russen überall in die Verteidigung zurückgeworfen
waren, konnte der längst geplante deutsche Angriff endlich einsetzen.
Italiens Eintritt in den Krieg und die Landung
der Engländer auf Gallipoli.
Bevor wir aber dazu übergehen, die Offensive der Deutschen
und Ssterreicher im Osten ins Auge zu fassen, müssen wir kurz der
Ereignisse gedenken, die im Süden Europas vor sich gingen, den
Krieg immer mehr zum Weltkrieg stempelten und einen weitgehenden
Einfluß auf ihn ausübten. Das betrifft zunächst die Haltung Jtaliens.
Dieses Land hatte schon beim Beginn des Krieges die deutscherseits
erfolgten Kriegserklärungen zum Vorwand seiner Neutralität
genommen. Am lö. Oktober lold war dann Sonnino für den zu früh
verstorbenen San Giuliano Minister des Auswärtigen geworden.
Hatte letzterer die bleibenden Mittelmeerinteressen Aaliens, die an
den Mittelmächten einen starken Rückhalt fanden, dauernd im Auge
behalten, so war Sonnino ganz für den Dreiverband gewonnen.
1) Siehe HKarte 35.