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nächst die Hauptstadt zu verteidigen, und suchte auch sonst sein Heer
vom Feinde zu lösen. Auch vor der 3., 4. und 5. deutschen Armee
kämpfte er nur um Seitgewinn. Er wollte die in den Anfangsschlachten
nicht entscheidend geschlagene Armee vom Feinde frei
machen, um sie von neuem zu ordnen und zu verstärken.
Die Oberste Heeresleitung der Deutschen aber scheint angenommen
zu haben, daß der Feind fluchtartig auf Haris zurückgehe,
auch Derdun aufgäbe und auch von der Mosel zwischen Toul und
Spinal zurückgehen werde. Wenigstens scheint sie die neu herausgegebenen
Direktiven unter solcher Annahme abgefaßt zu haben.
Später freilich erklärte sie sich, im Gegensatz zu ihren eigenen Forderungen,
mit dem Addrehen der 1. Armee nach Süden in die
Gegend östlich Haris wohl in Erkenntnis der tatsächlichen Derhältnisse
durchaus einverstanden.
Mittlerweile wurde die Derfolgung durch die Kavallerie rastlos
fortgesetzt. Das 1. Kavalleriekorps, das zunächst auf Noyon vorgegangen
war, marschierte über Zibécourt nach Soissons, das am
I. September nach heftigen Gefechten genommen wurde; dem 2.,
das auf Compièegne vorging, gelang es am gleichen Tage,
die Engländer bei Néry im Biwak zu überfallen. Die 4. Kavalleriedivision
geriet sogar zwischen die englischen Beereskolonnen
und mußte sich in den Wäldern verstecken. Dann wurde der Dormarsch
unter immerwährenden Gefsechten fortgesetzt. Die Armeen
folgten der Kavallerie. Die Festungen La Käre und Laon wurden
von den Franzosen preisgegeben, und endlich wurde — zunächst
von der 1. Armee — die Marne erreicht und überschritten, während
das IV. ZReservekorps mit der 4. Kavalleriedivision auf dem rechten
Flügel nördlich der Marne gegen Haris deckten.
Auch der rechte Flügel der französischen Rordarmee ging allmählich
unter Festhaltung von Derdun auf und hinter die Marne
zurück, während er die Deutschen durch fortgesetzte Gefechte aufzuhalten
suchte. Dem Widerstande vor der 3. deutschen Armee
kam auch die Zeteiligung der Bevölkerung am Kampfe zugute. Sie
kam verhältnismäßig langsam vorwärts. Sie kämpfte teilweise
gegen die unter besonderem Befehl des Generals Foch stehenden
Divisionen, die Joffre zwischen seiner 4. und 5. Armee aufgestellt
hatte, teils bemühte sie sich nicht ohne Erfolg, der 4. deutschen Armee
vorwärts zu helfen. Sie erreichte am 1. September fechtend Rethel
und ging von dort weiter gegen die Marne. Neben ihr hatte die
4. deutsche Armee nach ihrem Siege am Semois an der Maas
starken Widerstand zu überwinden, der sich sogar in erfolgreichen
Offensivstößen Luft machte. Als sie aber am 28. August zu einheitlichem
Angriff auf die Linie Stenap—MWezières ansetzte, ging
die 4. französische Armee kämpfend auf Vouziers, überschritt am
50. August die Aisne und ging in der allgemeinen ZRichtung auf
Ditry le Francçois zurück. Nachhuten suchten auf der ganzen Cinie