18 —
hundert üblich war. Farbe gelb (hat nur
eine Farbe). Schild ist mehr ornamentisch
— also unheraldisch.
Wolfgang Lampe. (3)
Schild unheraldisch, weisses Feld. Helm
geschlossen ungekrönt. Decke wie oben
gelb. Helmzier ein gelber Topf mit Löffel (?)
wie Skizze Im Felde ein roter Arm mit
hohen Puffärmel. Hand (Fleischfarbe) hält
ein blaues A, in dem A ein gelbes »Etwas«,
was ich nicht definieren kann. B.M. steht
neben dem Namen (siehe Skizze), heisst vielleicht
Bürger-Meister oder Brau-Meister? Bei
allen Wappen ist die Schrift in plumpen
Buchstaben unter dem Balken geschnitzt.
Wolfgang Laınpe Petrus Botticher
(2) B:M. (3) (4)
Margarete Bottcher Hennignus Meiger Hermann Wiedelaw
(5) B:M. (32) (33)
Petrus Botticher. (4)
Schild und Decke wie oben. Schild geteilt
weiss mit rotem Querbalken, im Balken
ein gelber langgestreckter springender Hund
mit sehr langem Kopfe. Im unteren Felde
zwei gekreuzte blaue Pfeile. Helm offen,
ungekrönt. Helmzier wachsender gelber
Hund in Gestalt genau wie der im roten
Felde.
Margarete Bottcher. (5)
Schild weiss, Decke gelb, alles wie oben
Helm geschlossen. Helmzier blaue Büffelhörner
mit Baum in der Mitte, aber ohne
Wurzeln. Im Schild roter Aermel, ohne
Puffen. Hand hält Baum mit starker Wurzelbildung.
Hennignus Meiger. (32)
Schild weise. Deckepp.wieoben. Helm
geschlossen. Helmzier drei Blätter wie angegeben.
Im Schilde 5 Blätter wie angegeben
(blau-rot), Stengel grün.
Hermann Wiedelaw. (33)
Helm, Decke, Schild wie oben. Helm
geschlossen. Im Felde drei Blätter, ähnlich
wie Lorbeerblätter, lang und spitz (grün)
stehen auf einem nicht zu ergründendem
welligem gelben Grunde Vielleicht ein
Band? Helmzier gleich.
Ahnenhilder.
Zur Pflege der Familienkunde.
In seinem prächtigen Buche »Aus den
Akten einer deutschen Familie« erzählt
Hermann Unbescheid, wie er alle Erinnerungen
an seine Vorfahren sorgfältig sammle
und wie ihm insonderheit die Sammlung
der Familienbilder hohe Freude bereite.
»Wer aufmerksam in den hinterlassenen
Briefen und Aufzeichnungen der Väter liest,
wird sich von der Sinnesart und dem
Charakter des Schreibenden leicht eine
Vorstellung machen können — und der
Anblick der Bilder der Angehörigen, sorgsam
in diesem Album vereinigt, würde dieselbe
sicher bestätigen. Wir haben von
alten Oel-und Pastellporträts photographische
Nachbildungen herstellen lassen, und jeder
ist fortan verpflichtet, neue Aufnahmen von
sich und den Seinen, mit Namen und Datum
versehen, bei Gelegenheit beizusteuern.«
Nicht jeder Freund der Genealogie ist
in der Lage, Bilder seiner Ahnen zu sammeln.
Es mögen solche vorhanden gewesen sein,
denn unsere Alten liessen sich genau so
gern porträtieren wie wir, aber das Material
ist zerstreut oder untergegangen. Mitunter
finden sich jedoch an versteckten Orten
Schätze, die man nicht vermutet hätte. Von
solch einem Schatze will ich berichten.
!) Der Aufsatz ist vom Verfasser, Herrn Pfarrer
Blanckmeister-Dresden, aus der von ihm herausgegebenen
Zeitschrift »Das Pfarrhaus 1908 Nr. 2
zum Nachdruck in der Zeitschrift »Roland« gütigst
zur Verfügung gestellt worden.