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pfalz- zweibrückische und die neuere pfalz-birkenfeldische. Nach
dem Rechte der Erstgeburt traf die Reihe der Erbfolge den Churfürsten
Karl Theodor aus dem Hause Pfalzsulzbach, der bereits
die Churlande geerbt hatte.
S. 17.
Noch waren die Verhandlungen über die Erbfolge mit Karl
Theodor nicht geendet, da erkrankte plötzlich Maximilian Joseph.
Es zeigten sich die Kinderpocken. Unbeschreibliche Bestürzung verbreitete
diese Nachricht im Lande. Da sah man erst, wie ihn alle
Bapern liebten. Es verstummte jede Freude; überall war nur
Wehklage, Gebetb für seine Rettung; überall sah man Augen voll
Thränen. Es war, als wenn in jedem Hause ein Vater todtkrank
wäre. Die Pocken verschwanden, es kam Hoffnung der Genesung,
und mit ihr lauter Jubel und Dank im ganzen Lande. Max
selbst versprach sich Genesung: Bald werde ich, sagte er, zwar mit
einem neuen, von Pocken entstellten Gesichte, aber mit meinem
alten Herzen unter meine Landeskinder treten, und sie werden ihren
Bater noch kennen. Doch diese Hoffnung war zu frühe, und
schien nur gekommen, damit die Trauer-Post von seinem Tode
die Herzen um so tiefer träfe. Der Arzt Seuftl war allzu sorglos.
Es kam zu den Wunden Entzündung, und Max fühlte den
Tod. Mit sterbenden Lippen nahm er von seiner Gemahlin und
seinem Lande Abschied; betet für mich, sprach er, auch ich will
für euch Segen von Gott erflehen, und verschied am 500ten December
1777 im 51ten Jahre seines Lebens. Die Bestürzung des
ganzen Landes gränzte fast an Verzweiflung, bis das Wehklagen
in stummes Erstarren zerfloß. Jeden Fürsten aus Ludwigs Stamme
liebte das Volk der Bayern, doch keinen so sehr als Maximillan
Joseph III., den letzten aus der Ludwigischen Cinie.