610 Fasch — Fett.
Nervenschwäche und Nervenkrankheit mit einer eigentümlich braunen Färbung der
Haut zusammenhängt. Die dunkle Gesichtsfarbe solcher Personen ist oft auffällig.
Fasch siehe „Aphten".
Falten. Alle Religionsstifter, die Weisen aller Zeiten priesen die
heilende, den Körper befreiende und den Geist erhebende Macht des Fastens.
Bedenkt man, wieviele überflüssige übel durch zu vieles Trinken und zu rege
Geschlechtstätigkeit infolge zu reichlicher Nahrungsaufnahme entstehen, so
muß man das gewohnheitsmäßige reichliche Essen wohl als eine Gefahr,
eine Verirrung, eine Last schmähen. Allgemeine Mäßigkeit bewahrt uns vor
vielem, allein zeitweiliges Fasten, etwa über einen Tag, hat noch ganz
besondere Vorteile. Es hat eine vollständige Entleerung des Magens zur
Folge und eine Stärkung des Herzens, da die Aufsaugung aus den Verdanungsorganen
unterbleibt und weniger Nährstoffe ins Blut eintreten.
Wieviele Verdauungskranke, Fettleibige, Nervöse und Schwerfällige könnten
sich durch solche Fasttage helfen! Wöchentlich ein Fasttag ist nicht furchtbar
und der Nutzen dennoch bedeutend. Unternimmt man gleichzeitig einen
größeren Spaziergang im Freien, so ist der Nutzen bei regerer Sauerstoffaufnahme
noch bedeutender.
Alle, die an geschlechtlicher Reizbarkeit leiden, die sich oft zu Unmäßigkeit
verleiten lassen, werden den Nutzen häufigen Fastens bald an sich verspüren.
Sie werden ruhiger, und der übermäßige Trieb wird sich vermindern, weil
gewisse Reflexwirkungen ausbleiben. Nur frisches Wasser trinke man ab und
zu nach Bedürfnis. Das anfangs lebhafte Hungergefühl verliert sich zum
Erstannen aller Anfänger; man wird beweglicher, geistig frisch, heiter und
vergißt sogar ein paar Stunden lang alles Essen und Trinken!
Versuche ein jeder das Gute, das ihm so nahe liegt!
„Fausse couche“ siehe „Fehlgeburt“.
Feblgeburt (Abortus). Ausführlicheres bringt der II. Teil „Das
Kind“. Die Ausstoßung der nicht ausgewachsenen Leibesfrucht, durch psychische
Eindrücke, Schreck, Angst, durch mechanische Einwirkung, wie Fall, Stoß,
Syphilis der Eltern, allgemeine Schwäche der Mutter usw. hervorgerufen,
wird als Fehlgeburt bezeichnet. Vorbengen durch richtige Behandlung der
Schwangeren ist die erste Aufgabe; bei wiederholtem Abortus muß vor allem
seine Ursache festgestellt werden.
Feigen. Die Früchte des Feigenbaumes, die nur im Süden vollständig
ausreifen, sind reich an Zucker (60 bis 70⅝%), so daß sie zu den ausgiebigsten
Nahrungsmitteln gehören. In trockener Form ergänzt man sie
gerne mit saftigen Apfelsinen; zu den frischen, die selbst saftreich sind,
würden Mandeln ergänzend wirken.
Fett. (Siehe zweites Kapitel über „Ernährung".) Neben Mehlstoffen
(oder Zucker) und Eiweiß muß auch Fett in unserer Nahrung enthalten sein.