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sern ausgestattet, so daß sie im ganzen eine achtunggebietende Masse
darstellte.
Mittlerweile waren das 1. und 2. Kavalleriekorps in die Cinie
Pont-Riqueul -Ca Bassée, das am UI. Oktober in glänzendem Gefecht
von der Gardekavallerie unter artilleristischer Mithilfe des XIV. Armcekorps
genommen wurde, eingerückt. Gegenüber standen die französischen
Kavalleriekorps Conneau und de Mitry, während von
Bethunc aus das XXI. französische Korps gegen den rechten Flügel.
der deutschen Infanterie — das XIV. Korps — vor= und allmählich
zum Grabenkrieg überging. AMördlich SEstaires aber focht das 4&. Kavalleriekorps
gegen Hazebrouck. Es kam in dem HBäuser= und
Schachtgewirr des nordfranzösischen Industriegebiets nicht recht vorwärts
und mußte schließlich vor den Spitzen der englischen Armee
zurückweichen.
In der Swischenzeit war CLille in deutsche Rand gefallen, obgleich
es von einer Territorialbrigade unter Oberstleutnant de Hardien
besetzt war. Die Derbündeten hatten sich von der deutschen Beereskavallerie
über die Stärke der Angreifer täuschen lassen und nicht
die Energie gehabt, die Stadt zu behaupten. Den II. Oktober erschien
das XIX. deutsche Korps vor ihren Mauern und griff ohne viel
Federlesens an. Suerst wurde die Stadt durch Artilleriefeuer zum
Teil in Trümmer gelegt; dann griff die Infanterie des Korps
derart an, daß ein Entkommen der Besatzung, die den Befehl hatte,
die Stadt bis zum Eintreffen des Entsatzes zu halten, unmöglich
wurde. Schon am 12. Oktober kapitulierte die Besatzung und ging,
5000 Mann stark, in die Gefangenschaft. Die Deutschen aber hatten
einen festen Stützpunkt gewonnen.
Auch die Reereskavallerie hatte Mitte Oktober ihre Aufgabe erfüllt,
den Aufmarsch des XIX., Xlll. und VII. Armeekorps zu sichern.
Sie wurde daher in der Nacht zum 16. Oktober aus ihren Stellungen
zurückgezogen und ging — das 1. und 2. Reiterkorps südlich, das
4. östlich Lille — ins Quartier, um sich zu erholen. Da hier auch die
2. Kavalleriedivision, die mittlerweile mit dem Garde= und dem
IV. Korps gemeinsam gefochten hatte, wieder zur Beereskavallerie
stieß, waren jetzt acht Kavalleriedivisionen bei Lille versammelt.
Unterdessen waren die Engländer herangekommen. Ihr
II. Korps wurde bei La Bassée vom XIV. deutschen Korps gefesselt,
das III. ging über Bailleul auf Neuve Sglise vor; das I. Korps,
das erst am 16. Oktober bei Razebrouck aus der Bahn stieg, marschierte
auf Upern, wo es erst am 20. eintreffen konnte und wohin
Foch die 80. und die 8. Territorialdivision vorausgeschickt hatte.
Trotz dieser ZSersplitterung hatte General French, der die Operationen
verantwortlich leitete, seine Absicht, über Lille vorzubrechen,
noch keineswegs aufgegeben. Am 16. setzte er sein II. Korps noch
einmal nördlich vom XXI. französischen zum Angriff auf La Bassée
an, das von der 28. Division heldenhaft verteidigt wurde. Das