Metadaten : Medizinal-Statistische Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte. Sechster Band. (6)

gens  lein
„  „Osservatore
die  Worte  des  Papstes  als  bedentungslos  hinkung

  gewisser  Kreise,  daß  das

Aummer  16#

Samstag,  10.  Juli  1914

 

liehen  erkennen,  daß  di:  Regierung  entschlossen
sei,  das  Volk  nicht  länger  im  Zweifel  zu  lassen
und  daß  die  Maske  abgenommen  und  der  Erujt
der  Lage  völlig  dargelegt  werden  solle.  Die
Kriegsschuld  würde  im  März  1916,  wenn  der
Krieg  dann  beendet  sei.  1293  Millionen  Pfuno
Sterling  betragen,  die  Zinsen  würden  58  194.000
Pfund  Sterling,  die  Kriegspensionen  etwa  19
Millionen  Pfund  Sterling  ausmachen.  Demgegenüber
  ständen,  orausgesetzt.  daß  die  Verbündeten
  und  die  Dominions  alle  aus  den  Anleihen
  entstandenen  Verpflichtungen  erfüllten,
nur  62  750  000  Pfund  Sterling  zur  Versügung,
so  daß  ein  jährlicher  Fehlbelrag  von  14  250  000

und  Sterling  vorhanden  sein  würde.  Dabei
fehlten  Mahnahmen  zur  Abtragung  der  neuen
Schuld.  Lord  Haldane  stimmte  der  Ansicht  31.,
daß  die  Ministerien  sehr  verschwenderisch  wirtschafteten,
  aber  die  Debatte  mache  den  Eindruck.
als  ob  es  nach  dem  Kriege  genügen  würde,  neue
Steuern  zu  erheben  und  im  übrigen  fortzusahren,
  wie  vorher.  England  werde  indessen  nach
dem  Kriege  ein  ganz  anderes,  weil  viel  ärmeres
Land  sein.  Es  werde  die  Vorteile  des  Prestiges
der  Vergangenheit  und  der  Tradition  verloren
haben,  die  England  seine  einzigartige  Stellung
im  Handel  und  in  der  Industrie  gaben,  und
die  es  bisher  genoß,  weil  es  sie  im  Besitz  hatte.
ohne  daß  Nivalen  bineinkommen  lonnten.  Zetzt
aber  würden  die  Rivalen  ins  Feld  einbrechen.
England  werde  hicht  so  viel  Ueberfluh  an  Kapital
  haben,  wie  andere  Länder.  Die  Kaufleute
  und  Industriellen  würden  auf  die  eige-#nen
  Hilfsquellen,  auf  ihr  eigenes  Geschick,  ihre
Findigkeit  und  ihren  Unternehmungsgeist  angewiesen
  sein.  Es  sei  daher  notwendig,  sich  jegzt
darauf  vorzubereiten.  Eine  bessere  Erziehung
sei  notwendig.  Die  Kaufleute  und  Industriellen
  mußten  eine  bessere  Vorbildung  erhalten,
wenn  sie  sich  gegen  die  neue  Konkurrenz  behaupten
  sollten.  (3.)

Frankreich  und  der  Papst.

nff,  8.  Juli.  „Journal  de  Geneve“  verasii
  eine  lange  Zuschrift  Julien  de  Narfons,
  in  welcher  erklärt  wird,  das  Losungswort
  in  Frankreich  sei  zwar  „Schweigen",  aber
er  müsse  sagen,  daß  das  Papstinterview  der
„Liberte“  bei  den  französischen  Katholiken
Schmerz  und  Beschämung  auslöste.  Die  nachherigen,
  mehr  aus  politischen  Erwägungen  abgegebenen
  Erllarungen  Gasparris,  welche  übri-Demenii
  seien,  die  Erilärungen  des
Romano“,  sowie  alle  Versuche,

zustellen,  konnten  den  peinlichen  und  schmerzlichen
  Eindruck  nicht  verwischen.  Die  Behaup
Interview  von
den  liberalen  Katholiken  Frankreichs  provoziert
worden  sei,  um  die  Wiederaufnahme  der  divlomatischen
  Beziehungen  Frankreichs  mit  dem  Vatilan
  zu  erzwingen,  sei  lächerlich.  Das  Interview

  bem  irkt  ja  gerade  das  Gegenteil;  denn  die
Frage  könne  jetzt  als  endgültig  begraben  an
gesehen  werden.  )

sues  weimichen  Kriehsschuupich

Das  brennende  Arras.

Genf,  8.  Juli.  Die  Brände  im  ganzen
Arraser  Stadtgebiet  wüten  fort.  Immer  neue
Explosionen  verhinderten  jeden  Versuch  zur  Eindämmung
  der  rapide  um  sich  greifenden  Verlbeerungen.
  Die  wenigen  in  Arras  zurückge- 



bliebenen  Famiien  flohen  nachts.  Die  Refste
der  nicht  rechtzeitig  fortgeschafften  crglingen
Heeresvorräte  wurden  rernichtet.  Nach  Jer—

störung  der  Katbedrale  muß  mangels  Lach-  nützlichen
  Beoback  lungspostens  die  Artillerie  der
Verbündeten  eine  andere  Aufstellung  erhalten.
Im  Waldre  von  Apremont  erziellen  die  Deul- 



In  den  Kolonlen.
Eine  englische  Schlappe  in  Deutsch-Südwestafrika.


London,  7.  Juli.  Das  Reutersche  Bureau
meldet  aus  Otavifontein:  Die  Brigade  Manie-Botha
  (Freiktaatsfreiwit  lige)  muste,  ehe  sie
Otapi  uid  Olacifontein  erreihte,  in  einem
Dorneng=  ftrüpn  von  mehreren  Meilen  Auodelnung
  genen  eine  starle  feindliche  Streitmacht
kämpfen.  Die  Deutschen  hatlen  beim  Rückzug
den  Vorten,  daß  sie  hinter  den  Büschen  Dellung
  fanden.  während  di:  vorgehenden  Unionstruppen
  mmehr  Moszgestellt  waren.  Infolge  der
Ermüdnnn  der  Srurpen  und  der  Dichtigleit  der
Büsche  wäcen  die  Unionstruppen  genötigt,  für
diesen  Tag  den  weiteren  Vormarsch  einzustellen.
Ein  Regiment  südafrikanischer  berittener  Jeger
  wurde  später  ausgeschickt,  um  ein  Eisenbergwert
  an  der  •4#  Flaule  zu  besetzen.

3  r

d#em  Muchen  Micsschosgag.
Der  Kampf  um  Lublin.

Berlin,  8.  Juli.  Der  Lolal-Anziiger  mel
det  aus  dem  l.  u.  I.  Kriegsrressequartier:  Die
Russen  suchen  unter  Serau##ithung  aller  verfsügbaren
  Reserven  das  Vordringen  der  rerbündeten
  Armeen  gegen  Lublin  zu  verhindern.  An
einigen  Stellen  dieser  Front  sind  die  Russen
mit  starlen  Kräften  zum  Gegenangriff  übergegangen.
  Diese  Angriffe  wurden  jedoch  durch
wegs  unter  schweren  Verlusten  des  Gegners
zurückgeschlagen.  Unser  Erfolg  in  der  großen
Schlacht  im  Lubliner  Gouvernement  spricht  sich.
immer  deutlicher  aus.  Die  verbündeten  Armeen
kommen  der  Bahnlinie  Cholm-Jiwagorod  immer
  näher.  Der  linle  Flügel  der  Armee  Malkensen
  ist  durch  Erreichung  von  Isbica  am
Wieprcz  nur  eineinhalb  Tagemärsche  von  die
ser  Bahnlinie  entfernt.  Der  linke  Flügel  der
zweiten  Armec  überschritt  den  Wiscnica-Bach
und  trieb  die  Russen  gegen  Lublin,  wo  sie  füdlich

  der  Stadt  Stellungen  beziehen.  (3Z.)
Im  befreiten  Lemberg.
Czernowitz,  8.  Juli.  Der  Prälat  von
Czernowitz,  Schmidt,  erhielt  aus  Lemberg  ein

Schreiben  von  dem  dortigen  Feldkuraten.  Dieser
childert  den  erhebenden  Eindruck  des  Einzugs
der  Armee  Mackensen  in  die  galizische  Hauptstadt.
  Die  deutschen  Soldaten  wurden  buchstäblich
  auf  den  Händen  getragen  und  gekußt.
Es  war  das  erhebendste  Schauspicel,  das  je
die  Geschichte  verzeichnen  konnte.  Der  Lemberger
  Cxzbischof  bezeichnet  die  Lemberger  Russenherrschaft
  als  eine  schwere  Leidenszeil.  ()3.)

—

Zwischen  Pruth  und  Dnieitr.

Czernowitz,  8.  Juli.  Die  Russen  setzen
im  Raum  zwischen  Dujestr  und  Pruth  norbösllich
  der  Busowina  ihre  verzweiselten  Durchbruchsversuche
  sorl.  Sie  murden  auch  neuerdings
überall  zurückgeschlagen  und  erlitien  die  schwersren
  Verlume,  während  unsere  Truppen,  im
Raum  von  Jalesczyli  Gelände  gewinnend,  sorlschreiten.
  Auf  der  ganzen  Front  Pruth-Onjes#r
tobte  der  Kampf  sieben  Stunden  lang  unnnterbrochen
  mit  größter  Hefligleit.  Die  Russen  schoben
  immer  wieder  neue  Kolonnen  in  fünffachen
Reihen  vor,  die  alle  unter  schweren  Verluste.“
zurückjluteten.  Aus  Wut  über  diesen  Mißersolg
richleten  die  seindlichen  Ojfiziere  das  Maschi  nengewehrseuer
  gegen  die  eigenen  Kolonnen.  In
diesen  Kämpfen  murde  die  Anwendung  von

Dum-Dum=  Geschossen  durch  die  russischen  Solöstlich

  der  Bukowina  halten  wir  unsere  Stellung
auf  bessarabischem  Gebiet  fest.  Die  bessarabische
  Bevölkerung  flüchtet  ununterbrochen  aus
dem  bedrohten  Gebiet.  Nach  einem  Privattelegramm
  des  Sonderberichterstatters  der  „Baseler
  Nachr.“  aus  Lemberg  brennen  die  Russen
auf  ihrem  Rückzug  alles  nieder,  rauben  und  morden.
  In  Komarno  veranstaltete  eine  Kosaken-Nachhut
  ein  großes  Judengemecel:  75  Juden
werden  vermißt,  27  Leichen  wurden  besanrn.

Mallen
Aue  der  Schlacht  bei  Görz.

Berlin,  8.  Juli.  In  einem  Schlachtbericht
des  „Berl.  Tagbl.“  heißt  es:  Gleichheitlich
„Krifsen  an  einer  Stelle  mehrere  Bataillone  den
Görzer  Brückenlopf  an.  Die  Dalmatiner  hörten
  die  Italiener  ossen  ihre  Leute  anfeuern:
„Warum  zögert  ihr?  Da  oben  ist  niemand
mehr  lebendig!“  Die  Dalmatiner  lagen  auf  der
Lauer  und  waren  mäuschenstill.

bervor  und  schwärmten  über  den  Berghang  hinauf.
  Sie  drangen  vurch  die  zerrissenen  Drähte
in  die  versch#tteten  Deckungen.  In  diesem  Augenblicke
  leuchteten  die  Scheinwerser  auf,  knatlterten
  die  Maschinen=  und  Handgewehre,  erplodierten
  die  Handgranaten.  Die  Unserigen
hörten  den  erstaunten  Ruf:  „Aber  die  sind
ja  gar  nicht  tot!“  Dann  witete  der  Entscheidungslampf.
  Den  Verteidigern  blieb  der  Sieg
auf  der  Höhe,  wie  im  Tal,  wo  ihre  Angrifse
schon  vor  ihren  Hindernissen  scheiterten.  Die
ausgehende  Sonne  beschien  tausendfachen  Tod
bund  tausendsaches  Leid.  (3
Die  Furcht  in  Italien.

Lugano,  8.  Juli.  Infolge  der  Ereignisse
am  Isonzo  sind  aus  Venedig  mehrere  Eisenbahnzüge
  mit  wertvollen  Kunstschätzen  und  der
Bibliothek  des  Dogenpalastes  in  das  Innere
Ilaliens  abgegangen.  Sie  wurden  von  Truppen
  der  Mailänder  Garnison  begleitet.  Die
Flucht  der  Wohlhabenden  aus  Venedig  ist  all.
gemein.  (3.)

Die  italienischen  Mißerfolge.

Wien,  8.  Juli.  1  dem  italienischen  Generalstababericht
  vom  Juli  bemerkt  das  K.
K.  s#btperichtnoB.
Mißerfolge  der  „plamnäßig  verlausenden  Operation“
  verfällt  die  italienische  Heeresleilung,
da  die  Ausrede  mit  der  Witterung  nicht  mehr
recht  verfangen  will,  augenscheinlich  auf  eine
andere  Entschuldigung:  die  Benutzung  unerlaubter
  Waffen  und  Kriegslisten  seitens  unserer
Truppen.  Wir  nehmen  diesen  Vorwurf  mit
derselben  Gelassenheit  hin  wie  die  stets  wiederkehrende
  Behaurtung,  daß  es  unseren  Truppen
nicht  gelingt,  den  Italienern  ihre  Stellungen
zu  entreißen.  Wir  sind  eben  schon  so  sonderbare
  Leute,  daß  wir  in  der  Verteidigung  angreifen.


Die  JIlaliener  in  Albanien.

Berlin,  8.  Juli.  Die  Italiener  scheinen
in  Valona  leine  Freude  erleben  zu  sollen,  und
fast  scheint  es.  als  ob  die  italienische  Herrlich
keit  dort  berrits  vor  dem  Ende  stünde.  A##n
Italienern,  die  aus  Ancona  nach  Thiasso  gelommen
  sind,  hat  der  Berichterstatler  der  „Tägl.
NRundschau“"  zuverlässige  Meldungen  über  die
Lage  Italiens  in  Albanien  erhalten.  Danach
setzen  die  Griechen  den  talienern  noch  weit
schärfer  zu  als  die  Serben  und  Montenegriner.
Valona  scheint  arg  bedroht  zu  sein.  Sonn
wären  die  fortmährenden  neuen  Tiuppensen:
dungen  dorthin  nicht  m  erklären.  Jialiener

Die  Italiener
lamen  hinter  den  Erdwällen  und  Sandsäcken

Angesichts  besländiger  1

Heimat  zurückgekehrt,  da  sie  sich  drüben  gau
nicht  mehr  sicher  sühlen.  Sie  ertlären,  die
Griechen  hätten  eine  aufrührerische  Bewegung
unter  den  Südslawen  angezettelt,  die  so  schnelk
umsich  gegriffen  habe,  daß  wenn  nicht  noch  gans
gewaltige  Verstärkungen  in  Valona  eintressen,
die  Lage  für  Italien  vorläusig  unhaltbar  werde.
in  Blatt,  das  in  Ancona  t  die  Vorgänge
Mnterrichte.  hatte,  verfiel  unmittelbar  nach  seinem
  Erscheinen  der  Beschlagnahme.  Kein  einziges
  italienisches  Blatt  wird  über  die  gefährliche
  Zuspitzung  der  Lage  in  Valona  berichten.
Höchst  wahrscheinlich  ist  in  den  letzten  Tagen  die
Stadt  von  den  Feinden  umzingelt  worden.  (Z.])

Die  Lage  in  Vybien.

Genf,  8.  Juli.  Meldungen  fraanzösischer
Blätter  bestäligen,  daß  die  Lage  in  Lybien
immer  bedrohlicher  erscheine.  Die  Italiener  haben
  jetzt  die  Höhen  von  Masellata  verlassen
müssen  und  halten  nur  noch  die  der  Küste  benachbarten
  Gegenden.  (3.)
—  Kriegsanleihe.

Zu  ,  B.  Juli.  Nach  italienischen  Berichten
  fiu  4  Anfstrengungen,  die  dort  für  das
Zustandekommen  der  Kriegsanleihe  gemacht
werden,  ganz  außerordentlich.  Neuerdings  nerden
  vom  „Secolo“  die  Frauen  ausgesorderk,
ihre  Ersparnisse  in  Kriegsanleihe  anzulegen.  Ein
reicher  Mailänder  stiftete  jedem  Zeichner  von
mehr  als  5000  Lire  einen  20er  Schuldschein
eines  Anlehens  der  Cassa  Nazionale  Dante
Alighieri.  Die  Berichte  über  den  völligen  Mißerfolg
  der  Anleihe  sind  verfrüht,  doch  sind  ganz
enorme  Schwierigkeiten  zu  überwinden.

Welsche  Bundestreue.

Wien,  8.  Juli.  Der  Chefredakteur  der
„Wiener  Allgemeinen  Zeitung“,  Dr.  Julius
Szeps,  erzählt  heute  mit  Namensnennung  in
seinem  Blatte:  Am  10.  Januar  1906  hatte
ich  vor  einem  Zeugen  eine  Unterredung  mit  dem
damaligen  französischen  Ministerpräsidenten
Rouvier  in  Paris.  Nouvier  sagte:  Wir  siehen
vor  der  Konferenz  von  Algeciras.  Jialien  versprach
  uns,  auf  der  Konferenz  mit  Frankreich
durch  dick  und  dünn  zu  gehen.  Aber  da  die
Möglichkeit  besteht,  daß  sich  aus  der  Marokkofrage
  ein  bewaffneter  Konflikt  zwischen  Deutschland
  und  Frankreich  ergeben  kann,  hat  uns
Italien  seine  Geneigtheit  erklärt,  im  Falle  eines
Krieges  mit  Deutschland  den  Franzosen  eine
Hilfsarmee  von  600  000  Mann  zur  Verfügung
zu  stellen  unter  der  Bedingung,  daß  Frankreich
den  Italienern  die  Garantie  Ar,  daß  Oeilerreich-Ungarn
  dann  nicht  über  Italien  herfallen

werde.  Rouvier  wünschte  darüber  die  Meinung
des  Chefredakteurs  Dr.  Szeps  zu  hören.  Szeps
erwiderte,  es  sei  ganz  ausgeschlossen,  daß  Oesterreich-Ungarn
  nicht  voll  und  ganz  seine  Bündnis-=bflichl
  gegenüber  Deutschland  erfüllen  werde.
Rouvier  meinte,  daß  es  selbstverständlich  sei.
daß  die  Interessen  Oesterreichs  gegenüber  Ilalien
  vollständig  gewahrt  bleiben  sollten.  Italien
lien  vollständig  gewahrt  bleiben  sollten.
Frankreich  Sorge  tragen  würde,  daß  Italien
leinen  Ein  und  erheben  werde,  falls  Oesterreich-Ungarn
  u#r  Besetzung  Albaniens  schreitet.  Dr.
Szeps  wiederholte  die  Versicherung,  daß  eine
Stellungnahme  Oesterreiche  gegen  Deutschland
ein  Ding  der  Unmöglichkeit  sei.  Damit  schloßt
die  Unterredung.

De  dalushunten

Die  Werbung  um  Bulgarien.

Paris,  8.  Juli.  Nachdem  die  Verhandlungen
  des  Vierverbandes  mil  Rumänien  anscheinend
  ins  Stocken  geraten  sind,  nimmt  die

 

 

 
 
 

    

 

  

  

schen  weilere  Fortschritie.  (J.)  daten  vielfach  festgestellt.  en  der  Front  nord=  #nd  in  ziemlicher  Anzahl  aus  Volona  nach  ihrer!  französische  Presse  das  Werben  um  Bulgarien
.  inclrennwxfnnlsssuse-zi,lvclilxcscrtfnwnnd  zum  leyten  mal  überschritlen.=  arzt  der  Familie,  Doklor  de  Rbyn,  indem  er  den
Erkämpftes  Glück.  ein  schmerwolles  Sirünen  drang  aus  seiner  Brust.  Marrahgata  koltic  es  nicht  über  das  Her3  goldenen  Knauf  seines  spanischen  Rohres,  wie

·  Aldthullknnhlknhndnnqlsjmnlntvon  IninspdeIHuknkkkumqmlkkng  er  bei  wichligen  Dn#ofen  zu  tun  pstegte,  sest

41  Koman  von  N.  Below.  Muler-  d  für  den  Alen  Mann  ergriften,  und  milder  Vaters  zu  scheiden,  mit  jreundlichem  Lächeln  an  die  Nase  drüc  „leben  Sie  einmal  ver-Maqbroa
  verdete  als  vorber  spra  :  „Was  sucht  Ohr  auch  zu  streckte  sie  ihm  Lillend  die  Hand  hin,  aber  der  nünstig  wie  auden-  Menschen,  obhne  Ihre

n  4  *  Zr  trennen,  rrnin  er  Grcis,  was  der  Dimmel  fanatische  Greis  arin  nicht  danach,  sondern  ermüdelen  Kräite  immer  wieder  durch  charfe
ê  Une  n  ½  %  W#  seirer  so  sichtbar  zusammengesügt  hal?  Au#  den  Hchtueke  mit  entsunerener  Abwehr  den  Lo  narkolische  Reizmittel  aufzustacheln,  und  si  hen
»  L-»  !  dein  Worn  Kmicen  soltlet  Ihr  der  Gotthein  danlen,  daß  sie  Nur  als  Ludwig  Guntber  darauf  an  die  ie  eine  ganze  Weile  Ihre  vermaledeiten  Bucher
„  7  565  cl.  *  “  ’  der  ihm  alles  grieult  uud  meinen  armen  Freund,  den  Marrahgatas  trat,  die  seine  schmale  Oand,  der-  a#  wie  das  Gist,  dann  sollen  Sie  sehen,  Sie  werden
diel,  Liche  à  à#  #nn  v0  v.  -*iu  Jor  urluer  Weise  verderben  wolltei.  aus  alsbald  entmulint  halte  sinlen  lassen,  ergriff  noch  einmal  ein  ganz  gesunder,  lrättiger  und
«  «  dirie  se  noch  iwöli#er  Slunde  reitet.“  und  durch  seinen  Arm  zog,  da  schien  es  einen  normaler  Menseh,  dem  so  leicht  nicht  auf  die
mnen  Zluch  auf  sein  Haupt  Augenblick,  als  wollie  der  Alte  sich  wild  erregt  Nerven  fällt.  Läge  ein  anderer  bei  hrer  ber- 

   
   
  
 

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"u½%,  Cu  Schuld!“
eren  Antlaeet,  die  ihm
rei  drrart  iull  #u
scheudert?

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r.  e  ür  gewaltiam  in  mein  Haus
ein:  ich  tönute  ist  "§2U  derhalb  zur  cc##ennhafs

dien

hen  EEIIE  taush  und  Euren  schwe-.
  noch  mehr,  als

Laorn,  alur  ich  vera#l
5%  E#  *  5or.  Der  Wuddnch,  welcher  uber
(  ?v  '"¼d  krer  bt,  ist  mir  nill1  l.-  euche  uluger,

nander,

 

     

E  rssns*ß  oieii  Iri,  #lle  (#
hane  ##r  nicht  das  Llunl  memner  Aupen,
.  Tier,  das  einrige  Kind  meines  Herrn,
an  Euch  nel:,  ume  neilohlen  und  ge#raubl.  Ich
war  der  einzuze  berechiugle  HLuter  biese:  Schages
ich  ganz  ailnin.  Wehe  mir,  daß  inh)  nicku  dant
  icnn  u,  alo  in  n  von  iuieinter
SEeite  riß,  das  Aeunz.  ie  mape,  nichl  mit  memem

linig

 

  

 

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bend  das  s--  suckte.  Jetzt  isi  es
ile  sein  Haupt  mil  einem  Ziofel  des
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—.  –...

 

Ten  graß
schrie  da  der  grene  Zudier  wild.  „Möge  er  zu-K#unde
  gehen  im  reasche  Qnalen;  prrae  er  ###i8,
der  nur  ##aahgala  raubl,  um  dessen  willen  sie
den  Sillen,  !*  Sprache,  dem  Glauden  der  Vater
entrenn  16n„  .  JI  lellsjnlssjncnnluclHanJ
l-"«  lJEllxulUtrisnttulutes
die  ant  gen  Säitr  en  Kleinod  warf,  wie  er  ihr  das
lindlian  unschuldige  Herz  umstrickte,  ihren  Sinn
Elangen  nahm.  Er  sollte  zugrunde  gehen,  der
zerhaßte,  aber  sein  Dämon  ist  stärker  als  der
meine,  und  dennoch  —  dennoch  soll  er  nicht
triumphieren!  Ein  Mittel  7  mir,  ein  letztes,
weliches,  wen
Er  hatte  doo„  lguen  Worte  mit  sinkender
Stimme  wie  im  Selbstgespräch  vor  sich  hingesprochen.
  Jetzt  fuhr  er  auf,  strich  mit  der
wellen,  mageren  Greisenhand  ein  paarmal  über
die  Augen,  als  wollte  er  ein  häßliches  Bild  verjagen,
  das  ihn  peinigte.  Gleich  darauf  aber  auch
richtete  sich  sein  Blick  haßerfüllt  auf  Ludwig
Güntber  und  dessen  schwarten  Begleiter.
üWas  wollt  Zbhr  noch  hier?  fünr  er  heiser.
Ihr  *  mein  Hau
r  gehen  auf  der  stelle,  Nun  Sahib,“
Kommen

—u°*sn  der  junge  Gra  rasm
Sie,  Prinzessin,  Sie  haben  ule  e  heute

auf  den  jungen  Edelmann  werfen,  aber  er  beherrschte
sich  sogleich  wieder,  und  unbedelligt  schrin  Ludwig
an  in  stolzer  und  selbstbewußter  Haltung,
die  bebende  Marrahgata  zur  Seite,  aus  dem  Lauf
Nena  Sahibs,  das  er  sicher  war,  in  seinem  Leben
nie  wieder  zu  betreten.  Der  treue  Ibrahim
bildet-  di  Nachhut.
ddem  er  die  junge  Indierin  der  mütteruccher
  Cohr  Myfrow  Johannas  anvertraut  hatte,
welche  ihre  Pflegebefohlene  mit  Tränen  in  den
Augen  in  die  Arme  schloß  und  den  ##-  ihrer
Rede  unhemmbar  über  die  arme  rrahgata
dahinrauschen  ließ,  eilte  Ludwig  ree  Gerkoctten
Schrittes  zu  Leonardus  Cornelius  zuridr-  der,

sich  in  Sorge  und  Ungeduld  verzehrend,  dem
a#rmen  Philipp  sein  Paegamt.  wahrich  nicht
vernahn.  daß

leicht  gemacht  hatte.
Varah  ata  ni  r  zugesioßen  sei  und  sie  «
ntkzeitioohlqeorgeniinietderipylnqeliizymii
Hohannas  besinde,  atmete  er  wie  von  einem
chweren  Alp  befreit  auf,  und  nach  einer  rubigen
Nacht,  in  welcher  der  mohnumkranzte  Golt  sich
ihm  brlonwdere  hold  erwies,  erwachte  er  am
anderen  neugest  und  von  seinem
###ohlein  *  llig  wieder  hergestellt.  Sie  besiyen

 

lehrten  Lebeuswei  ije  doch  schon  längst  —  dem
Kirchhojsrasen.“

Leonardus  lachte  und  versprach  dem  sich  ereisernden
  Sohne  Neslulapr  mu:  Hand  und  Mand,
er  werde  in  Zukunst  genau  nach  seinen  Vorschnmen
sein  Leben  einrichten.  wuniche  er  doch  gegenm#tg
nichts  sehnlicher,  als  recht  gesund  zu  werden  und
recht  lange  zu  leben,  um  das  Gluck  bis  aufs  den
Grund  auskosten  zu  können,  das  ihm  die  Golier
baichen  hätlen.

Der  Hochzeitstag  war  bereits  sestgesetzt  und
alle  Vorbereitungen  getrossen.  Leonardus  (ornelms
ing  in  erhobener  Stimmung  einber.  Die  strenge
lufrow  Johanna  sah  nunerbitllich  darauf,  daß  er
seine  Besuche  bei  ihrer  holden  Psiegelesohlenen
nicht  zu  lange  anedehne,  und  oft  llante  der  verliebte
  Bräntigam  mit  lomischem  Ingrimm  seinem
Freunde,  die  Alte  behüle  sein  Lieb  ärger  alr  der
chlimmste  seuerspeiende  Drache  der  Sage  den
hhm  anvertranten  Schag.  Aber  die  zeit  verging
rascher  und  rascher,  die  Leonardur  enclins  van
der  Valck  von  der  Ersüllung  seiner  heisen  Wunsche
kremn#e

LAMX  5

 

eine  wahre  Prachtnatur,  versicherte  der  alte  Haus= 



—1