Full text : Medizinal-Statistische Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte. Sechster Band. (6)

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Ertrag  an  Roh-  Anzahl
impfstoff  Menge  der  Kinder,
des  für  welche  der
SAnstalt  durch.  zubereitetengewonnene  Bemerkungen
zu-  schnittlich  Impfstoffess  Impsfstoff
S—  sammen  von  einem  zur  Impfung
Thier  ausreichte
4  .  g.
etwa:
14  Cannstatt..  233,  12,  674,0  89  000  *“m  Ertrag  7,0,  größter  16,  g.
ohstoff.
15  Karlsruhe  nicht  3  073  307  3800  Die  geringste  Menge  fertiger  Lymphe
gewogen  bestand  in  60,  die  größte  in  167  8
von  einem  Thier.
16|Darmstadt469  33,  1  426,,  142  690  t-  *5:  14,0,  größter  102,0g
ohstoff.
17  Schwerin  3121)  13,6  «  50  180
18  Weimar.  ..  .  ..  .  Angaben  fehlen.
19  Bernburg  260,os  6,  .  99  900  Fleinser  Ertrag  1,0,  größter  115  8
ohstoff.
117  große  Röhr-  hstoff
20  Lübeck  37  —8  ehne  *r  je
ect  ........  0  130  Lor!
tionen
etwa:
21  Hamburg  294,#  7,  26  913,  100  000
Abgabe:
22  Straßburg  i.  E.  80  000
Abgabe:
23|  Me4  51  910

Abnahme  und  Aufbewahrung  des  Impfstoffes.

In  Königsberg  i.  Pr.  fiel  die  Abimpfung  der  Thiere  vorwiegend  in  die  erste  Hälfte
des  4.  Tages  und  nur  2  mal  wurde  sie  kurz  nach  Ablauf  dieses  Tages  vorgenommen.
Die  seit  der  Impfung  verflossene  Zeit  betrug  75  bis  98  Stunden.

Zur  Verarbeitung  wurde  meist  die  Döring'sche  Mühle,  später  der  Csokor'sche  Apparat
benutzt;  mit  diesem  wurde  eine  fein  verriebene,  aber  lufthaltige  und  schaumige  Lymphe
erzielt.  Der  fertige  Stoff  wurde  dann  in  Glastuben  zu  100  und  50  Portionen  im
Eisschrank  bis  zur  Versendung  aufbewahrt.

In  Berlin  wurde  die  Abnahme  der  Lymphe  1  mal  nach  etwa  8  Tagen  (Versuch),
9  mal  in  der  zweiten,  2  mal  in  der  ersten  Hälfte  des  5.  Tages,  im  Uebrigen  nach  etwa
4  Tagen  bewirkt.  Vor  der  Abnahme  wurde  gewöhnlich  die  vorgeschriebene  Reinigung  mit
Wasser  und  Seife  vorgenommen.  7  Thiere  wurden  auch  bei  der  Abnahme  chloroformirt
(vergl.  S.  14);  eins  derselben  starb  in  der  Narkose  an  Herzschlag.  Beim  Schlachten  unmittelbar
  nach  der  Narkose  haftete  dem  Impfstoff  ein  apfelartiger  Geruch  an  und  auch  das
Fleisch  roch  eigenthümlich.  Es  genügte  aber,  das  Thier  vor  der  Schlachtung  eine  Nacht
stehen  zu  lassen  um  diese  das  Fleisch  entwerthende  Beschaffenheit  zu  beseitigen.  Der  Bericht
bezeichnet  die  Anwendung  von  Chloroform  bei  der  Impfung  als  vortheilhaft,  empfiehlt
dieselbe  aber  bei  der  Abnahme  aus  dem  obengenannten  Grunde  nicht.

Das  Verfahren  bei  der  Abnahme  erfuhr  keine  Veränderung.

1)  Außerdem  wurden  21,  g  wegen  Krankheit  zweier  Impfthiere  vernichtet.