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1. E
Aummer 110
Mittwoch, 12. Mal 1016
Humme
bestinuntel it fusendier.. Die porlamentarssche
Sitzung vom 20. Mai wird bistorische Bedeukung
haben. Sie wird die entscheidende Sitzung
sein, welche Italien ohne Zögern in den Krieg
reißen soll. Das voraussichtliche Resullat der
nächsten Sitzung wird nur in dem Falle scheitern,
daß das Wiener Kabinett sich noch rechtbeitig
entschlieszt, alle Bedingungen und Forderungen
Italiens anzunchmen. Die Regierung
wird sich von ihren Forderungen, wolche die berechtigten
Wünsche des Landes völlig befriedigen,
in keinem Punlte abbringen lassen. (.3.)
Zürich, 10. Mai. Der „Tagesanzeiger“
meldet aus Rom über Chiasso: Nicht mehr wegzulengnende
neue Tatsachen lassen den bestimmten
Schluß zu, daß die endgültige Entscheidung
über Italiens Stellungnahme dem Parlament
vorbealten bleibt, das am 20. Mai zusammentreien
wird. (Z.)
Wien, 10. Mai. Die Lage ist bis zur
Stunde noch sehr ernst und sehr kritisch, aber
auch heute noch nicht hoffnungslos. Es besteht
kein Zweifeia, daß die Mehrbeit des italienischen
Ministeriums in Rom sich mit dem Gedanken
eines kriegerischen Eingreifens vertraut
gemacht hat. Ekrasowenig ist es aber zweifelbaft,
daß die groß. Metrheit des italienischen
Volkes, wahrsck ziellich auch die Mehrheit der
italienischen Kammer, vor dem Gedanken des
Krieges zmrückschrecken. In Italien fühlt man
doch, daß es ein Wahnsinn wäre, einen Krieg
zu rislieren, wo man ohne ihn durch das Entgeg
enkommen Oesterreich-Ungarns seine Wünsche
zum großen Teil befriedigen könnte. Giolittis
Anwesenheit in Rom ist, wie auch aus
italienischen Blättern hervorgeht, für die Entwicklung
der Dinge von Bedeutung. (3.)
Der Kampf der Parteien.
Lugano, 10. Mai. Die Standhaftigkeit
der Neutralisten wird von der Hetzpresse bekämpft.
Die Neutralisten werden als „Rebellen
und Verräter“ gebrandmarkt. Die nationalistische
„Idea Najionale“ droht offen mit der
Auflehnu: ig des Landes, falls die Regierung
vor den österreicl ischen Drohungen zurückweiche
oder zentmürdigende Landgeschenke“ annehmen
wollte, die jedenfalls unzureichend seien.
Urverlenntar gewinnt die Friedensliebe im
Parlament an Boden. Man beschuldigt die
Regierung, die Kammer vertagt zu haben, um
ihre neutralistische Mehrheit vor unwiderrufliche
Tatsachen zu stellen. Die Turiner
„Stampa“ stellt fest: Da immer noch keine
Entscheidung getroffen sei, habe sich die Hoffnung
auf Erhaltung des Friedens belebt. Ein
Hinauszögern des schicksalschweren Entschlusses
lasse nur die Deutung zu, daß noch nach einer
friedlichen Lösung gesucht werde. Die sozialistische
Fraktion, die heute zusammentritt, wird
eine Tagesordnung gegen den Krieg beschliessen.
Das gesamte Personal der österreichischen
Botschaft beim Valilkan ist gestern aus Rom
abgereist. Nur der Botschafler selbst ist. geblieben.
(3.)
Eine mannhafte Warnung.
Rom, 9. Mai. Parlamengl# Crispi stellt
in der „Concordia“ fest, daß die Mehrzahl der
ernsten Politiler den Krieg perhorresziere, aber
nicht den Mut besitze, gegen den verbrecherischen
Wahnsinn der Kriegshetzer anzulämpfen. Alle
diese Parlamentarier seien übrigens überzeugt,
daß bei dem ersten italienischen Miherfolg, wenn
die Armee an der Grenze stehe, im Innern des
Landes die Revolution ihr Haupt erheben
werde. Pala#nenghi Crispi appelliert an die
Vernunft der aliener, um das Verhängnis
aufzuhalten. (J.
Italiens Vorlercitungen.
Zürich, 10. Mai. Die sen Jürcher Jeiing“
meldet aus Rom: Wie „C i##rnale d' Itaia“
behauptet, sind in der geitrigen Ministersitzung
wichtige Beschlüsse gefaßt worden. Sie
letreffen die Aufrechterhaltung der Ordnung im
Innern des Landes. Es ist nicht zu bezweifeln,
daß bei der Prollamation der Mobilisierung
und der Abgrenzung der Kriegszonen die gesamte
öffentliche Gewalt der Militärbehörde
ugeteilt wird. Die Militärbehörde wird daher
auch für den Schutz der inneren Ordnung
sorgen müssen. Ein Dekret des Königs unterstellt
alle auf den von der Marine requirierten
Schiffen bediensteten Mannschaften den Kriegsgesetzen.
(3.)
Gegen den Krieg.
Zürich, 10. Mai. Nach dem „Avanti“
veranstalteten die einberufenen Resetoisten bei
ihrer Abfahrt von Cesena, Oneglia, Montagnana
und Rimini Kundgebungen gegen den
Krieg. In Montagnana durchschnitten die Demonstranten
die Telegraphendrähte und durchzogen
mit Fahnen und dem Ruf „nieder mit
dem Krieg“ die Stadt. Polizei und Karabinieri
zerstreuten sie. In Oneglia beteiligten sich
viele Tausende von Personen an der Kundgebung.
(3.)
Gegen den Lügenklüngel.
WTB. Rom, 10. Mai. Die „Idea Nazionale“
läßt sich in einem aus Wien datierlen
Telegramm melden, daß die Regierungen von
Berlin und Wien als Gegenbedingung für ihre
Konzessionen an Ztalien die sofortige Anerlen-
nung der deutschen Annerion Belgiens verlangten.
Zugleich begeht die Jeitung aber die
Unvorsichtigkeit, ein Londoner Telegramm zu
publizieren, demzufolge nach einer Meldung aus
Rotterdam an die „Daily He#ail“ in Brüssel
und Antwerpen Anschläge angeheftet seien, die
die Annexrion Belgiens für den 15. Mai ankündigen.
Damit zeigt die „Idea Naozionale“
deutlich, wo und wie ihre Wiener Meldung entstand,
die natürlich nur darauf berechnet ist.
unter Ausnutgzung des Belgienrummels die
Kriegshetze gegen Deutschland zu verstärken.
WITB. Rom, 9. Mai. Die türkische Botschaft
dementiert heute in energischster Form das
in hiesigen Blättern verbreitete Gerücht, daß
an den Kämpfen in Tripolis türkische OÖssiziere
beteiligt seien. Sie weist deutlich darauf hin,
daß angesichts der Herrschaft Euglands über
das Mittelmeer, wie die Begrenzung von Tripolis
durch England einerseits und Frankreichs
anderseite man eine etwaige Unruhestiftung in
Lilby#en nur auf gewisse andere Quellen zurückführen
könne.
WTB. Rom, 10. Mai. Der „Osservatore
Romano dementiert die Blättermeldung von der
Abreise des Personals der österreichisch-ungarischen
Botschaft beim Heiligen Stuhl und erklärt,
daß nicht nur kein Mitglied der Botschaft
Rom verlassen hat, sondern daß das Personal
der Botschaft in einigen Tagen noch um einen
neuen Sekretär vermehrt werde.
4 ·
Dee Türkfei im Vellkrieg.
Drei Bataillone des Landungskorps
aufgerieben.
WITB. Konstantinopel, 10. Mai. Das
Große Hauptquartier meldet: An der Dardanellenfront
bei Ari Burun machte der Feind
gestern nacht vier verzweifelte Angriffe, wurde
aber durch unsere Bajonettangriffe vollständig
zurückgeworfen. Der Feind erlitt sehr schwere
Verluste. Ungefähr drei seiner Bataillone wur
den aufgerieben. Heute gegen mittag brachte
der Feind unaufhörlich seine zahlreichen Ver
wundeten in seine Boote. Im Süden bei Sedil
Bahr machte der Feind unter dem Schutze des
Feuers seiner Schiffe vom Meeresufer aus chnen
Angriff, der dank unseres Gegenangriffes erfolglos
blieb.
Erkrankung des Generals d'Amade.
Paris, 10. Mai. Die Agence Havas meldet
aus London: Es wird versichert, daß der
Befehlshaber des französischen Expeditionskorpe
vor den Dardanellen, General d'Amade, seil
acht Tagen erkrankt ist. Es soll schon eine
Besserung eingetreten sein. (3Z.)
Paris, 10. Mai. Petit Parisien meldet:
General d'Amade, der Befehlshaber des französischen
Expeditionskorps, wird demnächst nach
Paris zurücktehren. Die Regierung wird ihm
eine Mission übertragen. Sein Nachfolger wird
General Gourand, der sich bei den Operationen
in Marokko einen großen Namen machte.
—.
· · ·
China und Jupan.
Eine japanisch chinesische Entente.
WITB. Petersburg, 10. Mai. Die Petersburger
Telegraphenagentur meldet aus To
lio: Der japanische Gesandte in Peling, Hioto,
ist beauftragt worden, eine Entente mit China
vorzubereiten, die vorauesichtlich in der Woche
vor Beginn der außzerordentlichen Session des
Parlaments geschlossen werden wird.
Näuchener Nealnteilen.
München, 10. Mai. Auf der Auer Dult
mußte am Sonntag ein Fierant, der über
Deutschland abfällige Aeußerungen gemacht
hatte, vor dem Publikum flüchten. Er wurde
aber eingeholt und verprügelt und schließlich
nahm ihn die Polizei fe
Bayerliche Nachrichten
Straubing, 10. Mai. Ein überraschendes
Ergebnis hatte die Abrechnung über den Mehlverbrauch
in unserer Stadt für den Monat
April. Es zeigte sich nämlich, daß 185 Zentner
Mehl mehr verbraucht wurden, als der Stadt
von der Landesvermittlungsstelle zugewiesen
worden waren. Dieser Mehlverbrauch ist nur
dadurch zu erklären, daß sich einzelne Bäcker
und Mehlländler nicht an die bestehenden Vorschriften
hielten. Da diese 185 Zentner wieder
eingespart werden müssen, 4 beschloß der Magistrat,
daß vom 25. Mai ab die Mehlmarke
auf ein halb Pfund (statt bisher 15 Weißbrote)
nur mehr 10 Weißbrote abgegeben werden
dürfen.
Dinkelsbühl, 10. Mai. In dem reizenden
Dinkelsbühl, das seine reichen architektonischen
und landschaftlichen Schönheiten aus der Vergangenheit
herübergerettet hat und vorbildlich
zu schützen weiß, hat sich Laschen Magistrat
und Gemeindekollegium ein Streit um die Pap-
pelallee an der Näördlingerstraße entsponnen.
Das Kollegium will die 100 Bäume, weil augrenzende
Grundstücke dadurch geschädigt sein
sollen, fällen lassen, während der Magistrat
auf unbedingte Erhaltung der Bäume dringt.
Zum Entscheid wurde nun die Regierung angerufen.
Bamberg, 10. Mai. Die K. Distriktsschulinspektion
Ludwigstadt untersagte den Volksund
Fortbildungsschülern das Fußballspielen,
das nicht nur die Sitten verrohe, sondern das
den in der Entwicklung begriffenen menschlichen
Körper auch schweren Gefahren aussetze. Besonders
Herzleiden, die sich frühzeitig einstellten,
seien gar oft die Folge dieses Spiels. Das
Bezirksamt bestätigte nicht nur das Verbot,
sondern wies noch die Ortspolizeibehörden zur
strengen Unterdrückung des Fußballspieles an.
Seserisches Leeriand.
Bad Aibling, 19. Mai. Der seit 17 Jahren
beim Bierbrauer Schäffler in Vagen als Taglöhner
angestellte 71 Jahre alte Matthias
König, Krieger von 1866 und 1870 /71, verletzte
sich bei einem Sturz über den dortigen Kellerlerg
derart am Kopfe, daß er bald darauf
verschied.
Bas Ail ing, 10. Mai. Seit Ausbruch des
Krieges sind aus der Pfarrei Aibling bisher
32 Krieger fürs Vaterland gefallen. Im Kriege
1870 71 haben hingegen 2 Niblinger den Heldentod
gesunden.
Kommunales.
Sitzung des Magistrats-MKollegiums
Rosenheim.
7. Mai 1915.
Verehelichungszeugnis erhält Fabrikarbeiter
Anton Schildhauer mit der Fabrikarbeiterin
Anna Winkler von Frauenberg.
Auf Ansuchen wird dem Sattlermeister Alois
Robeus von hier das Bürgerrecht, und zwar
gebührenfrei verliehen wegen 20 jähriger alliver
Dienstzeit bei der hiesigen freiwilligen
Feuerwehr.
Das Heimatrecht erhalten: 1. Maschinenhausgehilfe
Martin Stock von Ramlesreuth, 2. Magazinsarbeiter
Josef Oettl von Pietzing, 3J. Magaziner
Georg Vutas von Vogtareuth, 4. Ma
schinenhausgehilfe Simon Stegner von Lauterbach.
Die Rechnung des städt. Gaswerkes pro 1913
wird mit dem Abschlusse Einnahmen 84 110.76
Mark, Ausgaben 836 375.45 Mk., Passiorest
2264.69 Mk., Reinvermögen 180)0 070.50 Mt..
jene des Reservefonds mit Einnahmen 576.83
Mark, Ausgaben 503.72 Mk., Altivrest 73.11
Mark, Reinvermögen 14273.11 Mk. erinnerungslos
zur Abhör gebracht.
Zur Kenntnis dient: die Regierungs-Entschl.
vom 21. April, inhaltlich welcher im Vollzuge
des Art. 14 Abs. 1 des Schulbedarfsgesetzes
der Bauschbetrag für die Volksschulen der Stadt
Rosenheim mit Wirlung vom 1. Januar 1915
an für die nächsten sechs Zahre auf 14205
Mark festgesetzt wurde.
Genehmigung zur Anleitung von Lehrlingen
erhält Schlossermeister Wilhelm Walz.
Die etatsmäßig als jährliche Veteranenspende
zur Verfügung stehenden 601) Mk. sollen pro
1915 am 10. Mai in Gaben à 2100 Mk. an die
von den beiden hiesigen Veteranenvercinen rorgeschlagenen
30 Veteranen zur Terteilung gelangen.
Gegen das Gesuch des Maurerpaliers Joham
Straßer um Bewilligung zur Erbauung
eines Wohnhausneubaues mit Stallung an der
verlängerten Prinzregentenstraße auf Plan Nr.
354 und 35512 in der Steuergemeinde Westerndorf
wird eine Erinnerung nicht erhoben.
Der Tabaktag in Nosenheim.
(Schluß.)
Der Abend vereinte nochmals die Einwohnerschaft
Rosenheims zu einer Feier im Hotel
„Deutscher Kaiser“. Der Fünferlocrein hatte
die Veranstaltung übernommen und für ein
schönes, reichhaltiges Programm gesorgt. Her
#ren des Orchestervereins, des Konzertverchns
München und unserer Stadtkapelle stellten das
Orchester, das von Herrn Kapellmeister Meyer
dirigiert wurde. Dem einleitenden Marsche
„Unter dem Freiheitsbanner“ und einer „Lustspiel-Ouverture“
folgte das von Allen gesungene
„Festlied“. Hr. Michl Kämpfl richtete
einige kernige Worte der Begrübung an die
Anreesenden, denen die * des Hrn.
Mathes sich anreihte. sie uns in poetischer
Form, mit — He und wundervoller
Sprache. Zehn Monate liegen wir nun
im Kampfe mit den Nationen. Sommer und
Herbst sind dabingepangen. Der rauhe Winter
deckte mit seinem ichentuch so viele Heldemgräber.
Und doch ist der Frühling wieder gekommen,
mit seiner Prac und Wonne, mit
dem Rieseln der Bächlein, dem leisen Ranschen
der Wälder, mit all den lieben Blümlein, die
uns traulich zulächeln! Aber auch draußen auf
dem Schlachtfelde sind der Blumen so viele. 7.
Gar reiche Ernte hält der Schnitter Tod dabei.
nter seiner Sense sallen sie blutig rot zur Erde.
Sie fallen unter der Hand gehässiger Feinde
und wilder Horden, die diese gegen unsere Söhne
geworfen. Die wildesten Völkerrassen haben sie
gegen die Unseren aufgeboten, doch sell und
einig lehen Deutschlands Krieger da und wanen
nicht. Das zum Schluß auf die tapfere
Armee ausgebrachte Hoch fand begeisterte Aufsnahme.
.
Die liebliche Gavotte „Weiß-Blau“ ließ das
Orchester unter der Leitung des Herrn Helfrei 4
auftänzeln und ihr reihte sich das wieder im
Chor gesungene „Karpathenlied“ an. Herr Baumann
ergriff das Wort, Herrn Kämpfel für die
Bereitung dieses schönen Abends dankend; er
gedachte auch der ernsten Zeit, in der wir des
Glüdes eines weisen Herrschers nicht entralen
können und stimmte ein Hoch an auf Kaiser
und Vaterland. Herr Fanschuh brachte drei
schöne, aktuelle Gedichte: „Der Kaiser geht
durch das Schlachtfeld“, „Das letzte Worl““
und „Durchhalten“, die mit großem Beisall
aufgenommen wurden. Dann erfreute uns Herr
Kapellmeister Meyer mit zwei Violinvorträgen.
Herr Hutterer jun. hatte die Klavierbegleitung
übernommen und sehr subtll ausgeführt. Einzig
schön kam das „Preislied“ aus Meistersinger
von Wagner-Wilhelmy zu Ohr. Herr Meyer
ist unstreitig ein Künstler auf der Violine, er
führt meisterhaft den Bogen, hat einen seinen,
reinen Ansatz und eine schöne Nuancierung. Ge
dämpft trug er auch die „Canzonetla- von
Derla vor. „Mir halten aus“ , unser Losungswort,
brachte Herr Mathes in erhabenen Reimen
vor. Ergreifend wirkte die Wiedergabe
der „Drei Grafen Spee“ und lebhafter Bei
sall wurde dem Vortrag „Gegen England“
gezollt. Das Orchester spielte dann den ZKaiser
Friedrich-Marsch, dem sich wieder von allen
gesungen das „Tabaktagslied“ anreihte.
Nunmehr ließen die Künstler des Fünferl
vereins mehr die heitere Muse zum Worte
lommen, und sie übertrafen dabei die Erwar
tungen aller. Michel Kämpfels Gedicht über
den Tabaltag und seine ev. Nachfolger und
sein „Erstens und Zweitens“ weckte allgemeine
Heilerkeit. Nicht minder trug Herr G. Ler zur
Bereicherung gerade dieses Teiles dess Abenos
bei. Bei ihm gefielen namentlich „Kampf“ und
„Kriegsbrot“ und die unübertreffliche „Bauernkriegspolitik“.
Nicht minder gab es bei den
„Zwei Landsturmmänner'“ und bei den „Schür“
rengrabeng’'stanzel“ zu lachen. Auch die Duette
waren auf den gleichen Ton gestimmt. So
ging es eine geraume Zeit fort, zu jedermanns
Freude und zu allgemeinem Anklang. Des Bei
falles war kein Ende mehr, Wiederholungen und
Einschaltungen mußten gegeben werden. Dazwisckken
gal e: nock mmil li . Darbietungen
des Orche#und emieinsa de Lieder, zu denen
Herr Michel Kämplel und Derr Sekretär Gmein
wieser aus eigenem beisteuerten. Hr. Kämpfel
wurde durch einen großen Lorbeerkranz geelhrt.
Der ganze Abend verlief in gehobenster Stmmung,
der Saal war gefüllt und zeigte mit
seinem festlich grünen Schmucke ein gules Vild.
Junge Damen boten noch immer die süßen
Makronenherzen an, die reichen Absatz sanden.
War es vielleicht mehr der Tüten willen, die
als Knallbomben große Verwendung sanden?
Jedenfalls dürfen wir sagen, nicht nur der
Abend, der ganze Tag hat sich gelohnt, unsere
wackeren Krieger werden somit eine reiche, schone
Pfingstfreude erhalten und uns Daheimgebli:
benen sicherlich Dank wissen.
Wic wir erfahren, brachte allein der Abend
einen Ertrag von 500 Gewiß ein sehr
ansehnlicher Ertrag! Anfügen möchten wir noch,
daß Herr Photograph Knarr von der patrio
tischen Feier vor dem Kriegerdenkmal zahlreiche
vorzügliche Aufnahmen gemacht hat, die bei
ihm als Ansichtskarten erhältlich sind. Sie bilden
ein treffliches Andenken an den denulwürdigen
Tag, der namentlich in den Herzen
unserer Jugend fortleben wird. Die Karten
sind in unserem Schaufenster ausgestelll. Th. R.
Cokalnachrichten.
Rosenheim, den 11. Mai.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Andreas Dingler aus Irlach bei Halfing, Soldat
im 1. Juf.-Rgt.; Kriegsfreiwilliger Jus.
Ant. Bartl, Sohn der “]e=Bartl
in Bad Aibling; Inf. Fr. T. Fröschl,
Sohn der Manurersehesut Fröschl in Bad Aibling;
Ers.-Res. A. Lohmaier, Wagnermeisler?
sohn von Elchenloh, Feldartillerist Josef Heel,
Steinmetz und Bildhauer. aus Traunstein.
Uszeichnungen im Felde. Josef
Schärfl, Angestellter der Firma Franz Nonrad,
Maschinenfabrik in Rosenheim, wurde zum
Unieroffizier befördert und gleichzeitig mit dem
Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Bataillonslommandeur
Hauptmann d. L. Emil Glaher aus
Bruckmühl, Inhaber des Eisernen Kreuzes und
des Militärverdienstordens mit Schwertern,
wurde zum Mafjor befördert. Ferner erhielten
das Eiserne Kreuz: Gastwirtssohn Sig. Hamberger
aus Noderwichs, Feldgend r? ber,
wachtmeister GEg. Arneth, früher enar##in
Kolbermoor (unter gleichzeitiger inn: ig des
Militärverdiensttreuzes 2. Kl.); Leninant Eugen
Manyr, Sohn der Kaufmannswitwe Elise Mayr
in Wasserburg. !I
Ehre
kenpfle
Bayer.
riges un
Roten K
für frein
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ötting.
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Sirickmase
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