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genannt, und zwar bezeichnet man diese je nach ihrer Art als
Gänge, Flöze, Stöcke usw. v
Von alters her sind viele solche Lagerstätten meist durch Zufall
entdeckt worden, indem sie zu Tage ausliefen oder unter der Ackererde
zufällig entblößt wurden. Tiefer liegende Mineralien müssen
im Innern der Erde aufgesucht werden, und ihre Gewinnung aus
dem Erdinnern nennt man den Bergbau, den Ort, wo dieses geschieht,
bezeichnet man als Bergwerk, und die Leute, die diese mügevolle
und gefährliche Arbeit verrichten, werden Bergleute genannt.
Schon den alten Agyptern und Phöniziern war der Bergbau
bekannt. Vor allen Dingen aber wußte das praktische Volk der
Römer Vorteile aus der Ausbeutung der unterirdischen Schätze zu
ziehen, und in ihrer bekannten unmenschlichen Rücksichtslosigkeit
verwandten sie ihre Kriegsgefangenen als Bergleute; auch Verbrecher
wurden zur Bergwerksarbeit verurteilt, was der Todesstrafe
gleichgeachtet wurde. In Deutschland hatte der Bergbau unter den
fränkischen Königen schon eine ziemliche Bedeutung erlangt. Einen
wirklichen Aufschwung nahm er aber erst im 12. Jahrhundert.
Namentlich von Böhmen aus verbreitete sich dieses schon kunstmäßig
betriebene Gewerbe nach dem Erzgebirge und dem Harze, woselbft
es im Laufe der Jahrhunderte eine große Ausdehnung und Bedeutung
erlangte. Heutzutage ist der Bergbau, dem im Laufe der
Zeit von Grundherren und Landesfürsten besondere Rechte verliehen
worden waren, zum großen Segen fast über die ganze Erde verbreitet
und ernährt viele Hunderttausende von Menschen.
Das Aufsuchen der mineralischen Schätze, der Lagerstätten, geschieht
durch Graben und Bohren. Ersteres wendet man bei geringeren
Tiefen an, während man zu letzterem greift, wenn die
Lagerstätten sich vermutlich in größeren Tiefen befinden, oder wenn
die zu durchdringenden Erdmassen sehr wasserreich sind. Die hierbei
benutzten Geräte, die Bohrwerkzeuge, werden entweder durch Menschenkraft
oder durch Dampfmaschinen bewegt. Die entstandene Offnung
nennt man das Bohrloch.
Die Gewinnung der aufgefundenen Mineralien, der Abbau
der Lager, ist der eigentliche Bergbau. Geschieht die Gewinnung
der Mineralien nach Abräumung der sie bedeckenden Erd= oder
Steinmassen an der Oberfläche, wie in Steinbrüchen oder einigen
Braunkohlengruben, so nennt man diese Art des Bergbaus Tagebau.
Auf diese Weise werden gewonnen: Granit, Porphyr, Bafalt, Kalkstein,
Marmor, Schiefer, Sandstein, auch wohl Braunkohle. Die
meisten mineralischen Lagerstätten liegen aber im Innern der Erde,
so daß zu ihrer Gewinnung die Bergleute, abgeschieden vom Tages-67