Full text : Fürst Bismarck und der Bundesrat. Dritter Band. Der Bundesrat des Deutschen Reichs (1873-1878). (3)

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haut,  welche  die  Nabelschnur  wie  eine  Scheide  überzieht.
Die  Nabelschnur  ist  im  Anfang  noch  sehr  kurz.  Später  erreicht
sie  die  Länge  des  Kindes  und  darüber.

Der  Mutterkuchen,  Nabelschnur  und  Eihäute  werden  zusammen
  Nachgeburt  genannt,  weil  sie  nach  Geburt  des  Kindes
ausgestoßen  werden.

S.  54.

In  der  Wasserhaut  ist  das  Fruchtwasser  eingeschlossen.
Dasselbe  umspült  den  Körper  der  Frucht.  Das  Fruchtwasser
ist  eine,  anfangs  klare,  später  weißlich  trübe  Flüssigkeit  von
fadem  Geruch.  Seine  Menge  nimmt  im  Laufe  der  Schwangerschaft
  zu  und  gegen  Ende  der  Schwangerschaft  beträgt  sie
ungefähr  1  Liter.  Gelegentlich  befindet  sich  auch  noch  zwischen
den  Eihäuten  etwas  Wasser,  welches  man  falsches  Fruchtwasser
  nennt.

Das  Fruchtwasser  ist  für  das  Wachstum  der  Frucht
außerordentlich  wichtig.  Sein  Hauptnutzen  ist  der,  daß  es
den  Blutlauf  schützt.  Der  Mutterkuchen  und  die  Nabelschnur
  würden  in  gefährlicher  Weise  gedrückt  werden,  wenn
das  Fruchtwasser  fehlte.  ·

Daneben  hat  es  den  Nutzen,  daß  es  der  Frucht  das
Wachstum  und  die  Bewegung  ihrer  Glieder  ermöglicht.  Ferner
befördert  es  die  gleichmäßige  Ausdehnung  der  Gebärmutter,
schützt  die  Frucht  vor  Verletzungen  und  läßt  die  Bewegungen
des  Kindes  der  Mutter  weniger  empfindlich  werden.

8.  55.
Die  Frucht  bezieht  durch  die  Nabelschnur  aus  dem  Mutterkuchen
  alle  Nahrungsstoffe,  welche  sie  zum  Aufbau  ihres
Körpers  braucht.  Der  Mutterkuchen  ist  mit  breiter  Fläche