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derungen an den Hinterleger ist er nur berechtigt, wenn dieselben darauf beruhen, daß ihm die
hinterlegte Sache Schaden zugefügt oder er auf solche Verwendungen gemacht hat.
1272. Auf die Verbindlichkeit mehrerer Verwahrer und mehrerer Erben eines Verwahrers
finden die Vorschriften im 9 1185 Anwendung.
# 1273. Der Hinterleger ist verpflichtet, dem Verwahrer die auf die hinterlegte Sache
gemachten Verwendungen nach den Vorschriften über die Eigenthumsklage zu erstatten.
1274. Sind vertretbare Sachen unversiegelt oder unverschlossen hinterlegt, so ist im
Zweifel anzunehmen, daß dem Verwahrer das Recht des Verbrauches gestattet sein soll.
Macht der Verwahrer von diesem Rechte Gebrauch, so geht der Vertrag von der Zeit an, wo
er dieses Recht ausübt, in ein Darlehn über, bei welchem jedoch die Vorschriften über die Zeit
der Rückgabe und über die Aufrechnung in §§ 1267, 1268 und 1271 Anwendung finden.
1275. Ist bei der Hinterlegung vertretbarer Sachen gleich Anfangs verabredet worden,
daß nicht dieselben Sachen, sondern eine gleiche Summe oder Menge von Sachen derselben
Gattung und Güte zurückgegeben werden soll, so gilt der Vertrag von Anfang an als ein
Darlehn.
1276. Ist die Hinterlegung vertretbarer Sachen dergestalt erfolgt, daß der Verwahrer
solche von einem bestimmten künftigen Zeitpunkte an als Darlehn haben soll, so gebt die
Hinterlegung erst von diesem Zeitpunkte an in ein Darlehn über, der Verwahrer trägt aber
sofort von der Hinterlegung an den zufälligen Untergang.
1277. Hat der Hinterleger dem Verwahrer gestattet, die hinterlegten vertretbaren
Sachen von einem ihm beliebigen Zeitpunkte an zu verbrauchen, so geht der Vertrag von der
Zeit an in ein Darlehn über, wo der Verwahrer von der Gestattung Gebrauch macht.
§ 1278. Hat der Hinterleger dem Verwahrer den Gebrauch einer hinterlegten unvertretbaren
Sache gestattet, so ist der Vertrag nach den Vorschriften über die Gebrauchsleihe zu
beurtheilen.
*1279. Ist eine Hinterlegung zum Zwecke der Sicherstellung des Verwahrers erfolgt,
so liegt darin, wenn die hinterlegten Sachen vertretbar sind, eine Hinterlegung mit gleichzeitiger
Gestattung des Verbrauches, und wenn die Sachen unvertretbar sind, die Bestellung eines
Faustpfandes. Der Hinterleger kann die hinterlegten Sachen nur zurückfordern, wenn sich
der Zweck der Sicherstellung erledigt hat.
XIV. Verbindlichkeit der Gastwirthe aus der Aufnahme Reisender.
1280. Gastwirthe, welche zufolge ihres Gewerbes Fremde zur Beherbergung aufnehmen,
haften den Aufgenommenen für Rückgabe der von diesen eingebrachten Sachen.
*1281. Es ist gleich, ob die Aufnahme der Fremden mit ihren Sachen von dem Wirthe
oder von seinen hierzu bestellten Dienstleuten erfolgt, oder ob die Fremden ihre Sachen blos
thatsächlich in das Wirthshaus bringen.
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