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muthe JPaul Qn. Fixlein 9; das fatale reehnen Chemie fauler Ueinz ein Ofen der nicht viel Sorgfalt
Eichendorff Taugen. 21; stolperte.. uber die fütalenerfordert; faule Grete Name des Sichellrautes, faule
baumwurzeln 10; in neuester Spr. auch noch mehr ver-mage der Kuckucksblume. 5) träge, lässig machend:
blaßt, nur = unangenchm: vicht zu hauso? dns ist es ist heute faules wetter. — Zusammensetzungen:
fatal; ich bin in einer fatalen lage; eine fatale und Fanlbaum, m. Baum= oder Strauchart mit stinenden
ärgerliche geschichte Keller Werke 1, 213. Blättern. — Faulbcere, f. Veere des Faulbaums. —
Fauchen, jüngere Form für pfauchen #u#sll#are. in- Faulbeit, n. Lotterbett, sophaartiges Lager: werd io#n
halare, aspiiare Stieler, mhd. pfüchen; Verbnm heruhigt je mioh auf ein faulbett legen Gocthe
auf lautmalendem Grunde, um eigentümliche Laute Faust 1; Dim. auf einem seidenen faulbettchen Eichenwütender
Tiere zu bezeichnen: die katze fauchet Campe; dorff Taugen. 113. — Faulpclz, m. eigentlich der Pelz
fauchender hamster Freytag Soll 1, 257; der fuchs . oder Schimmel, der Faules überzieht; übertragen als
fauchte ihn wüthend an 2, 12. Schelte für einen sehr trägen Menschen. — Faulreisc, k.
Fanl, in auflösender Gährung begrissen. Gemein= böchste Reife einer Frucht, unmittelbar vor Ubergang
germ. Wort, goth. kals, altnord. füll, altengl. ahd. fül, — in Fänlnis. — Fanlticr, n. Name des amerilanischen
mhd. val. mit ableitendem 1 aus einer Wurzel su ge- Ai; in grober Rede auf einen saulen Menschen überbildet,
die auch in griech. pyon, lat. pũs Eiter, altind. L### tragen.
faulen, litt. puvu. Inf. puti faulen vorhanden ist; die Fäule, f. das Faulfein, nach faul 1, ahd. füli. mbd.
eigentliche Bed. ist stinkend. Die Steigerungsgrade in viule: putredo fan! Dief.; wir lesen das wein vor
neuerer Spr. ohne, in älterer mehrfach mit Umlaut: fäule daäut Garg. 11; faule Stelle im Holze Adelung;
viel ein feuler holz Weish. Sal. 11,1; der fänlsten san bei Gärtnern eine solche an der Baumrinde Jacobsgebört
der fäüulst treek Fischart Bienk. 1595. 1) saul fou; im Bergbau faules Gestein; Krankheit der Schafe;
im eigentlichen Sinne: faules obst, wasser, fcisch, fauler auch bei Menschen, vgl. mundfaule; bei Winzern heißt
käse, faule cier; faul eier und stinkend butter gehören cdelfäule, stocklaule eine Art Uberreife der Trauben.
zusammen Garg. 86; ein saul usz Hiob 13, 28; kaul faulen, faul werden, ahd. falen, mhd. vülen, nach faul 1:
holz 41, 18; als Krankheit ein fauler zahn, faules fleisch l der vin an den reben fulete D. Städtechr. 9, 774; holam
Körper; ein iglicher guter bawm bringt gute fruchte, D das nicht faulet Jes. 10, 20; der mensch fault in der
aher ein fauler bawm hringt arge fruchte Matth. 7, 16; erde, die äpfel faulen Steinbach; selten nach faul 4,
laul im leibe sind Tiere, deren Magen und Gedärme träge sein: darumb ist hie nicht zu faulen und zu
entzündet sind Adelung; bergmännisch fauler gang. sehlafen Luther Ausleg. der Episteln 1525; des morschmieriges
und schlüpfriges Gestein, faules gebirge, gens lang im bette mult BWaldis Esop 1, 19; in
mürbes, brüchiges Gestein ebd.; dasz der marmor .. neuerer Spr. nicht mehr. — faulenzen, sich träge gegeschwöcht
und gleichsam faul war Goethe Benv. baren. Iterativbildung zu faul, in ältester Form mittels
fauchen — saul. Faulbaum — saunisch.
4, 5; Schmiede nennen faules eisen das durch überflüssiges
Hämmern brüchig gewordene. 2) Faulsein anzeigend:
fauler geruch. geschmack;: die faule lutt meines
unraths Schiller Räub. 4, 5; etwas riecht, dustet
schmeckt faul. 3) bildlich und in Redensarten, = unrütz,
schal, verdorben, am sinnlichsten an die faulen
fische (Matth. 13, 18) anknüpfend: das sind faule fische,
Lügen, Vorwände, schuttelte zu allem den kopf und
brummte. das seien eitle faule fische Gaudy Erz. 418;
unsinnlicher: lasset kein faul geschwetr aus e#rem
munde gehen Eph. 4, 29; mit faulen bossen Luther
wider d. Bischof zu Magdeburg 1539; eine seer faule
einrede wider den Wucher 1540; kümmre dich um deine
faule sache Bürger Frau Schnips; jetzt sehr gewöhnlich
faule redensarten, ausfluchte, einwände, ein füuler
schuldner; die sache ist gunz faul, es ist ihr gar nicht
zu trauen; festungen, welche der faule friede in Frankreichs
hand gelassen Treitfchke 2, 158. In älterer
—
Spr. es thut faul, ist fehr mißlich: es thut faul seine S
sunde zu bekennen Luther Tischr. 104b. 1) fau! -
träge, arbeitsschen, im Ahd. noch nicht, aber im Mhd.
entwickelt (an stebendes Wasser angeknüpft: däucht mir
mein herzblut stehe faul als wie ein sumpf Wieland
Ob. 10, 37): muezikeit hät daz reht, si machet manegen
fülen kneht Freidank 49, 5; ein fauler mensch ist.
gleich wie ein stein, der im kot ligt Sir. 22, 1; faule
heuehe Tit. 1, 12; gebe hin zur emmeiszen, du fauler
Spr. Sal. 6, 6; der junggesellen faulen trosz Schiller
3, 171; sich auf die faule seite legen otio et ignari#e
se dare Frisch; scheltend ein fauler schlingel, fauler
kerl; saul sein, sich faul zeigen, mit Hinweis auf 1
auch er ist stinkendfaul; alle jre wechter . sind fauli
Jes. 56, 10; nieht faul sein, sich dazu halten: seid nicht
faul zu zichen Richt. 18, 9: Seufrid aber was nit faul,
sprang auf Wickram Goldfad. 6#; er sei im schlngen
nuch nit faul Nachb. 245; in gekürzter Wendung: (er)
schwenkt, nicht faul, sich auf des königs maul Wieland
Sommerm. 1, 253; das (Mädchen) aber, nicht
faul, nahm ein huchenes scheit JGotthelf llli d. K.
367; — bei Schiffern faule sce, Windstille; in der ältern
der Silbe -ezen, und zunächst nach faul 1, — sich faul,
stinkend zeigen: (daß) der win .. seiger wart und fulezete
D. Städtechr. 9, 774 (11. Ih.), dann auch nach faul 4
in heutiger Bed.: acesch'are vüllazin Dies. (von 1420);
und fo in Schwang klommend, indem die Endung nasaliert
wird: da heim aufm polster sitzen und faulleuzen
Randglosse zu Ruth 2, 7; wer fauleuzt, der stinket iedermänniglich
un Stieler; nur der derben Rede eigen. —
Fauleuzer, m. der faulenzt: der faulenzer der nicht
gerne erbeitet Luther v. Kaufhandlung 1524; kr
faulenzer! Eichendorff Taugen. 38; in der Form
faulenz: (muß man) aus deiner haut den faulenz treiben
B Waldis Esop 1, 19; umgedeutet zu fauler Lenz mit
Anlebnung an die Kofeform des Namens Lorenz (val.
Wackernagel kl. Schrift. 3, 165 fg.). faulenzer heißt
auch das Faultier und ein bequemer Lehnstubl. —
Faulenzerei, k. Wesen und Treiben eines Faulenzers. —
Faulheit, k saules Wesen, nach faul 1 nur in älterer
zFr.: putredo vulheit, faulheit, faulkeit Dief.; gewöhnlich
nach faul 4: pigritia fulkeit, fulheit, vaul.
heit ebd.: sie isset jr brot nicht mit faulbeit Spr.
Sal. 31, 27; sich der unachtsamkeit und faulheit ergehen
Henisch; in faulheit leben Campe. — faulichl,
faulig, 1) in Fäulnis übergehend, e
tieler; doch schien euch manche (Birne) susz und
manche faulig Strachwitz Ged. 85; bei Adelung
mit Umlaut füulichte krankbeiten für solche die aus
Fäulnis der Säfte echen= als Arztewort. 2) unsewöhnlich
— träge: ein fauler macht den andern fauicht
Stieler: die freiheit macht ihn faulig ebd. —
Fäulnis, f. nach faul 1, Zustand des Faulens und Verwesens:
fäulnusz, pukvecko, putresactio Frisch; frucht,
an welcher die Hulnis vagt Schiller 1, 308; übertragen
sittliche fäulnis.
Faun, m., aus lat. Fnunns, der Name des bockfüßigen
Waldgottes übertragen auf einen niedrig-lüsternen Menschen,
Plur. faune und launen; dazu faunisch, in solcher
Weise begehrlich: was faunen faunisch thun Wieland
Idr. 5, 3; mächtige nasc über dem groszen, faunischen
maunde Treitschke 2, 336.