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erklimmt es den Gipfel seiner Macht. Jetzt sollte Deutschland
durch eine kaiserliche Militärherrschaft in eine habsburgische Einheitsmonarchie
umgewandelt werden. Wallenstein war der
Mann dazu, den Plan zu verkörpern. Er behandelte die deutschen
Fürsten mit Rücksichtslosigkeit. „Man braucht keine Fürsten
und Kurfürsten mehr, jetzt ist es Zeit, denselben das Gasthütel
abzuziechen; wie in Hispanien und Frankreich ein König ist,
also soll auch in Deutschland ein Herr allein sein.“ Diese
Acußerung ward ihm schon 16-8 im Reichshofrath zur Last
gelegt und allerdings enthielt sie den Kern seiner Plane. Ebenso
wußte auch die Geistlichkeit, daß nicht alle durch das Restitutionsedilt
wiedergewonnenen Kirchengüter an die Kirche zurückgegeben
werden, sondern viele dazu dienen sollten, den Unterbau der neu
aufzurichtenden unumschränkten Alleinherrschaft des Hauses Habsburg
in Deutschland zu bilden. Da rafften sich die Fürsten auf,
Frankreich schürte die Besorgniß der Liga, und halb gezwungen
entließ der Kaiser, besonders auf Andringen des bayrischen Kurfürsten,
den Wallenstein (1630). So ist freilich des Kaisers
despotischer Einheitsplan zu nichte geworden. Der Kaiser hat
es dem Kurfürsten nie verziehen.
Als die Schweden in Deutschland einbrachen, wollte der
Cardinal Richelien, der Lenker Frankreichs, die katholische Liga
von dem Kaiser treunen und hatte Maximilian vorgestellt, wenn
er nicht gegen Oesterreich kämpfen wolle, wenigstens nicht für
es sich zu opfern, d. h. neutral zu bleiben. Der Kurfürst, treu
seinem einmal gegebenen Worte, opferte sein Bayerland, das
ihn so sehr liebte, des undankbaren Habsburgers wegen. Die
Schweden machten Bayern zur Wüste. Maximilian sah weder
die Bundesglieder der Liga herbeiströmen zu seiner Hülfe, noch
die Heere des Kaisers. Der saß ruhig zu Wien und vernahm
schadenfroh die Noth Dessen, der ihm vor kurzem seine Herrschaft
gerettet, aber auch seine despotischen Absichten vereitelt
· 2 AÆ
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