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Als Hospitalbrand sind in Bayern, Hessen, Sachsen-Meiningen, Anhalt, Bremen
und Hamburg je 1, in Preußen 2. Erkrankungen im Ganzen aufgeführt, in Württemberg
für das Jahr 1893 dagegen 5, in Elsaß-Lothringen insgesammt 17. Todesfälle sind
7— 226% des Abgangs verzeichnet.
Wuthkrankheit erforderte Anstaltspflege 2 mal in Schlesien, je 1 mal in Oldenburg,
Braunschweig und Lippe. Die 3 Erkrankungen in Schlesien und Oldenburg endeten tödtlich,
während die beiden übrigen günstig verliefen.
Milzbrandübertragungen auf Menschen führten 170 Männer und 27 Frauen, zusammen
197 Personen den allgemeinen Krankenhäusern zu (gegen 115 in dem vorigen
Berichtszeitraum), von denen 35 — 17, (1501)% starben; in Preußen betrug die entsprechende
Verhältnißzahl 15,8. Am häufigsten war nach der Anstaltsstatistik Milzbrand in
den preußischen Provinzen Sachsen, Schlesien und Hessen-Nassau (21 bezw. je 18 Erkrankungsfälle),
sowie im Königreich Sachsen und in Württemberg (je 19), relativ selten in
Bayern (8), der Rheinprovinz und Westfalen (6 bezw. 7), Hessen und Elsaß-Lothringen (je 2).
An Notzkrankheit wurden 8 Männer behandelt, je 1 in Berlin, Schlesien und Elsaß-Lothringen;
1 davon ist gestorben.
Trichinose gab in den 3 Berichtsjahren 8, 6 und 11, zusammen 25 mal zur Aufnahme
Anlaß; tödtlichen Verlauf nahmen 16,0% der Er,
Die Fälle vertheilten sich wie folgt: .
u-Staaten
ꝛc. 1892 1893 1894 —
men
Westpreußßßßfßen 1 1 — 2
Berlin.............................. — 1 — 1
Brandenburg.................. ... .... 1 — — 1
Pgosen. — 2 3 5
Schlessen 1 — — 1
Provinz Sachsen 1 1 — 2
Bahen 1 — 1 2
Badrn 2 — — 2
Königreich Sachsen. ................... — — 1 1
Mecklenburg-Schwerin ............. .... — — 8 3
Hambuünrrrggg — 1 2 3
Elsaß--Lothrinennn 1 — 1 2
zusammen 8 6 11 25
In der Rubrik „Andere thierische Parasiten ausschließlich Kraͤtze“ sind wohl
vorzugsweise Bandwurm-, und, wie die immerhin nicht unbedeutende Sterbeziffer beweist,
auch zahlreiche Echinokokkusfälle enthalten. In Zugang kamen 7 344 Erkrankungsfälle, von
denen 4067 allein auf Bayern, Württemberg und Baden entfielen; insgesammt 127 — 18%
führten zum Tode. Die nordwestlichen preußischen Provinzen, welche sich durch ausgedehnte
Schweinezucht auszeichnen, zählten, wie früher, verhältnißmäßig sehr wenige Anstaltskranke
dieser Art, nämlich Westfalen, Hannover und Schleswig-Holstein zusammen nur 365.
Tuberkulose und Lungenschwindsucht sind hier, wie es in den meisten
statistischen Besprechungen geschieht und auch in den früheren Bearbeitungen der deutschen
Heilanstaltsstatistik durchgeführt ist, gemeinsam behandelt worden, obschon sie in den Uebersichten
getrennt (die Lungenschwindsucht unter den Krankheiten der Athmungsorgane) aufgeführt
werden. Ueber die Gründe der Zusammenfassung vergleiche auch Arbeiten aus dem
Kaiserlichen Gesundheitsamte, Band IV, Seite 271.