###er 100
. toscuhcimcr Anzeiger
hensseden: Ncheschlen.
Verl 2J. Juil. In der Friedrichstraße
am Ora n w- -qr-ok standen in der vergange-EIII
Weibtier= Altienbrauerei Bolle
5½% 1 45 der Dachiluhl des Waisenhauses
#flanichen Kolonie und ein Dachuhl auf
dem Nag Farhof in ganzer Ausdehnung in Flammen.
Die Seuerwehr vermochte eri nach drei
Stunden den Vrand zu löschen.
Buda pen.) 2J. Juri. Ueber die Ernteresultate
in Ungarn liegen Lan rerordentlich befriedige#nde
Nackrichten vor. Die Ernlearbeilen gehen
ungeört vor sich. Das W. iler isi auhterordentlic,
günstig. Bei Roggen und Weizen wird das
Ergebnis nach den bisherigen Resullaten volllommen
befliedigen. allch in Bezg auf d die Qualilät.
Bei Gerie und H#fer im die Qualität meniger
gut, doch immer noch besser, al? man allgimein
erwartete. und auck dem Mais jind o die
Nieders#e#läge noch sehr zunaiten geiommen. Die
Spatlartossein haben sich gut erhallen.
s- Kn Neusgienen.
A##ünchen. 2. Juli. Der Lebensmittelaussd
uß - in seiner letzten geheimen Sitlnn,
die Mühte und die Großmehlabgabenielle
ner Anna Krns. Pae. lerin der Hospfiflerei,
gen neuerlecher Zuwiderhandlungen gegen
e lriegs wir lĩa. aĩtsi ichen Norschriften dauernd zu
enn n. Der Beirieb war schon wegen verschiedener
Unzulsssigkeiten zu Beginn dieses Jahres
auf einen Monat geschlossen.
— 1
Sahetiiche Nachrichlen
mühldorf, 23. Jusi. Die Abnahme der besck
agnahmten Gloden der Marienlirche ül heute
j r in Gewid'te ban 359 bzw. 210
der Ö# eresverwaltung zugeführt,
L u, sa on Johre alt, dari, weil sie
beriidan Wert han, zurücbehatien werden.
kruer f, 24. Juni. Die Bierbrauerei
Tediniier), seit einigen Wochen im
HOrlru Hausberger hier, wurde von
der Ke elrauerei München länsüich erworben.
Der Vorkb behieit sich die Guitwirtschast
und 50 Legweri Grundstücke zurück.
Füssen, 2. Zuli. Die Viehdiebstähle, auch
non Grofe#, die in Llebler Zeit aus verschiedenen
wenenden des Landes gemeldet wurden,
nelhmen au.# in hieiger Gegend überhand.
iit auf der N eit- zunger Alpe abermals ein üeiljuehiger
Sier alhanden gelemmen. Es liegt die
Vermutung nahe, daß er gesck lachtet und sofort
an mellige Arnehmer verlauft wurde.
Zeumarkt i. O. 2.). Juli. In einem grohsien
Welher der Oberpfalz sind sämtliche Karpsen
zugume gegangen, nachdem kurz vorher ei-
nig Kriegegesa augene dari. gebadet und sich dabei
in an sjall. ger Weise mit einem Schächtelchen
16 Giliot lauen. Sie halten sich offenbar
ii iu verschafken gemußt.
Vamberg, 51.
Juli. Im 100. Lebensjahr
entiarlasen in im nal#en Mele (Tdorf die Güllerin
zuma Marin Noiter. Die Frau wohnle
im er Urenkelin u d mar wohl seit
inehreren Kohren belliggerig. halie aber bis
zum setzten Uugenblid ihre geinige Frische bemahrkt.
Forchheim, 21. Juli.
inmnung sdachlete am 13. 3#n cinen von einem
Landwitt au der Iin debunn gelieserten Odien.
* er war * 1 Getreide überf#lll, sodan sich
Lebemäarwiert von 14810 Pfund li zur
ächtung herene um 30 Pfd. verringert hatte.
Der Wani des gescklachteten Ticrer ueg 330
send. Wigen der Uebersullrung mit Gerreide
6 Arz'ige ernallet.
Von einsamen Menschen.
Noman von Frih Ganzer
Machermch verttken.)
iu miu auch der Sohn gestorben“
Die biesige Menger-
2))
„ Ann
. . . La wandte er den Kopf .... Es durste
L nicht sein!.
Aber er war allein im Zimmer. — Und
nun flünte er die Arme auf die Platte des
Schreibusches, vergrub den Kopf in beide
Hände und slöhnte, daß es wie der letzte
Seuszer eines Sterbenden durch das Zimmer
cann — und wle ein bitteres, wehes Erzählen
von einfamen Menschen. —
r—
nk##te shn #iars,
ui)nn, und 5 .
s,nmtt·s Humoem
-’1«»e nlin-us
tiupsisssivonsssncu» Iscscttrlitgcs
1I.-Idcslt’c..l.HHJJlHH.(1;lz(’:chgc5
.ut«s.trp.:as immer wieder bedachl.
Und immer Wier war er zu dem Ende gekommen:
ich hahr niet#t andere handeln können.
Gewin: Zate sein Bater eine Spur von
Nachgie digleit vrgeisgt, so würe der Ausgang
ein anderer gewesen. Gr hütte sagen können:
,Jo) sohe es eigentlich nuhn gern, u
deinen Beluch wiederholen wiülst; denn ich
ben davon über zeugt, daß das Zusammensein
mit diesmt ussilertahe für dich oon
großem Nachteil Es lönnte geschehen, daß
du durch Geihlr ½% über Kunst von deinem
mühsam errungenen UCutschlulse, Jura zu
studieren, abgebracht und in das alte Fahrwasser
genieben wirst. Aber da du dein Kom-
als Woljgang
en Sterne glimmzGul.
Kurz vor
se e SIch: itte und
—
„Hetten, 21. Juli. Als vom Turme der hiesigen
Stiftslirche eine beschlagnahmte Plocke herabgenommen
werden sollte, brach gleich außerhalb
der Schallöff nung, der Seilhaden und die
ja were Vast sausie auj bie linlestehende Seitentapelle,
deren Dach durchschlagen wurde. Volle
zwei Tage mutte angestrengt gearbeitet werden,
um die zwischen Holzteilen und Manerwerk eingellemmte
Glocke freimadfen zu können. Menschen
wurden zum Glück nicht beschädigl.
Kelheim, 21. Juli. Ein schweres Unglück
ereignete sich auf der Staalstraße von Walddorf
nack Kelheim. Ein mit Holz beladener
Lalkrastwagen raße infolge Bremsbruches mit
einer Gesckwindigleit von 50 Kilometer den
Berg hi mab, lam in den Straßengraben u. überich
ing sich, den Führer unter sich begrabend.
er Arbeiter Büriner wurde vom Wagen er-#a
lagen, wahrend der Führer mit LQuetichungen
davonlam.
GulandT4
Kufstein, 24. Xusi. Am Mittwoch, den 18.
Juli, unternahm Prof. Newer aus Berlin eie
Besteigung der Ellmauer Halspitze. Er ließ im
Unterlunftshaus in Hinterärenl ad jeinen Rucksad
zurück und ging morgens mit der Absicht
sort, am Abend wiederum zurück zu sein. Er war
sch lecht ausgerüstet und hatie einen Regen N
mit. Da seine Rüdlehr auch am andern Tage
nicht ersolgte, machte sich der Wirt von Hinterbärenbad
auf die Suche. Er sand aber ningends
eine Spur von dem Vermifß ten. Es dürfte
dem Bergwanderer wahrs#einlich ein Ungluck
zugesloßen. jein. Die Nachuche wird auf Veranlassung
der Frau des Vermißten fortgesetzt.
bmwerisches Oberiand.
Vom Inn, 24. Juli. Auf den Feldern des
Inntals haben uun Sichel und Sense das Wort.
Ueberatl sieht man Soldatenarme lrastvoll zusassen,
auch unsere wackeren Landfrauen isen
lapfer mit. halbwüchsige Buben tragen das
gesch niltene Gelreide seitab und die alle Dorsharde
bindet es zu Garben und Mandeln. Alle,
was Hände hat, ilt in emsiger Bewegung.
Hie und da brummen auch schon die D Dreichmasceinen,
Roggen und Gerite wird schon seit Tagen
gedroschen, in den Lagerhäusern wurden
schon gröseer# Gctreidemengen angefahren. Der
Körnerertrag in aut und auch das Stroh von
guter Beschafsenleit. Die Weizenernte, die begonnen,
dürfte etrnan: die Ermarlungen efriedigen.
HBögling, 24. Juli. Die Pfarrgemeinde Högling
beging am Zomtan das 25jähr. Prieflerjubitänm
der HH. Pfarrer Stuhlberger und
Benesiziaten Niggl. Am Abend vorher brachte
der Kirckencher den Jubilaren ein Ständchen,
während der Fentag selbil durch feierliches Ge
läute und Böllersalven eingeleitct. wurde.
Gleickzeilig mar dem Wallfahrtsort seiuliches
Gewand gereben worden. Vor dem Golles
dienst wurden die Jubilare in festlicem Zuge
abgeholl. an dem sich die Gemeinde und Kirenwermaltime.
Schullinder, die Veteranenvereine
Högling und Kirg dorf, der Arbeilerverein
Hiuield, die freiw. Feuerwehr Heufeldmühle.
der Vurschenverein Högling urw. beleiliglen.
Vor der Kircke wurde das Jubelpaar vurch einen
Prolog begrüßt (#Frl. Kreszenz Stahuber)
und mit dem silbernen Ehrentranze geschmüzt.
Die Fei#predigt hielt HH. Geistl. Nat Dr. Eirainer
aus Landshut. Während des H##mwamtes
Vrad te der Kirchenchor unter Leörer Wihr die
Festmeise in Co von Horat erinttefilicher Auf—
sührung. Nack der Rüdlennan der Jubilare
in den Psarrhof ##n herreichten die Juelgsfrauen
iderne Kränze und
und Frauen der (##einde 1
Breviere, woran der Kir enchyr mit dem Lie-
inen nun einmat ver lprochen hãit, jo
dich nicht hindern, dein Wort ein Glosen
ich hege das
8
denn
ural ten #11 La# #du
deinem D# êé(4½ Tcu bieiben u 12 dich nicht
breinfiussen“ henn woiell Gehe also immerhin!
Da ich dich aber nun einmal heute gern jur
mich haben mochte, schicten wir vielleicht Le-
werenz hinuber und lassen sagen, du kämest
morgen oder betmorgen. Und dann laß
mir zu Gesallen diesen? seluch den leplen sein.“
Wenn uuter in diesem Sinne gesprochen,
w uvk l . nimmt mchtmndthck
hintenaus-. -« «nu. dieser ge-
warc,
Weise entwalttätigen
sondern in un —-Ichicdenthk«.-.:i:..nc
Loolmnq geblieben,
wenigssen= bte er es vbann nicht auf
den Bruch mit allen rei en DSolze#n ankdommen
lassen.
Aber dieser verweisende, allian zelnde Kathederton,
den vielleicht M#er unmündigen
Kmdern gegenüber anschlagen, die weder Cinsicht
noch Urteil haben, war nicht um Platze
gewesen. Dem musuie er enlgegentreren. Ganz
und gar ungerechtsertigt waren die Lrundlote
Beschuldigung und die benbiitigte Unterbindung
seines ireien Willens gewelen.
Rein, er hatte nicht anders gekonnt!
Diee Anstmt war auch Frau Reaina.
„Was willit du nun beyinnen hH. u sie
ihn Hefragl. a!s beim Abschiemnnehmen
Hande zum letzten Male ineinander nerschlungen
lagen. Er hatte die Schultern gezuckt. „Iln
weis, es noch nicht. Vorerit muß ich mich
irgendwelcher Tätigleit zuwenden, um überhaupt
mein Leben zu fristen. Wielleicht Schreiber
oder Hausknecht der Straßenkehrer oder irgend
will icbon
Donnerstag, 26. Zuli 1912
de „Das iit der Lag der Herrn“ die vormilta
gige Feier abschloß. Die Jutilare und meh
rere ihrer Amtsbrüder trafen sich in der
Straßmeierscken Gastwir#ischaft zum Mitlagsmahls,
worauf dann die Pfarrgemeinde nachmit.
tags eine kleine Familienfeier veranstalteic, bei
der wieder H#Geisl. Rat Dr. Eirainer die
Feitrede hieit und der Burschenverein, oer Dar
lehenelassenverein und der Diemilbatenverein die
Jubilare durch Wie Ueberreichung von Geschenien
erfreuten. Der Kirchenchor umrahmie die
Feier durch manchertei Gesangsvorträge. Die
Pfarrgemeinde Högiing hat ihre Priesteriubilare
würdig geehrt. ¾l
Thalham, 2.. Jui. Am Samstag erhängte
sich auf ihrem Dienitvlatz beim Bauern zum
Schletzbanm dahier die 39jährige Dienilmagd
Ama Brann. Kirckbergerauerstochter von
Stürziham. Der Grund zu diesem traurigen
Ende des souft so le benelufligen Mädchens vürsle
geistige Umnack tung sein.
Kochel, 24. Juli. Die Maschinenfabrik Augsburg
Nürnberg. Werk Nürnberg. hat das
Braunlohlenbergwer! Großweil rei Kodhel läuf—
lich erworben.
Traunstein, 24. Juli. Der Gendarmerie
sergeanr Rülter von Ruhpolding hat einen
in Vernau entwichenen russischen Offiziere#ieell
vertreier in den Rußpoldinger Bergen wieder
ergriffen und eingeliefert.
Bad Reichenhall, 33. Juli. Die Kurlisie
vom Sonntag rerzeichuct den 5000. Kurgaft.
Die Zahl der Passanten beträgt 4172, der Gesamtbesuck
des Kurortes 9131 Personen.
Könia Ollo von Griechenland.
Zum 50. Todestage am 26. Juli 1917.
Am 7. Mai 1832 wurde Prinz ÖOtto von
Banern, der eril 17 jährige zweite Sohn Konig
Ludwigs I. v. Bayern, zum 1. König des in der
Lononer Konfserenz sonverän ertlärten Griechenlands
erwähit. Der junge König, dem man
Lis zum vollendeten 20. Lekensjahre für die
Aurübung der oberiten Staaisgewalt eine Regentick
aft. beigeordnet hatle, lam mit seinem
Gesckwader am 30. Janmar 1833 im Hafen von
Nauplia an. Eine un cgeheure Volksmenge bedeckt:
die User des Golses von Astros bis Nauplia u.
die Schisse der verbündeten Aomiraje wie die
Strandbatterien von Nauplia lichen ihre Salutsalven
unaufhörlich ertonen.
Nock verürich einige Zeit, bis der König das
Land seiner Zuinnst betral. Seine Landung
und der Einng erfolgten am C. Febrnar unter
Formen, die die v#lle Begeislerung der Griechen
erweckten, die da wähnten, daß nun endlich
ihre Leidengzeit abgeschlossen und die Morgenröte
eines goldenen Tages ausgegangen sei.
Königr Otto beitieg am 1. Juni 1835, dem Tage
seiner Volljährigleit, als selbitändiger Herrscher
den Thron und vermählte sich am 22. Novemder
1336 mit Prinzessin Amatjic, einer Tocktler
es Grohetzogs von Oldenburg. Es war jetzt
die Jeit gelommen. da der junge Griechentonnig
zeigen! ernlie. wieweit er der Mann war, die ve
wirrten Verhalinisse umzugesialten, aber irotz
allem gulen Willen lonnte er der anarchistüchen
lͤrd im Innern nicht Herr werden und die
Eingrisse und Umtriebe der sog. Schutzmächte
Rusand, Frankreich und England, die das unglückliche
Land schon damals zum Spielball
ihrer Politik machien, erschwerten ihm dauernd
jedes selbländige Hindeln. Dazu lam,
daß er durd den Mangel an Entgegenkommen
gegen die nationale Partei, die die Erbb#ung
2
alier Cviechischen Provinzen der Türlei errebte,
immer mehr an Nollstümlichkeit verlor.
"
Die Verhällnisse spitzten sich immer mehr zu
bis die Revolution rom Oltober 1862 ihn sei-
nes Thrones beraubte. Das Königspaar verließ
auf einem englischen Schisse Griechenland u.
zog sich in sein Heimatland nach Zumberg zulück.
Den Zusammenbruch seines Königtums
hat Konig W nicht lange überlebt; am 26.
Juli 1867 ist er in Bamberg zur letzten Ruhe
eingegangen. Die Königin übe:lerte ihren löniglicken
Gemahl um ach! Jahre (gestorben ebenfalls
zu Bamberg am 20. Mai 1875). Die Leiche
wurde in einem verschlossenen Salonwagen
u#ber Ançgelurg, wo sie durd hohe Offiziere und
Haitschiere in Empfang genommen wurde, nach
Münd#en uberfährt und dort feierlich in der
Furstengruft! der Theatinerhoflirche zu S1. Cajetan
am 30. Juli beigeseht.
Als König Onto im Jahre 1832 Bayern verließb,
um die Regierung in Griechenland anzutrelen,
gab ihm, auseer einer größeren Zahl bayerischer
Truppen, das Königspaar bis »ur Landergrenze
das Geleite. In Nibling verabischiedete
sich die Mutter, Köônsein Karoline, von dem
Sohnr. Das Vostgebaude in Ailling in mit
mehreren Bildern geschmückt, die das letzte Beisammensein
und den fümertlichen Abschied von
Minttern und Sohn darirellen. Der Rater begleiteie
den Sohn bis Kiesersselden; dort, an der
in , nahm er von ihm Abschied und
zum Geda inis dieser Stunde ließ der König
dort die Olto Kapelle errichten. Jeder Wande
rer, der von Kiefersfelden gen Kufftein pilgert,
leunt dieses idylliscke Kirchlein.
Loininschrichten.
Rosenbeim, 25. Juli.
A luszeic nungen im Felde. Der Schun.
mann Johann Lang aus Rosenheim, Vizeseldwebel
in einem Res. Juf. Neg., wurde mit dem Eisernen
Kreuz 2. Klasse ausge g#ichnet; er ist das
100. Mitglied des Kampfgenosen und
leranenvereins Nosenkeeim. das sich diese Aus
zeichung erworden hut. Der Maier Alois Kirch
maner, der als Pionier im Felde sieht, wurde
mit dem Milttärverdienlren Klasse mit
S##mertern aus gezeichnet; für seine Tapserieit
vor dem Keinde i#ml ihm das Eiserne Kreuz 2.
Ktasse früher schon verliehen worden. Außerdem
il er zur Goldenen Tapferleilemedaille vorge
sc lagen. Der Baueresohn Joham Zehentner
aus Rosen eim Hofaud, der zurzeit im Westen
iteht ‚hat fict das Eiserne Kreuz 2. Klasse er
worben: in einem sehr ehrenden Begleitschrei
ben wurden seine Verdienste besonders gewür
digl. Der Imanteri#l Mar H##bauer aus Prien
und der Seminariit# Karl Seeô aus Prien
erhielten das Eiserne Kreuz 2. Klasse.
Frohe Kunde traf heute mitlag aus dem
oilgaliziscken Kampfgebiet ein. Aus dem Kriegs.
pressequartier bradte uns gegen 1 Uhr der Telegraph
die Meldung, das Stamolan und Tar.
nopol von unseren tapferen Tiuppen und ihren
Verbündeten genommen murden Siegesschüsse
verlündeten den große 1 Erfoln in Stadt und
Land. Heil und Sieg unseren tapferen Feldgrauen
un fernen Oilen!
Bauerus Wiehiland. Nack den
memellungen den K. B. Statirtischen
amtes bietet die Niehzählung vom 1.
1917 solgendes Bilo: Pferde 272 0067
zZunahme 11 067, Rindvich 3 306 702
Zunahme 22716, Schafe 616 464 Stüd,
nahme 23365, Schweine 1 184 763 Sind.
nalme 24456, Ziegen 309 533 Stüd. Die Zahl
z Ziegen, die am 1. Marz nich#t erloben wurde,
hal gegen die Zahlung vom 1. Dezember
llö eine Zunahme von 790 374 Srück erfahren.
Es isl demnach bei allen Viellgattungen
eine Mehrung eingetreten mit Ausnahme der
Sd.weine. Im Ganzen zeigt somit die Viehzählung
vom Standpunkt der Vollsernährung aus
ein nicht ungunftiges Ergebnis. Freilich, das
Gewicht der Tiere ist geringer als „jrüher und
Re
Huian ;
vandes-Juni
L
Stüd,
Zu-Ab-
eiwas anderes. Donn?.. Ja ich t
nicht Mutter“. Und er hatie bltter gelachelt.
„Jeh besitze ein kleines Vermogen,
gang. 20½ Marl etwa. JIch sielle es dir
Verfügung.“
„Keinen Biennig, Mutter!“ hatte er jast
schrol emgegnet. „Auf teinen Fall! Nein!“
Frau Regina redei#e Zu, drüngte, iprach
vom llebermitteln der Summe.
Und da war er mit der sesten Versicherung
gegangen, daß er im letzteren Falle das Geld
sofort Jurüienden müsse.
E fz das ein eigen Ding um seine Zukunft.
e bot so viele graue Ungewißheit,
daß er bis jent noch nici;t gewagt hatte, einen
behimmten Votsat zu fassen.
Jedenfalls mußte er, daß er nichts tun
würde, um eine Verfohnung mit seinem Vater
herbezuführen. Ja, er konnte gar nichts dazn
tun. Dieser Gang nach Beydorf zerriß alle
Bande und nahm ihm die Möglichkeit, sie von
leiner Seite aus wieder zu knupien. Und der
Bater würde ihm in jeiner Starrkopfigkeil
leinen Schriit entgegenkommen. Er gab liever
den Sohn aus, begruv alle Hoffnungen, als
daß er die Hand zum Erieden reichte. Daovon
war Wolsgang überzeug
Das kleine Boelat lag in der seierlichen
uhe des Weihnachtstages und vom grauen
Mantel der Dämmerung umhüllt wie schlasend,
als er die Dorfstraße hinabschritt. Kein aufs.
dringliches Geräusch störte die heimliche Stille.
Selbst die Hofhunde, von denen sonst immer
ein paarne läffen und zu geifern
hatien, schienen einen Feiertagsschlaf zu halten.
In den Häusern wurden hier und dort
die Christbäume angezündet. Halb vom Abendwelh
es noch
winde verwebtes Kindersauchzen schlug an
Woligang: Ohr und ließ ihn wehmütig seiner
eigenen Kinobeit gedenken. Sie war fast immer
einsam gewesen und hatte hellen Jubel kaum
gelannt. Co hatte uber ihr ung wie ein
ernstes, nie lächelndes, Antlitz g .
„Weshalb diefe erichubein .“ fuhr es
lihm dann durch den Sinn. Er machte sich
von ihnen frei und suchte mit seinen Augen
den Giebel des Doltorhauses
Nun sah er ihn. Noch ungewis, verschwommen.
Und dann nach jedem Schritte
deutlicher, bis *- das ganze einfache Gebäude
vor ihm lag.
Auch hier batte man die Lichter der Tanne
angezündet. Ein breiter heller Streisen fiel in
den toten Vorgarten. Wie traulich der Glang
anmutete! Es war Wolsgang, als wenn er
eben aus der Fremde heimtehre und vor seinem
Interhause siehe
Und doch wagte br sich nicht hin zu; denn
er bedachte plötzlich, daß er den Frieden dieses
Hauses stören wurde, wenn er von dem daheim
Vorgesallenen berichtete
Aber war es denn nötlig, dies zu tun?
Gewiß nicht! Es würde schon angehen, das
Gesprüch so zu lenken, daß niemand von dem
Zerwürfnis erfuhr. Lange konnte er ohnehln
nicht verweilen, da er mit dem Zehnuhrzuge
von Westrup aus nach Berlin zurückkehren
wollte und bis zur Mealnssien noch zuel
Stunden tüchtigen Marsch h
Man empüng ihn ane . Zlicher Frende
und schalt lachend uber sein spates Kommen.
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