Full text : Das Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich.

Xb.

Aagoöueroroönung

vom  6.  November  1886  Ges.-Bl.  S.  487;  22.  Mär:
1894  Ges.-Bl.  S.  142  und  18.  Mai  1894  Ges-Bl
S.  260.

Zum  Vollzuge  des  Jagdgesetzes  vom  2.  Dezember  1850,
und  des  Abänderungsgesetzes  vom  29.  April  1886  in  der
Fassung  der  Bekanntmachung  vom  6.  November  1886  wird
im  Benehmen  mit  den  andern  betheiligten  Ministerien  verordnet,
was  folgt.

I.  Jagdbare  Thiere.

§  1.  Als  jagdbar  im  Sinne  des  §  1  Abs.  4  Ziff.  1  des
Jagdgesetzes  sind  folgende  wilde  Thiere  zu  behandeln:

1.  Haarwild:  Roth--,  Dam-,  Reh-,  Schwarzwild,

Hasen,  Füchse,  Dächse,  Marder,  Iltisse,  Wildkatzen;
2.  Federwild:  Auer--,  Birk-,  Haselwild,  Fasanen,  Rebhühner,
  Wachteln,  Wildtauben,  Wildgänse,  Wildenten,
Lappentaucher,  Säger,  Möven,  Schnepfen,  Kibitze  und
Wasserhühner  (Rohr=  und  Bleßhühner).)

Der  Jagdberechtigte  ist,  vorbehaltlich  der  im  Gesetze  und

in  der  Verordnung  bezeichneten  Ausnahmen,  ausschließlich  be-*)

  V.-O.  18.  Mai  94  Ges.-Bl.  S.  260.  —  V.-O.  21.  Okt.  90
G.-Bl.  S.  640,  wonach  ferner  alle  Arten  von  Krammetsvögeln  jagdbare
Thiere  sind,  deren  Erlegung  jedoch  nur  mittelst  Anwendung  von  Schußwaffen
  und  nur  in  der  Zeit  vom  21.  Sept.  bis  31.  Dez.  einschließlich  gestattet
  ist.  Das  Einfangen  mittels  Schlingen  oder  anderen  Fangeinrichtungen
  ist  verboten.