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Chronica. 83
Reinoltzberg') oder Reinsperg genannt, derer sitz
geweszen uff dem knockh (oberhalb) der weinberg hinder dem dorff
Reinsperg, das man noch den burgstadel nent?). Der letzst ist zu
Hall gesessen, hat die hofstatt zu dem fruemeszhaus zu Scheffaw
geben, den brief ich gesehen, schreibt unnd nent sich Hans von
Reinsberg, burger zu Hall. Des schilt in wachs ist gleichförmig
eines schmidbamers, uflrichtig im schilt; was aber fur farb unnd
helm, weis ich nit?).
Hopfach ist oben ufm knockh gegen Reinsperg gelegen;
haben ein weissen bach in einem plowen feldt gefürt wie die
vonn Brun‘).
Billerryet ob Krefftelbach gelegen, darvon oben, haben
erstlich die berrn zu Billerryet kuchenmeister des heylligen röwischen
reichs innen gehapt, deren wappen ein brusthildt zwischen
zwayen seulen, wie oben angezeigt’). Nach absterben dis gea)
uus 7; ober Hall St.
nach den dortigen Bemerkungen aber ganz wohl ursprünglich „beim Capitelhaus“
gestanden haben kann. Fs liegt nahe, hier an den oben erwähnten Alt
Jleinrich von Scheffau 1241 zu denken,
1) Reinsberg OA. Hall; Heimat des Chronisten, wo er 140 geboren
wurde und 1562 starb. Vjh. 1881, 259 f. und kinleit.
2) In dem auch von Herolt verfussten Gültbüchlein üher die I’farrei
Reinsberg (frühe und gute Abschrift davon im Besitz des IHerrn (Genealogist
Seiferheld hier) hat dieser Abschnitt, der sich sonst würtlich findet, noch den
Beisatz: (Burgstadel) „darvon die bawren vll sehr schön yehawen stain zu
kellern geführt haben und die badstuh mit gebawet.“
®) Die Herren von Reinsberg wurden nach Wibel IV, 58 unter die ersten
Wohlthäter Comburgs gezählt: Kraft et Albertus de Reinwolisberg, a.a. O. Sonst
nennt OAHall 323 nur noch einen des Geschlechts, 14:0 Fritz von Reinwoldsberg,
B. su Hall.
4) Hopfach bei Wolpertshausen OA. Hall. Die Burg, von der noch
kolussale, aber ganz überwachsene Mauerreste nebst Wall und Graben Zeugnis
gehen, stand auf der Nordseite des Weillers, auf einem vom Bühlerthal steil
aufstrebenden Berg; von ihren Besitzern, denen von Brun, nennt QAHall 321
einige von 1206—1314.
6) Über dieses Geschlecht 8. OAHall 312; Iromm, Burg und Herrschaft
Bielriet mit Veinau, Whr. 1648, 29 f.; Bauer, Württ. Jahrb. 1848, 124 ff;
Bassert: „Wie kamen die Reichsschenken von Schüpf nach Limburg bei Hall“,
WVjh. 1888, 58 f. — Über den Namen Bauer |. I. und Blind WVjh. 1889,
186, der im Widerspruch mit der herkömmlichen Ableitung vom Namen des
llüsschens mi Arnold auf eine deutsche Wurzel bil —= findere zurückgyreift
und darin einen steil aufsteigenden, hervorragenden Stein bezeichnet findet. —
Die Bury muss schr anschnlich befestigt (oppidum 1352) und geräumig gewesen