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1343 zuletzt durch eine große Revolution von aller Theilnehmung
am Stadtregiment ausgeschlossen.
5. Doch in kurzem entwickelten sich wicder, unter dem
Volke selbst zwei Parthicn, und der ehrgeizvolle Haß der
wohlhabenden und armen Bürger gegen einander war
noch unversöhnlicher, und reifte noch schneller zu Erplosionen,
als die alte Antipathle zwischen Adel und Volk. Auch wirkte
der Welfische und Gibellinische Factionen-Geist selbst unter
der ncuen Form der Staatsunruhen doch immer
noch fort, denn die Welfen hielten's mit den vornehmeren
Zünften, die Gibellinen mit der zahlreicheren Parthie. Jene
glaubten, die höhere Macht, die Reichthum und bessere Erziehung
giebt, recht alltäglich brauchen zu dürfen, weil die
niedrigeren Zürefte nicht geleiret, sondern gebändigt werden
mößten. Die letzteren aber, und unter ihnen vor allen übrigen
die Wollenweber als die zahlreichesten und unruhigsten,
überließen sich einer wilden Eifersucht und Reizbarkeit, bei
der kein Staat bestehen, und selbst ihre eigenen Bedürfnisse
nicht befriedigt werden konnten.
6. Es war dabei ein seltenes Glück, daß endlich einmal
ein so redlicher, einsichtsvoller Mann, als der Wollenkämmer
Michael Lando war, an die Spitze der armen Bür-13°8ger
kam, allein das Problem, wie die Staatsgewalt zwischen
den wohlhabenden und armen Bürgern vertheilt werden
solle, blieb doch auch von ihm unaufgeldst. Wie ließ sich
ruhig theilen, was jeder ganz wollte?
7. Von allen wohlhabenden Familien aber erhielt keine —
Liebe und Achtung der ärmeren Bürger so standhaft, als die
von Medici. Nach Geburt und Vermögen und nach dem
Großhandel, den ihre angesehensten Mitglieder mehrere Generationen
hindurch getrieben, gehörte sie unstreitig zur ersten