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die deutschen Benediktiner mit einem Werke dieser Art sich
endlich einmal nach langer Ruhe in einen Wettkampf mit ihren
so fleißigen französischen Brüdern einlassen möchten, und
jetzt, da das Werk vollendet daliegt, jetzt wird's zum neuen
Vorwurf für die ehemalige Gesellschaft Jesu, daß sie mit den
ältesten historischen Urkunden nicht viel besser umgehen, als
ob dieselben der Censur eines Ricci Obedienz geleisict hätten,
daß sie es nicht cinmal von sich erlangen können, von einem
Buch in das andere getreu abdrucken zu lassen, also nicht
einmal durch die hoͤchste Wahrscheinlichkeit entdeckt zu werden
sich irre machen lassen; wie viel weniger demnach da zu trauen
sey, wo sie aus Manuseripten das erste Mal etwas liefern, wo
sie sich also etwas zuverläßiger darauf verlassen köhmen, daß
man nicht so leicht hinter neue Beweise ihrer historischen
Treue komme.
Die Harzbeimische Konciliensammlung istvoll
der wichtigsten Fehler auch bloß im Abdruck der gelieferten
Stöcke. Fehler der Nachläßigkeit, der voreiligen Verbesserung,
der absichtlichen Verfälschung. Nur bei einer Vergleichung
mit demjenigen, wäs in derselben aus Balnze's Kapitularien
abgedruckt ist, findet sich eine unerwartet große Menge von
Beispielen für alle drei Gattungen: und Baluze hat nicht
allein das Unglück gehabk, mit seinen Urkunden und historischen
Nachrichten unsern deutschen Konciliensammlern dfters zu mißfallen,
sondern sie haben auch bei dem Abdruck aus andern
Schrifestellern gleiche Kunstgrisse gebraucht. Es gehdrte mit
zu der historischen Treuc, daß sich diese Sammler Mühe gegeben
hätten, unter den verschiedenen Abdrücken, welche man
von manchen der Koncilien-Urkunden hat, immer die beste,
glaubwürdigste auszusuchen, immer wo möglich desjenigen
Abdrucks sich zu bedienen, der unmittelbar von dem Original
herstammt. Aber auch dieses ist nicht geschehen, und wie