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lange hinaus ein würdiger, allem Tüchtigen und Hochstrebenden
fördersame Friede gesichert wird.
Ob das in vollem Maße jetzt gelingen kann, weiß ich
nicht; ich bezweifle es; die Grundlage aber dazu kann und
muß gelegt werden, und dies wiederum erfordert, daß das
Ziel erblickt und als Willensbeschluß erfaßt wird. Geschieht
es jetzt nicht, so ist es für alle Zeiten zu spät; hemmen
überkommene Menschlichkeitsphrasen die Entfaltung
der Waffengewalt, geben diplomatische Tüfteleien den
Ausschlag, so ist nichts geschehen; Blut und Tränen flossen
dann umsonst, und das siegreiche Deutschland hat die
Schlacht verloren — die Schlacht um die Gestaltung der
Zukunft des Menschentums auf Erden. Hegel spricht einmal
von der „Ohnmacht des Sieges“, weil ein Sieg, der
nichts Neues schafft, aus dessen blutigem Zoll kein neues
Leben entsprießt, in der Tat das reine Nichts ist. Dagegen
kennt der selbe deutsche Denker ein „Heroenrecht":
dieses ist das schöpferische Recht, das Blut und Gewalt
entfühnt, weil es Schlechtes zerstört und Besseres an die
Stelle setzt. Der Tod der deutschen Helden kann nur dann
als entfühnt und mehr als das — als notwendig und
segensreich — betrachtet werden, wenn er dazu dient, solches
Heldenrecht durchzusetzen und dauernd zu befestigen
— das Recht auf den deutschen Frieden.
In einem früheren Kriegsaufsatz machte ich auf den
Anterschied zwischen pax (paix, peace, pace) und
Friede aufmerksam: pax bedeutet einen juristischen Vertrag
— also eine vorübergehende, kündbare Abmachung,
Friede einen währenden Zustand — die Herrschaft der
Liebe und der Schonung 1). Die Feinde Deutschlands be-1)
Siehe Aufsatz „Deutscher Friede“ in Neue Kriegsaufs., S. 86 ff.
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