79
sie schon die volle Majorität mit einem Ueberschusse von 3.
Es war nämlich die Eintheilung folgende:
I. Classe aus solchen, die 100, Ooo Asse hatten, 98 Centur.
11. 750000 21 —
IlIIII... 50%0,000 21 —
I1V. 25,000 21 —
WV.x0LO0o0 . 31. —
(Das Vermdgen aber wurde hier wahrscheinlich nach der
Einnahme vom Grundeigenthum geschätzt; denn es ist nicht
wohl anders möglich in einem Lande, wo kein großer Haudel,
nicht viel baar Geld, kein Lurus ist). — Die von
den letzteren Klassen waren also wohl nicht eigentlich ausgeschlossen,
aber das Votiren kam doch selten an sie; denn
ehe noch die Reihe des Stimmens sie traf, war Majorität
schon vorhanden. Diesem wurde abgeholfen, wie nachher
die Einrichtung getroffen wurde, daß das Volk in Tribus
(nicht mehr nach Klassen, sondern, ohne Unterschied des
Besitzthums, nach den Quartieren seiner Wohnungen) seine
Stimmen ablegen sollte. Die Verwandlung der Centuriat=Comitien
in Tribus-Comitien, also blos einc veränderte
Art des Votirens, ist der entscheidende Moment, wo sich
Rom aus einer Arisiokratie in eine Demokratie verwandelte.
S. 25.
Vortheile der Aristokratie.
Daß nun eine solche Aristokratie, die auf Erundsätze
dieser Art gebaut ist, hochst natürlich oder den natürlichen
Verhältnissen der Dinge angemessen sey, leidet wohl keinen
Sweifel. Denn 1) sprechen diejenigen in öffentlichen Angelegenheiten,
welchen an der Erhaltung des Ganzen das
Meiste liegt, dic es nicht vergessen können, wie viel ihnen