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dem Regiment günstige Partei den Ton angegeben, während
die rheinischen Fürsten protestierten; jetzt hielten
sich Brandenburg und beide Sachsen — aus verschiedenen
Gründen — zurück: das Zollproject und die kaiserliche
Declaration fielen ; das Regiment und die lutherische
Partei erlitten Niederlagen, und die rheinischen
Fürsten dominierten. ') Das gute Einvernehmen zwischen
Ferdinand und Kursachsen hatte durch die Annahme
der kaiserlichen Proposition einen starken Stoss erlit--ten.
Ferdinand scheint sich, trotzdem dass Salamanca
sein Minister blieb, das Vertrauen des Kaisers wieder
erworben zu haben, aber er stand nach dem Reichstage
den Ständen gewissermassen isoliert geg&nüber. Die
Verbindung mit Kursachsen war erschüttert, eine Anlehnung
an die rheinische Fürstenpartei kaum gewonnen.
Auf die Zusammenkünfte dieser letzteren bei einem
„Armbrustschiessen“ in Heidelberg und sonst ?) sah er
mit gleich misstrauischem Auge, wie auf die Annäherung
Kursachsens an Mainz, die schon während des
Reichstages Gegenstand von Verhandlungen zwischen
Planitz und dem Bischof von Trient gewesen war. °)
Es war selbstverständlich, dass wie die rheinischen
Fürsten den Beschluss des letzten Reichstages, so die
diesmalige Minorität den diesjährigen Beschluss anfechten
würde. Vor allen Dingen jedoch kam es daraufan,
ob der Kaiser, der sich von vornherein die Ratification
vorbehalten hatte, den Reichsabschied gutheissen würde.
Der Kaiser erklärte in einem Schreiben vom 26. Mai
') Es sei nochmals auf die hervorragende Stellung hingewiesen,
die gerade der Kurfürst-Erzbischof von Trier einnahm:
durch den Sikkingenschen Krieg stand er in der Regimentsfrage
in dem Vordergrunde; als einziger anwesender Erzbischof
hatte er gerade den engsten Verkehr mit dem Legaten;
die Friedensintervention betrieb er am lebhaftesten.
?2) Instruction für Bredam. Arch. f. K. oe. GQu. 1,2, p.
165. v. Bucholtz II, 67. 68,
®) Förstemann p. 165,