Full text: Volkstümliches aus dem Königreich Sachsen auf der Thomasschule gesammelt. Zweites Heft. (2)

126 Volkstümliches aus dem Nachlasse von Rudolf Hildebrand. 
Da hüpft er auf einen Stein, 
Da bricht er ein Bein! 
Auwehl kann nicht mehr bei Anne Marie sein. 
(Abtnaundorf.) 
7. In der pimpampolschen Kirche 
Ging es pimpampolisch zu, 
Tanzt der pimpampolsche Ochse 
Mit der pimpampolschen Kuh, 
Und die pimpampolsche Köch'n 
That se auseinanderjechn. (Dresden.) 
Albrecht S. 140: jechen — jagen. 
8. Bläh, Lämmchen, bläh. 
Wo kommst du denn her? 
Ich komme her von Jüterbock 
Und bring dem Kind en neuen Rock. 
(Gegend von Waldenburg.) 
9. Hollere, hollere, 
Ich hab mein Topp voll Beere. (Rochsburg). 
Dazu am Rand aus spätern Jahren: Bei Dresden beim 
Heidelbeersuchen: Holléren, holléren, der Krug ist voll Beeren. 
10. Denkt er denn :: Jungfern die sin theier, 
Sechse fer e Fenk : 's Dutzend fer e Dreier. 
Gassenjungenlied, die Mädchen zu necken. Und wenn 
eine noch so unerfahren war, den Rechnungsfehler aufzudecken, 
das Dutzend könne doch bloß 2 Pfennige kosten, hieß es: 
Wer so dumm ist, ein Dutzend auf einmal zu nehmen, der 
kann auch etwas mehr bezahlen. (Lpzg., Gera.) 
11. Ri ra Löffelstiel, Löffelstiel, 
Alte Weiber fressen viel, fressen viel, 
De jungen fressen nicht wenig, 
Se essen gerne Honig. (Lpz.)
	        
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