Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Quäãstura

Füra,  f.  18  24,  11:  Amt,  Amtsdauer,  Amtslokal
eines  Quästors  c.  —  Quaß:  s.  Kwas.
Quät-mber  (mlat.),  m.,  (n.),  —8;  uv.;
(k.;  uv.):  Quartal  (s.  d.  1  u.  frz.  qguatre-temps),
Vierteljahr,  nam.  in  Bezug  auf  Steuern  u.  Abgaben,
  doch  z.  B.  auch:  Das  Normaljahr  in  4  Zahreszeiten
  als  ebenso  viele  Idyllen-Q.  abtheilen.  IP.
Wahrh.  1,  54;  ferner  kirchl.;  auch  der  Anfang  des
Vierteljahrs,  z.  B.  als  Zahltag  od.  kirchl.,  z.  B.
bei  den  Katholiken  —  Frohnfasten,  vgl.  widram
RNollw.  1674  ff.;  Es  war  um  die  Osterzeit.  Der  morgende
  Tag  war  ..  ein  Q.-Tag.  Gutzkow  3.  1,  360;
Zu  Ulten  in  Tirol  heißt  die  wilre  Fahrt  [Jagdj  auch  die
Temper,  vermuthlich,  weil  sie  sich  bes.  an  den  Q.-Zeiten
  zeigen  soll.  DMus.  14,  2,  837  rc.;  dann
auch:  eine  am  O.  zu  leistende  Zahlung,  Abgabe,
z.  B.  Gelle  1,  133  2c.;  so  (Bergb.):  die  v.  jedem
Gruben=  od.  Tagmaß  an  den  Staat  zu  entrichtende
Abgabe  (jetzt  gw.:  Maßen-Geld,-Steuer),  s.  Scheuchenstuel
  164;  186.  Dazu:  Verquatembern,  tr.:
diese  Steuer  zahlen  u.  dadurch  die  Grubenmaße
in  ihren  Rechten  erhalten.  ebd.  Zer,  f.;  —n:  1)
s.  Aß  2.  (Q.  Drei.  ulther  SW.  64,  65;  Quatuor  Drei.
Rollenhagen  Fr.  398).  —  2)  st.  Ouader.  Ttrnär.  a.:
1)  aus  4  Elementen  bestehnd,  zusammengesetzt,
vgl.  binär,  z.  B.:  In  riesen  ternären  u.  g—en  Verbindungen.
  Jurdach  Anthr.  8,  vgl.:  Terniär  u.  quaterniär.
  Uatl  3.  22,  395.  —  2)  (s.  primär  u.  quartär):
  Das  Ende  der  Tertiär=  ([s.  d.]  od.  den  Anfang
der  O.-Periode.  Ausld.  38,  522b;  Oe  (od.  O.=Formationen
  2c.  Jernarius,  m.,  uv.;  ärken
[8  24,  2):  s.  Dimeter  u.  Quinar  2.  rne,  k.;
—n  1)  s.  Duerne);  bei  Alteren  auch  m.:  Ich  warf
einlen!)  Quatern  herum.  (urher  6,  30b;  1,  301,
vgl.:  Diesen  ersten  Sextern.  ebd.;  SW.  64,  334  2c.  —
2)  (Math.)  in  der  Kombinationslehre:  Die  Verbindungen
  selbst  heißen  auch  beziehlich  Unionen,  Binionen
od.  Amben  [s.  d.),  —  Ternionen  od.  Ternen,  Quaternionen
  od.  O-n,  Quinternen  od.  Quinen  rc.,  jenachdem
sie  aus  einem,  2,  3.  4,  5  od.  mehr  Elementen  bestehen.
Ohm  Syst.  2,  33;  danach  bes.  in  der  Zahlenlotterie:
ein  Viertreffer.  5.  12,  274.  rnio,  m.  [8  24,
3,  önis!;  -erniöne,  f.;  —n:  Quaterne  1;  2.
ernität,  f.;  0:  Vierfältigf.  -eroon  (-ũn),  m.,
—s;  —-#:  s.  Quadroon.  orze  (frz.  katörß):  vierzehn:
  Louis  lluil  q.,  der  14te  2c.  rain  (katräng),
m.,  n.,  —§;  —:  Strophe  od.  Gedichichen  von  4
Zeilen,  Viervers,  Vierling  (Quarernario):  O.-weis
mit  einanrer  umfassenden  Reimen.  Rofenhranz  Pösch.
595.  -re  (kätt'’r):  vier:  A  d.  Epingles  lepeng'Il  gekleiret.
  Gartenl.  13,  698a,  „mit  4  Stecknadeln“,  —
sehr  sorgfältig  u.  sauber;  geschniegelt;  auch  übrtr.;
Henri  (s.  d.)  q.;  En  langj  d.  couleurs  (kulörl,  in
4  Farben;  Klavierstücke  à  q.  mains  Is.  d.,  mengl,
4händige;  auch  substantiviert:  Das  O.-mains;  C.
mendiants  (s.  d.);  QC.-temps  ltängl,  Quatember;
Die  Q.-lour  Ilürl,  Spiel  unter  Vieren,  nam.  im
Billard;  Entre  q.  yeux  längt'r  katt'r  sjöl,  unter  4
Augen.  ré  lkatrel,  a.  :  geviert,  zu  Vieren:  Eine
Partie  v.  Vieren  zum  Soupé  od.  ..  un  löngl  parti  q.
de  M.  de  Bouilkon  lmadäm  de  buljöngl.  Möser  Ph.  3,

Tuenelle

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12,  eine  Gesellschasft,  bestehnd  aus  3  Herren  und
einer  Dame.  rieknium  (nlat.),  n.,  —;  ken
!§8  24,  2,  n.]:  Astimmiges  Tonstäck,  nam.  für
Singstimmen  od.  Blasinstrumente  (vgl.  Quartett;
Bieinium).  riduum,  n.,  —;  uen  [5  24,  2,  n.  1::
ein  Zeitraum  v.  4  Tagen,  vgl.  Biduum.  —(tyrino
(it.),  m.,  -s;  zrini:  eine  Scheidemünze  (Heller  ꝛe.),
s.  Bajocco.  Eneyhl.  f.  Kaufl.  660a;  Gregorovius  Korf.
2,  103,  vgl.:  Ich  geb  für  All's  nicht  ein  Quatrin.
Waldis  Es.  4,  2490  2c.  —(t)ro:  vier:  A  qd.  (voci,
wöhtschi),  zu  4  Stimmen,  vierstimmiges  Tonstück;
auch:  Ich  habe  mir  Musik  kommen  lassen  ..,  ein  Quatro.
  G.  Stein  (1779),  s.  Quartett.  „(h)rotentist
C□tschent-),  m.,  —en,  —;  -en:  Die  italiän.  „Meister
des  15.  Jahrh."“.  Von  der  Auffassungsweise  der  O-en.
Hai3.  19,  42,  vgl.  Cinquecentist.  -nor  (lat.):  vier;
auch  n.  —  Quartett  (s.  d.).  rvir,  m.,  —8,
—u#  zn,  —e  [§  24,  2,  -i]:  Einer  aus  einem  Viermännerkollegium
  (vgl.  Decemvir  u.  Fortbild.).
Dazu:  O-äl,  a.;  O-äát,  n.  —  Cnap:  s.  Quai.
Quc:  1)  (lat.),  enklitisch  einem  Wort  angehängt
  =  und.  —  2)  (s.  1)  n.,  —#;  -s:  ekwas
Hinzutretendes,  wodurch  die  Sache  (in  bedenkl.
Weise)  anders  wird  2c.:  Der  Alte  möchte  uns  ein  QO.
dazwischen  machen.  Hamb.  Th.  2,  350;  Ein  O.  darein
zu  machen.  Simplicilsimus  1,  26431;  Es  stak  ein  ander
Q.  darhinter.  2,  202  11;  Ein  widerwärtiges  Q.  einmischen.
  4,  13916  rc.,  vgl.:  Jemandem  ein  Queue
legen  (2).  Heyse.  —  3)  (frz.  kö):  daß;  welch-en,  e,
zes;  was?:  Q.  faire  (fär)2,  was  thun?  2c.;  vor
Vokalen  apostrophiert,  z.  B.:  Oswald  klammerte  sich
an  das  Qu'en  lkang]  dira-t-on  long]  seiner  Freunde  u.
Feinde.  Spielhagen  Pr.  5,  234,  „was  wird  man  davon
  sagen?“  =  das  Gerede  2c.  —  Quebr-äda
(span.),  f.;  —s:  Schlucht  (s.  Barranca).  Globus  4,
194a;  psppig  Chil.  1,  52;  62  2c.  onta,  f.;  —  :
Zauberei,  s.,  Feitieeira.  —  Que  dqued,  m.,  —;  0
eine  Pfl.,  Arbutus  fürlens,  als  berauschender  Zusatz
  in  Getränken.  pöppig  Ch.  1,  330.  —  Quern
(engl.  kwiin),  f.;  0:  Königin,  vgl.  King,  z.  B.:
C.  #-Bench  (s.  d.);  Das  O.  s-Metal  Imett'II  wird  zusammengesetzt
  aus  9  Zinn,  1  Blei,  1  Antimon  u.  1
Wismut.  Karmarsch  3,  685;  CO.'’s-pipe  lpeipl,  „der
Königin  Pfeife“,  —  in  London  eine  Niederlage
beschlagbelegter  Waaren:  O.'s-Ware  luwer  1,  „der
Königin  Waare“,  Art  Steingut.  —  Queer  (engl.
twir),  a.:  queer,  querköpfig,  s.  People.  —  Quef
(chin.),  m.,  —#;  —#:  alte  Münze,  in  Form  eines
durchlöcherten  Rechtecs.  —  Queit,  a.:  f.  quitt.
—  Quelque  (frz.  köll):  irgend  ein  2c.:  Q.  chose
(schös,  s.  d.),  Etwas  (s.  Malheur).  Dazu  als
scherzh.  Fortbild.:  Q.-choserten,  Kleinigkeiten,
kurze  Waaren.  —  Quem  ((lat.),  s.  qui;  guos.  —
Quema  (span.  kema),  f.;  —s:  Brand;  Feuersbrunst.
  dero,  m.,  —s;  —6:  Brandstätte,  nam.
für  die  Scheiterhaufen  der  Inquisition.  „dillo
(eilio),  m.,  -6;  0:  (in  Südamer.)  Ein  dationales
Getränk,  Q.  ..„aus  Wachholderbranntwein  u.  warmem
Wasser  mit  einem  Zusatz  v.  Anis  u.  Zucker.  Globus  5,
4a.  —  Cu’en-Dira-t-on:  s.  Que  3.  —  Cuenelle
(frz.  kenell),  f.;  —#:  Kneffs  od.  Qs  sind  kleine  länglich-