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tionen; nicht in Italien, sondern in Deutschland sollte die erwartete
Synode seyn, denn deutsche Kirchensache war es ja,
die entschieden werden sollte; nicht als Richter sollte der Pabst
erscheinen, sondern als Partei, denn auch er sey ja Angeklagter.
Auf solche Bedingungen konnte sich der Pabst unmöglich
einlassen, und Paul III. that auch, als ob er sie nicht
gehört hätte, versprach 1536 ein Koncilium nach Mantua
auszuschreiben, und ließ die Freunde der neuen Lehre noch
einmal durch eigene Gesandte dazu einladen. Jetzt schien die
Gefahr groß: der Termin ihrer Tolerirung war da; sie protestirken
aber 4537 in einer zu Smalkalden aufgesetzten Schrift
weitläusig, warum sie sich unmöglich bei solchen Umständen
einlassen könnten. Die Gefahr kam noch näher, da der Pabst
4545, mit Einwilligung des Kaisers, wirklich die Synode
nach Trient ausschrieb; die feierlichen Verhandlungen zum
Untergang der Protestanten zwischen Pabst und Kaiser fingen
nun an, und über eine Sache, welche von beiden aus politischen
Gründen so sehr gewünscht wurde, war man bald einig.
Der Nachfolger des Apostels Petrus versprach 12,000 Mam
Hüölfsvölker, wenn der Kaiser einen bffentlichen Krieg anfangen
wollte; alle Kircheneinkünfte von Spanien auf eine gewisse
Zeit, und sogar die heiligen Gefäße sollte er verkaufen
können. Die Protestanten suchen zwar bevorstebende Gewalt
mit Gewalt zu vertreiben, aber die Schlacht bei Mühlberg
ist ihr Unglück, und Karl, der nun noch den Großmüthigen
spielen wollte, dem es aber auch überhaupt nie ganz darum
zu thun war, für den Pabst Eroberungen zu machen, will
nun die Protestanten nicht geradehin zur Annahme der alten
Lehre zwingen: das Interim kam zum Vorschein, über welches
die Katholiken lant klagten und die Proteslanten bitterlich
seufzten. Mit jedem Tage zeigte es sich deutlicher, daß
dem Kaiser nicht sowohl um Religionsmeinungen, als um
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