Volltext : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Neochi

Uéschi  (ar.),  n.,  —6;  0:  arabische  Kurrentschrist.
  —  Uest-ias  (lat.):  wisse  nicht:  N.  qucd
secis,  si  säpis,  wisse  nicht  (od.:  vergiß),  was  du
weißt,  wenn  du  klug  bist  —  plaurre  Nichts  aus.
-ĩentia,  f.  [8  24,  11;  -ĩenz,  k.;  0:  Unwissenheit.
cio:  ich  weiß  nicht,  kenne  nicht:  N.  vos,  „ich
kenne  euch  nicht“,  will  Nichts  v.  euch  wissen  2c.;
Nömen  (s.  d.  1)  n.  2c.  ire:  nicht  wissen,  nicht
kennen  2c.:  Der  unrichtige  Schlus  a  n.  äd  nön  ésse,
„vom  Nichtwissen  auf  das  Nicht-Erxistieren“.  —
VNésk(h)i:  s.  Neschi.  —  Nesolög  (gr.),  m.,  en,
(—8);  —en:  Kenner  der  N-#.  d.  h.  des  mit  den
Inseln  sich  beschäftigenden  Theils  der  physikalischen
Geographie:  N-isch,  a.:  auf  die  Neie  bezügl.,
dazu  gehörig  2c.  —  Nessing,  m.,  —;  —i:  eine
Sorte  Schnupftaback.  —  Uesfüno  (it.),  m.,  uv.,
(J);  0:  Niemand.  —  Nessus  (gr.),  m.,  uv.;  0
!&  24,  2):  (Myth.)  ein  Centaur,  den  Herkules  mit
einem  ins  Blut  der  lernäischen  Hyder  (s.  d.)  getauchten
  Pfeil  erschos  u.  mit  dessen  Blut  Dejanira
ein  Gewand  trinkte,  um  sich  die  beständige  Liebe
ihres  Gatten  zu  sichern,  während  sie  ihm  in  der
That  die  unerträglichsten  Schmerzen  bereitete,  denen
zu  entgehen,  er  sich  selbst  auf  einem  Scheiterhaufen
verbrannte,  —  oft  bildl.:  N.-Gewand,  „Hemde,
Kleid  ic.  —  Nest-ĩa  (gr.),  f.;  0:  das  Fasten.
ialris,  -otherapfE,  f.;  0:  Hungerkur.  —
Uestor  (gr.),  m.,  —#;  —,  Se,  uv.  [8  24,  3.  -is]:
1)  männl.  Name;  bes.  der  älteste  u.  weiseste  gr.
Führer  im  trojan.  Krieg;  antonomastisch.  —  2)
(s.  1):  a)  ein  Schmetterling,  s.  Achilles  2.  —  b)
Die  N.,  große  Pavageien  Neuseelands  ꝛc.  Tiäner,
m.,  —;;  uv.:  Anhänger  des  Bischofs  Nestörius  v.
Konstantinopel  im  öten  Jahrh.,  der  die  Jungfrau
Maria  nicht  als  Gottesgebärerin  anerkannte,  s.
Euthchianer.  -ianismus,  m.,  uv.;  0:  die  Lehre
der  Nestorianer.

Let  (frz.  ne),  a.,  —  weibl.:  nette  —:  rein
2c.,  nett  (s.  d.  Ss.),  z.  B.:  Patente  I-ängtl  nette
lnett],  —  it.  patéente  nétta  —  Gesundheitepaß,
wonach  ein  Schiff  aus  einem  vollkommen  gesunden
Orte  kommt  2c.  —  UNett-eté  (frz.),  f.;  0:  Nettigkeit
  (s.  d.  Ss.).  o  (it.),  a.  u.  n.,  -s,  uv.;  0:
s.  net  —  bes.  (kaufm.)  im  Ggsstz  zu  brutto  (s.  d.),
dem  Gewicht  od.  Preis  nach:  rein,  nach  Abzug
alles  Abzuziehenden:  N.  ricävio  (s.  d.)  2cc.  —
Uetlüno  (it.),  m.,  —#;  0:  Neptun;  auch  ein  farbiger
  Zeugsioff  zu  Damenkleidern.

Ueuf  (ffrz.  nöf),  a.  —  weibl.  neuve  Inöw'I:
neu,  z.  B.  in  Ortsnamen:  N.-Chätel  'schatelll,
Neuenburg  (vgl.  Neokom  2c.).  —  Usüme  (gr.),  k.;
—n:  s.  Jubilum.  —  Mrür-  (Uéovr-halgia  (gr.),
f.  ([§  24,  1);  algie,  f.;  —(e)n:  Nervenschmerz.
-asthenĩt,  f.;  —eyn:  Nervenschwäche.  ilem,  n.,
—e#)s;  —+;  -ilèma,  n.,  —#;t#  [824,  3,  n.,  tisl:
Die  Hüllen  der  einzelnen  [Nerven-]  Fasern  od.  Buͤndel,
das  N.  (n-a).  Zoa  Anat.  500,  v.  gr.  é##,  —
auch:  Neurilyma.  Heyst  (v.  ei###c).  in,  n.,
-(e)6;  0;  -ine,  f.;  0:  Nervensubstanz.  -iticum,
n.,  —;;  calls  24  2,  u.):  nervenstärkendes  Heilmittel.
  ilis,  f.  1§  24,  3,  uv.):  Nervenentzün-Neutraliomus

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dung.  tisch,  a.:  die  Nerven  betreffend  2c.  -obät,
m.,  -en,  —#;en:  Seiltänzer.  -oblacie,  f.;  Aeyn:
Unempfindlichkeit  der  Nerven.  -odpnik,  f.;  —eyn:
Neuralgie.  -ogamik,  k.;  —eyn:  „Vermählung
der  Nerventhätigkeit",  —  Bez.  des  thierischen
Magnetismus,  der  Magnetifierung.  -ogräph,  m.,
—en,  —§;  —en:  Semand,  der  —  u.  sofern  er  —  die
Nerven,  das  Nervensystem  beschreibt:  N-ie,  (.;
n—isch,  a.  Jolog,  m.,  —en,  —;  —en:  Kenner  der
Nerven  u.  des  Nervensystems  2c.:  N—iE,  f.;  u  isch,
a.  -öm,  n.,  (e)s;  —-#;  -öma,  n.,  —6;  Ita
1824,  3,  u.,  cis):  Nervengeschwulst.  -omalacie,
f.;  -eyn:  krankhafte  Nervenerweichung.  on,  n.,
—8  ;  -a:  Nerv.  opakhié,  f.;  —(ehn:  Nervenleiden.
opathologke,  f.;  —(ehn:  Lehre,  Lehrbuch  v.  den
Nervenleiden,  s.  Pathologie  ꝛc.  optkre,  f.;  -n;
öpteron,  n.t,  —;  ra:  Netz-,  Gitterslügler,  Gatt.
Inseklen,  Synistaten.  -öpgra,  f.  1824,  1):  Nervenfieber.
  -oscirrhus,  m.  I§  24,  21:  verhirtete
Nervengeschwulst.  öse,  f.;  —n;  öfis,  f.  [8  24,
3,  uv.):  krankhafte  Störungen  in  den  Funktionen
des  Nervensystems  (ohne  hervortretende,  örtlich
nachweisbare  Ursache  der  Störung):  Mobilirätsod.
  Bewegunge=  u.  Sensibilitäts=  od.  Empfindungs-N.,
  jenachdem  die  Bewegungs=  od.  Empfindungsnerven
  affieiert  find.  -olpäsma,  n.,  —;  ta
(624,  3,  n.,  -tis];  -ospäslon,  n.,  —6;  zospästa:
Gliederpuppe,  Marionette.  w.  Luc.  5,  307.  osthenie,
  f.;  —ehn:  übermäßige,  überreizte  Nerventhätigk.
  -öticum,  n.,  —#;  ca  18  24,  2,  n.  ):  Neuriticum.
  otôm,  m.,  -(e)s,  —en;  -eln):  Anatom
in  Bezug  auf  die  Nerren  —  u.:  Operateur  in
Bezug  auf  dieselben.  Zu  beiden  Bedd.:  N-##c,  k.;
n—isch,  a.  —  Ueut-er  (lat.),  a.  [824,  21:  keiner
v.  Beiden,  —  weibl.:  neutraz  sochl.:  neutrum
(s.  d.)z;  Genit.:  neutrins,  z.  B.  Neutrius  göneris,
weder  männlichen  noch  weiblichen  —  d.  h.  sächlichen
  Geschlechts;  Dat.:  Neutri  2c.  —räl,  a.  (gw.
o.  Steigrung):  1)  zw.  zwei  streitenden  Parteien
stehend,  ohne  sich  an  ihrem  Streit  thätig  zu  betheiligen,
  —  parteilos.  —  2)  (mundartl.)  Ich  bin
n.  (d.  h.  es  ist  mir  gleich).  Mpi##l  Ner.  1,  311.—
3)  (Chem.)  in  Bezug  auf  chem.  Gegensätze,  wie
nam.  Säuren  u.  Basen  —:  so  beschaffen,  daß
weder  der  eine  noch  der  andre  Charakter  hervortritt
u.  gw.  keine  Verbindung  mit  andern  Körpern  eingehend,
  —  versch.:  inrifferent,  von  Körpern,  die
sich  gegen  starke  Säuren  als  Basen  —,  gegen  starke
Basen  als  Säuren  verhalten.  —  4)  (Grammat.)
den  Charakter  des  Neutrums  an  sich  tragend,
solchem  gemäß  2c.,  auch  in  ganz  lat.  Form:  Nis
u.  z.  B.:  N-ia  passiva,  Zeitwörter,  die  die  Form
der  Verba  neutra,  aber  vassive  Bedeutung  haben.
S  ralisaliön,  f.;  —en:  Neutralisierung.  rälisch,
a.:  (pralt.)  neutral.  suiher  SW.  60,  204.  Tralisieren,
  tr.  2c.:  neutral  machen,  z.  B.:  in  der
Politik  für  permanent  neutral  erklären.  Ual  20,
232  r.;  nam.  aber  in  der  Chemie  u.  danach  auch
übrtr.:  das  Hervortreten  der  Wirkung  v.  Etwas
durch  etwas  Entgegengesetztes  aufheben.  ralis
mus,  m.,  uv.;  0:  das  Streben  nach  Neutralitit,