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auf die östreichischen Generale allein. Sie versäumten aus übertriebener
Vorsicht, sagt er, unseren Angelegenheiten den Todesstoß
zu geben, wie sie es wirklich hätten thun können.
Daß die kaiserlichen Generale so handeln, daß sie selbst nach
der Schlacht bei Kunersdorf ihren Sieg nicht völlig ausbeuten
würden, durfte allerdings Friedrich vorher nicht erwarten, und
darum bleibt es bei alledem noch wunderbar, wie er moralisch
sich erhielt. Ein wesentliches Gewicht hatte doch dabei die Hoffnung.
Anfangs war es die Erwartung, daß die Franzosen ablassen
würden von ihrer thörichten Politik gegen ihn, der so gern
ihr bester Freund gewesen wäre. Er ließ, wie von jeher bis auf
ihn alle Feinde des Kaiserhauses gethan, eifrig und unablässig
in Constantinopel werben, daß die Türken sich erheben möchten
1). Im Sommer 1758 glaubt er der Verwirklichung dieser
Hoffnung nahe zu sein. Schon ziehen sich die Russen aus der
Neumark zurück. „Ich führe ein Hundeleben,“ schreibt er damals
an seine Schwester von Baireuth?); „aber was mich tröstet, das
ist, daß es zu Ende geht.“ Immer fort und fort regten sich diese
Hoffnungen, bald auf eine Erhebung der Türken zu seinen Gunsten,
bald auf den Frieden. Abermals verkündet er im Herbste 1759:
„Ich glaube, daß es in diesem Winter zum Frieden kommt. Es
hat allen Anschein darnach.“ Und so weiter von Jahr zu Jahr.
Es ist mit Friedrich II. wie mit einem Privatmanne, der sich
in eine, wie es ihm scheint, gewinnreiche Speculation einläßt.
Aber diese anscheinend günstigen Chancen schlagen um, und es
gilt dann nur noch das Ringen, um möhlichst unversehrt herauszukommen.
Wenn Friedrich bei seinem Einbruche in Sachsen 1756
die Zahl seiner Feinde, die Dauer des Krieges vorausgesehen hätte:
so dürfte er wohl sich erst noch einmal besonnen haben. Aber er
wußte es nicht. Und auch während des Krieges knüpfte sich hier
1) Oeuv. XXVIIL 1. 406. — 2) a. a. O. 320. cih Oeuv. XXVI. 225. 233.
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