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Endlich hatten wir Beaune erreicht, von dort wurde der
Weg erträglicher, und gegen 2 Uhr trafen wir in Egry ein,
das voll von Truppen des X. Korps lag. Ich mußte meine
todmüden Grenadiere wie die Heringe übereinanderschichten, da
ich nur ein einziges Gehöft zur Disposition hatte, und war
außerdem genötigt, um für mich und meine Offiziere ein Plätzchen
zu schaffen, aus einem benachbarten Hause 8 Mann vom
57sten Regiment auszuquartieren.
Frühmorgens am 30. verließen wir unsern wenig gastlichen
Aufenthalt, um wieder nach Beaune zu marschieren.
Am Tage vorher hatte der Feind noch Juranville und Mai—
zières besetzt gehalten, und hatte der Prinz für den 30. Re—
kognoszierungen des III. und X. Korps in der Richtung auf
Bois commun und Montargis befohlen. Wir sollten uns
inzwischen in Beaune zur Verteidigung einrichten, um den
Franzosen hier ein zweites Halt zu setzen, falls sie die Re—
kognoszierungsdetachements mit Uebermacht zurückwerfen sollten.
Ich erhielt zur Besetzung erst die Südwestecke und dann die
Südfront, auf der am 28. der hartnäckigste Kampf gewütet
hatte, und richtete mich nach Kräften ein, die Franzosen ge—
bührend zu empfangen. Die Position war so gut wie möglich.
Die Front bildete ein fortlaufendes Ganze von massiven
Gebäuden und steinernen Gartenmauern, die Straßeneingänge
waren durch feste Barrikaden gesperrt, vor denen noch Haufen
von toten Franzosen lagen. Freilich waren die Häuser teilweise
ausgebrannt und die Mauern vielfach von Granaten
durchlöchert, indessen boten sie immerhin noch ausreichenden
Halt für die Verteidigung. Ich ergänzte nun die Verteidigungseinrichtungen
nach Kräften, ließ Schießscharten durch die
Mauern schlagen, überflüssige Fenster oder durch Granaten
gerissene Löcher mit den vorgefundenen Betten verblenden, ließ
von einem Hause zum andern Eingänge durchbrechen, um Kommunikationen
auf der ganzen Front zu schaffen u. s. w. Aber die
Franzosen kamen nicht, und das that uns aufrichtig leid, denn
wir hätten sehr gern noch einen zweiten Akt der Verteidigung
Beaunes abgespielt. Vor der Südfront lag auf einem mäßigen
Hügel eine Windmühle, und auch dieser Hügel war mit einer
provisorischen Befestigung versehen. Bis in Brusthöhe ein-