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der Cromwellischen Religionstragodie schien in der Seele eines
wahrheitsliebenden Cberbury den damals so natürlichen
Wunsch, dah doch überhaupt positive Religion gar nicht
nothwendig seyn moͤchte, bis zur taͤuschenden Ueberzeugung
erhoben zu haben, und vielleichi auch einen großen Theil anderer
mehr oder weniger edlen Seelen zur bereitwilligern Annahme
solcher Meinungen vorzubereiten. Doch die ausgelassenen
Sitten am Hofe des wollüstigen Karls 11. waren für
den größten Theil solcher, deren Beispiel immer am gefähr,
lichsten ist, eine noch weit schnellere Veranlassung, die Chrisiliche
Religion bald nich: nur überflüssig sondern auch uutichtig
nudlächerlich zu finden. Der theologische Untersuch st lenkte
sich deswegen mehr auf Vertheidigung des Ganzene * auf eine
solche Entwicklung der einzelnen Lehren, durch welche dieselben
auch der Vernunst als annehmungswürdig erscheinen sollten,
und wahrscheinlich trug dieses sehr viel dazu bei, daß wir auch
in diesem glänzendsten Zeitalter der Englischen theologischen
Litteratur keinen recht entschieden großen Eregeten ausweisen
kunen. Kirchengeschichte und Eregese scheinen nie das glückliche
Fach der Engländer gewesen zu seyn, ungeachtet sie in
beiden nicht ohne Verdienst find.
S. 38. -
Ueberrest einiger kleinerv Streitigkeiten. Balth. Beckers Abaͤ-monismus.
Was fuͤr ein seltsames Gemische aus so vielen gegen und
wider einander wirkenden Ursachen in der Reformirten Kirche
am Ende des vorigen Jahrhunderts entstehen mutzte. Da
waren hie und da noch manche Vertheidiger des strengern
Calvinismus, laute Wächter der genauern alten Orthodorie;
in stärkerer Anzahl erschienen Cartessaner und Coccejaner,
deren ganze Denk= und Studirart einander so entgegengesetzt.
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