Metadata : Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Joseph I. Zweiter Band. (2)

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Wagen,  und  die  Lafette  der  noch  uͤbrigen  letzten  Kanone.
Nach  so  manchem  Verlust,  und  von  so  langem  Kaͤmpfen
ermattet,  sah  sich  die  kleine  Schaar  der  Baiern  nun  beim
Dorfe  Mimmingen  von  dreitausend  Insurgenten  umringt.
Doch  weder  die  Mannschaft  der  drei  Bataillone,  noch
deren  Anführer,  dachten  daran,  vor  dieser  Uebermacht
das  Gewehr  zu  strecken.  Sie  begannen  frisches  Muthes
das  Gefecht,  und  erzwangen,  wenn  gleich  mit  bedeutendem
  Verlust,  ihren  Weg  nach  Zierl,  wo  sie  Abends
0  Uhr  ankamen.

An  demselben  Tage  war  schon  in  erster  Morgenfrüuhe
  aus  dem  Lager  bei  Innsbruck  der  baierische  Oberst
Delamotte,  mit  dem  zehnten  Regiment,  einem  Dragoner-Geschwader,
  einer  Sechs=  und  einer  Dreipfünder-Kanone,
  aufgebrochen,  links  dem  Inn  hingezogen,  um
bei  Telfs  über  den  Fluß  zu  gehen.  Seine  Bestimmung
war,  das  Unternehmen  gegen  den  Vintschgau  zu  unterstüten.
  Aber  in  Telfs  schon  vernahm  er  den  Aufstand.
Ein  starker  Haufe  der  Insurgenten  sei  des  Nachts  aus
dem  Oetz-Thal  auf  dem  Karrerberg  hervorgegangen,
habe  sich  des  Dorfes  Carres  bemächtiget,  und  der  sogenannten
  Trankhütte,  eines  zwischen  Heimingen  und
Imbst  an  der  Straße  gelegenen  Wirthshauses.  Oberst
Delamotte  schickte  darauf  eine  starke  Reiterparthei  auf
das  linke  Innufer  nach  Imbst,  um  die  dort  stehenden
Baiern  zu  mahnen,  eine  Abtheilung  Fußvolkes  gegen
die  Trankhütte  vorzusenden.  Er  selbst  ging  dann  bei
Telfs  über  die  Brücke  nach  Silz,  ließ  den  Hauptmann
van  der  Monden  mit  einer  Grenadier-Compagnie  an
der  Motzer-Brücke  zurück,  und  ging  gegen  Heimingen
vor.  Nun  aber  empfing  er  Meldung,  die  Truppen  von