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gabung an die Truppen bewirkt wird.
Bei den Avantgarden und bei plötzlicher
Anderung der Merschrichtung werden die
Requisitionen indes ohne Hülfe der Intendantur
auszuführen sein. In Rücksicht
auf die Erhaltung der Disciplin
darf dieselbe nur von einem Offizier auf
Befehl der vorgesetzten Truppenbehörde
erfolgen, welche auch die amtliche Em-Pfangsbescheinigung
anszufertigen hat.
Reserde („Rückhalt-) in taktischem
Sinn die rückwärts zur Verfügung der
Höchstkommandierenden bereit gehaltenen
Truppen, die vor Beginn des Gefechts zu
diesem Zweck ausgeschieden wurden. Sie
dienen für Wechselfälle des Kampfes zur
Unterstützung der kämpfenden Truppen,
und um den letzten Entscheidungssioß
auszuführen oder abzuwehren. Es gilt
heute als Grundsatz, die Marschkolonne
geschlossen auf das Gefechtsfeld zu führen
und erst dem Feind gegenüber nach Erkennung
der Sachlage eine angemessene
Gesechtsreserve abzuscheiden. Unter st rategischer
R. würden Trurpenkorps zu
verstehen sein, die aus Landwehr und sonstigen
Neuformationen gebildet werden,
um zur Feldarmee später herangezogen
zu werden.
Reserveoffizier, s. Offizier.
Reservepflicht, s. Ersatzwesen.
Retablieren, wiederherstellen, wieder
schlagfertig machen, die Bewaffnung, Ausrüstung
und Bekleidung der Armee, soweit
sie durch einen Feldzug gelitten hat,
ergänzen und kriegsbrauchbar herstellen.
Retablissement ist diese Wiederherstellung.
Offizieren und Beamten werden
zu diesem Zweck für ihre Person Retablissementsgelder
gezahlt, deren Höhe
in der Regel von der Dauer des Feldzugs
abhängig ist.
Retraite (lpr.träht,-Rückzuge), Trompetensignal
der berittenen Truppen, dem
Zapfenstreich (s. d.) entsprechend.
Retranchement (Ipr. trangschmäng), Verschanzung
ein durch eine Reihe zusammenhängender
Festungslinien und Schanzen
unter Anpassung an die Terrainformen
umschlossener Terrainabschnitt.
Reuter, s. Kürassiere.
Reveille (spr. wäi, „. Erwachen-), ein
Reserve — Revolber.
Trommel-, Horn= oder Trompetensignal,
das bei Tagesanbruch von den Wachen
zum Wecken der Soldaten gegeben wird.
Kevers, in der Befestigungskunst die
dem feindlichen Feuer abgewendete Seite
von Wällen, Gräben 2c. Reversgallerien,
Reverskaponnieren liegen in
der Kontreskarpe zur niedern Grabenbestreichung.
— Reversmauer, s. Dechargenrevetement.
Revetement (pr.--wätmäng), die Mauerbekleidung
von Festungswällen, s. Futtermauern.
Z„
Kevolver (Drehpistole), Handfeuerwaffe
für den einhändigen Gebrauch,
vorzugsweise Waffe berittener Truppen
für den Nahkampf; dem entsprechend hat
sie auch die Bedingung einer großen Schußgeschwindigkeit
zu erfüllen. Als Magazin
dient beim R. die Ladetrommel oderder
Cylinder, drehbar um eine unter dem
Lauf, aber der Achse desselben arallel liegende
Walze; sie enthält die Laderäume,
in der Regel sechs, welche durch Drehung
der Trommel nach und nach so hinter den
Lauf treten, daß sie sich mit der Seele
vollständig decken. Dadurch wird der ungehinderte
Eintritt des Geschosses aus der
Ladetrommel in den Lauf ermöglicht.
Lanf und Ladetrommel sind mit dem Gestell
oder Schloßgehäuse verbunden,
welches den Schloßmechanismus enthält
und nach hinten in einen Hand-Kriff
oder Kolben endigt. Die vielen
Systeme der R. lassen sich in drei Gruppen
bringen. 1) Das Coltsche System,
das erste der modernen Revolversysteme,
wurde von dem Amerikaner Oberst Colt
in den 40er Jahren konstruiert. Der R.
erfordert das Aufziehen des Hahns mit
der Hand, wobei gleichzeitig ein Hebel
angezogen wird, der in eine Verzahnung
der Ladetrommel. greift und diese dadurch
so weit dreht, bis die nächste Kammer
binter dem Lauf steht. Hierbei tritt von
unten ein Stift in die Trommel, um
diese während des Schusses festzuhalten.
2) In dem System von Adams-Deane
(1851) ist die Coltsche Konstruktion dahin
abgeändert, daß das Drehen der Ladetrommel
und das Spannen des Hahns
durch das Anziehen des Abzugs bewirkt