Full text : Theater in architektonischer Hinsicht.

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hinlänglich  angeben,  beschränke  ich  mich  hier  nur  noch  auf  einige  Bemerkungen
  über  Oonstruction  und  Ausführung.  .:

.Das  Terrain,  'auf  welches  :man.  hier  ‚Baut:,  ist  durchgängig  ‚aufgeschwemmter
  Aheinsand,  welcher:  sı  bis  13  Schuhe  hoch  über  dem  Horizontalwasser
  liegt.  Es  mufsten  daher  bey  diesem  grofsen  Gebäude  ,  welches  noch
für  die  Verwarfdluigen.unter  dem  Theater  ganz  bis:auf  das  Wasser  hohl  werden
mufste,  die  äufsern  Fundamentmauren  ,  auf  denen:beinahe  die  ganze  Last  des
Gebändes  ruht,  piüotirt  und  die  unterste  Mauer  6  Fufs  dick  gemacht  werden.

Die  Mauern,  welche  wir  bier  von  blofsen  Bruchsteinen  oder  Mollons

zusammensetzen,  und  welche  von  dem  Grunde  aus  bis  uhter  das  Hauptgesims
  eine  Höhe  von  65  Schuhen  erforderten,  mulsten.  mit  aller  Sorgfalt  auf
‚einander  gesetzt:  werderi,  da  sonst  die  grofse  Last:  des’  Dachstuhls  mit  der
Ziegelbedeckimg'  solche  auseinander  gedrückt:haben  würde,  indem  sie  oben
nicht  mehr  als  2  Schuhe  6  Zoll  dick  seyn  konnten,  und,  von  unten  an,  von
Etage  zu  Etage  abgesetzt  werden  mulfsten.  :.Um  jedoch  dem  äufsern  Mauerwerk
  nicht  ganz  die  Last  der  Bedeckung-anzuvertrauen,  suchte  ich  sie  durch
die  innere  Logen-Construction‘,  deren  Etagen  ich  mit  den  äussern  Ringmauern
  verankerte,  und  mit  Diebel-Gebälken  von  einander  absanderte,  noch
einmal  zur  Vorsorge  zu  garantiren.

Nicht  mindere  Vorsorge,  als  für  die  Solidität  der  perpendikulären  Zusammensetzumg
  der  Umfassungs  -  Wände,  gebrauchte  ich  auch  für  die  Construction’
  des  Dacdhstuhls,  um  so  mehr,  als'ich  über  der  Bühne  die  Prospecte
ganz  unaufgerollt,  gerade  in  das  Dach,  zwischen  dem  Balkenwerk,  zu  den
Verwandlungen  auf  der  Bühne  durchgehen  lassen  wollte,  und  daher  keine
‚Längen  -  Verbindung  Ä  in  dem  Dachwerk  anbringen  konnte.

“  Ein  Baumeister,  welcher  je  ein  solches  Gebäude,  auch  nur  von  50  Schuh
hohl  ohne  Innbau  errichtet  hat,  weifs,  welche  aufmerksame  Behandlung  und
äufserste  Vorsicht  erfordert  wird,  dafs  die  Handwerksleute  bey  der  Execution
  nichts  vernachläfsigen,,  welches  dem  Ganzen  schaden,  und  dem  Baumeister
  unverschuldet,  als  F  ehler  in  .der  Angabe,  zur  Last  gelegt  werden
könnte.  Da  aber  hier  eine  fast  noch  einmal  so  grofse  Umfassung  bedeckt

werden  mufste,  so  war  die  Aufgabe  auch  um  so  viel  schwieriger.  Ich  glau-