108
Bonn, auf dem Schlachtfeld und in Mauheim; danke Gott
mit mir für seine Gnade und für die Kreude, mit der ich
deiner gedenke hier werden wir, wie ich hoffe, deinen
Geburtstag mit den ersten Leistungen der Elrtillerie feiern
Gottes Wille ist es nicht gewesen, daß es nach meinem ging.“
Zu dem Schönsten, was Bismarck geschrieben, gehören
seine Trostbriefe, die es auch verständlich erscheinen lassen,
daß ein Christ, der so selbst in der Schrift zu schöpfen verstanden
hat, der Einführung in die Schrift durch andere,
auch durch die Prediger weniger bedürftig war. Da schaut
man bis auf den tiefsten Grund dieses starken Menschenlebens:
es ward gelebt in der Derspektive auf die Ewigkeit.
Uach dem Tode der ältesten Tochter schreibt Bismarck
an seinen Bruder 1557): „Mit der innigsten Teilnahme
habe ich erfahren, welches Unglück dich betroffen hat, und
wie traurig du mit deiner Malle das Hest verbracht hast.
Erst seit ich selbst Kinder habe, vermag ich zu ermessen,
wos es heißt, ein Kind zu verlieren und besonders eins,
welches die gewöhnlich schlimmsten Jahre überstanden und
in dem Hlter ist, wo es uns schon nicht mehr bloß als unser
Hleisch und Blut, sondern auch als eigene persönlichtet
lieb geworden ist. Wenn ich bedenke, wie du nun schon zu
wicberhoen Malen durch den Eintritt des Uodes in den
engsten Kreis deiner Lieben heimgesucht worden bist, und
r * es in Gottes Ratschluß liegt, dah wir jeder sein Nreuz
tragen sollen, so ertul es *d ein zihn mit » ·-.·x-k·ji -
EIXM