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besaßen bereits aus monarchischen Händen ein eindeitliches
Volks- und Staatespstem, ebe sie dazu übergingen,
den Monarchen auf längere oder kürzere Zeit
aus der Mitte dieses Systems zu entfernen. Die französische
Revolution übernimmt ohne weiteres den bereite
fertigen Staat der Könige als ihre Erbschaft. Nur auf
Grund der hochbedeutenden politischen Leistungen der
französischen Könige ist noch heute das franzäösische
Regierungs- Präfektursostem möglich. Man tötete
Ludwig XVI. und bezeichnet von da an die Weiterentwicklung
als die Epoche der Gerechtigkeit. So einfach
lagen für uns die Dinge niemals. Wir brauchten den
deutschen Kaiser als den Bringer der Zentralisation.
Die Uberwindung der Kleinstaaterei war gar nicht
möglich ohne ein souveränes Haupt über der Zahl
aller Souveräne. Das Kaisertum als solches ist für
uns ein großer politisch-technischer Fortschritt. Da nun
aber als Souverän über den Souveränen nach Lage
der Dinge nur eine vorhandene kräftige Dynastie möglich
war, so verband sich die ältere politische Form Preußens
mit der modernen politischen Form des Deutschen Reiches.
Das ist kein akademischer Bauplan. Niemand würde
aus reinen Gedanken heraus das gegenwärtige deutsche
Staatssystem so konstruieren, aber es ist ein geschichtliches
Gewächs, ein Kunstwerk der historischen Möglichkeit
und bewährt sich in den ungebeuren Anfechtungen des
gegenwärtigen Krieges als fest und dauerhaft.
Wir werden nicht bestreiten, daß die französische
und englische Kultur, jede auf ihre eigene Art, eine staatspolitische
Idee bis zur Vollendung durchgearbeitet haben.